Berichte

Zweites Klassikkonzert von ‚Notenzauber‘ in der ‚Halle der Gelehrten‘ zu Bree grandios dargeboten!

Am Freitag der vergangenen Woche, gastierte die bekannte Kapelle ‚Notenzauber‘, in Bree, um dort, in der altehrwürdigen ‚Gelehrtenhalle‘, in Vollbesetzung, mit befreundeten Kollegen und Gastmusikern, ihr zweites, grosses Klassikkonzert, zu Gehör zu bringen. Das Ereignis fand ab der halbneunten Abendstunde – leider war auf den vorab gedruckten Aushängen eine spätere Anfangszeit angegeben worden -, in dem geschichtsträchtigen Gebäude statt, welches nicht passender, für diese Art von Musik, hätte ausgewählt werden können.

 

Wegen des obengenannten ‚Fauxpas‘, war ich dann auch erst mit Verspätung am Veranstaltungsort, zumal ich mich in Bree nicht so gut auskannte und mich erstmal wieder erinnern musste, wo die ‚Halle der Gelehrten‘ überhaupt zu verorten war. Bedauerlicherweise, hatte ich bei meinem Eintreffen, so bereits gute sechs Stücke verpasst, wie mir von den zahlreich anwesenden Zuhörern zugetragen wurde, was mich doch sehr wurmte. Unsterbliche Klassiker wie, ‚Pony Steffi‘ (‚Badanerie‘), ‚Vogeldrachen‘ (‚Hummelflug‘), ‚Huorn‘ (‚Ombra Mai Fu‘), ‚Mumak‘ (‚Forest‘), oder ‚Schwan‘ (‚Schwanensee‘) und ‚Willem’s Club‘ (‚Trumpet Voluntary‘), waren mir durch die Lappen gegangen.

Auch die feine Ansprache zu Beginn des Konzerts, die von Hobbitfräulein Sylvania – die den ganzen Abend über, Ansagen machte und durchs Konzert führte – gehalten worden war, hatte ich natürlich verpasst, wurde mir aber, zum Glück, von einem anwesenden Reporterkollegen aus fernen Landen, der sie mitgeschrieben hatte, freundlicherweise zugesteckt, sodass ich sie hier für Euch nochmal exklusiv wiedergeben kann, liebe Leser.

Sylvania: ‚Allerhochgeliebtestest Publikum! Unsere Chefin hat ja schon wunderbare Worte gefunden, um Euch einen netten Abend zu wünschen. Ich hab heute nicht so ganz schlimm viel zu tun. Eigentlich nur ein paarmal auf die Kuhglocke klopfen und nett ausschauen. Deshalb hat man mich gebeten, ein paar Worte zu unseren Stücken zu finden, wenn das Orchester gerade Instrumente stimmt, wechselt, sucht, tauscht oder repariert. Damit ich mich dabei nicht so furchtbar alleine fühle, habe ich ein paar meiner Freunde von meinen Reisen eingeladen, mich hier auf der Bühne zu unterstützen. Und nun zu unserem Konzert!‘

Das erste Opus, dass ich dann komplett und mit all meinen Sinnen wieder fokusiert, anhören konnte, war das grossartige ‚Frosch und blauer Orb‘ (‚Bilder einer Ausstellung‘), dessen Noten von Herrn Garbert – der, wie ich, ein passionierter ‚Zwipfelmützenträger‘ ist und Sylvania deshalb auch immer an meine Wenigkeit erinnert, wie sie in der Ansage zu diesem Stück zugab – in Herrn Elronds Bibliothek, in Bruchtal, entdeckt worden waren! Wenn das stimmt, war dies wahrlich ein toller Fund, so schön, wie die Musik dort in der ‚Gelehrtenhalle‘ erklang. Nach meinem überhetzten Ankommen, hatte ich nun auch Musse, meinen Blick über die vielen Musiker schweifen zu lassen, wobei ich erstaunt feststellen musste, dass dort viel mehr Personen musizierten, als ‚Notenzauber‘ eigentlich Mitglieder hatte! Neben der erweiterten Formation der ‚Noties‘, die mit, Gliridiel, Deascaith, Hebiadoc, Brieco, Chalonda, Garbert, Ellaquendy, Suziannah, Cherrybelle, Palstream, Suziali und Suzini, am Start waren, hatten sie sich auch noch der Unterstützung, vieler befreundeter Gastmusiker gesichert. So waren, Zwergenherr Zedrock, Hobbitherr Vercingetoric, die Halblingsfräuleins, Petaline und Snowie, der bekannte Herr Halgoreth, sowie die ‚Langen‘, Lassrien, Billalula und Linnit und als Ersatzmusiker – man höre und staune – sogar Herr Faroweis Birnhaag (!), mit von der Partie und werteten das, ohnehin schon famose Spiel von ‚Notenzauber‘, noch zusätzlich auf und verliehen den opulenten Stücken, das nötige Extraquantum an ‚Notenvolumen‘.

Wie in ihrem Prolog versprochen, hatte Fräulein Sylvania, quasi bei jeder neuen Liedankündigung, einen anderen ihrer Begleiter (nach welchen ich hier einfachheitshalber auch die Stücke benannt habe) an ihrer Seite, der sich – mehr oder weniger – auf den Titel, oder den Inhalt des Stückes, bezog. So war es wenig verwunderlich, dass sich beim folgenden ‚Weisser Hirsch‘ (‚Orfeo‘), dann auch ein echter Hirsch neben der kleinen Hobbitdame platzierte! So konnte man im Verlauf des Abends, zahlreiche Tiere und Wesenheiten, wie, Füchse, Fledermäuse, Frösche, Feuer- und Eisgrimmige und sogar einen Flugdrachen, bewundern und bestaunen.

Alle waren sich dann auch einig, dass dies eine grandiose Idee und tolle Moderation von Fräulein Sylvania gewesen war, die das ganze Musikgeschehen erst so richtig abgerundet und unterhaltsamer gemacht hatte! ‚Notenzauber‘ waren aber auch wiedermal in Höchstform, reizten die exzellente Akustik der alten Halle perfekt aus und liessen ihrem Publikum, die Arm-, Nacken- und Fusshaare (bei den Hobbits), in die Höhe schnellen, derart fulminant, schmetterten sie die kompakten ‚Notenwände‘ in die Menge! Bei so  altehrwürdigen ‚Ohrwürmern‘, wie, ‚Feuergrimm‘ (‚Zarathustra‘), ‚Eisgrimm‘ (Stücke von Mendelssohn), ‚Fledermaus‘ (‚Dies Irae‘) und ‚Gepunktete Maus‘ (‚Hungarian Dances‘), war aber auch nahezu nichts anderes möglich, als den Zuhörern, wohlige Schauer über die Rücken laufen zu lassen!

Viel zu schnell endete dann dieses ‚klasse‘ Klassikkonzert, mit den beiden epischen Stücken, ‚Fuchs‘ (‚Il Signor Bruschino‘) und ‚Schwanen-Drachen‘ (‚An der schönen blauen Donau‘), deren Musik natürlich allen Anwesenden – darunter übrigens viele Freunde der ‚Noties‘ aus fremdsprachigen, fernen Landen – nur zu gut bekannt waren, wenn auch einigen die Titel nicht mehr so recht einfallen wollten. Trotzdem tanzten, nach Sylvanias letzter Ansage, alle nocheinmal mit, was ihre geschundenen Füsse hergaben!

Sylvania: ‚Unser letztes Stück ist das Lieblingsstück unserer hochverehrten Chefin. Sie angelt wohl gerne, weshalb das Stück „Am schönen blauen Baranduin“ genannt wird. Man kann echt prima drauf tanzen! Los geht’s! Eins, zwei, drei und eins, zwei, drei!‘

Lauter Jubel, heftiger Applaus und ‚Zugabe-Rufe‘, brandeten dann auch folgerichtig auf, als die letzte exquisite Note verklungen war und einige Wagemutige, zündeten sogar Feuerwerkskörper vor Begeisterung, da ihnen die dargebotene Musik so sehr gefallen hatte! Die leicht erstaunten ‚Notenzauberer‘, waren wohl überrascht, dass ihre ‚Klassik‘ so gut angekommen war und hatten leider kein Zugabenstück vorbereitet, was, zugegebenermassen, bei dieser Art von Musik, auch nicht ganz so einfach ist, wie bei einem ‚Polkakonzert‘, zum Beispiel. So konnten sich die Musiker nur nocheinmal bedanken und sich vor ihrem dankbaren Publikum verbeugen, bevor auch schon wieder die Vorhänge fielen!

Nach diesem grossartigen Erlebnis und den enthusiastischen Reaktionen der Zuhörer, kann man nur hoffen, dass ‚Notenzauber‘ möglichst bald, das ‚Dritte Klassikkonzert‘ nachschieben werden! Vielen dank, ‚Noties‘ und Freunde, es war wunderbar!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den wundervollen Bericht lieber Beuno

  2. Ist es eigentlich das erste Mal dass ein größeres Fest in diesen Hallen gefeiert wurde? Mir ist nichts bekannt, freue mich aber sehr darüber, wo ich doch auch hin und wieder mich über manches Mathom dort schlauer machen konnte oder gar erwarb!

    • Beuno Willowtree

      Wie gesagt, lieber Bubi, ich selbst musste die Halle erstmal suchen!! Also, ich habe da noch kein Fest erlebt bisher. 🙂

  3. Das klingt nach einem gelungenen Konzert. Leider konnte ich nicht daran teilnehmen. Wir Flauschis nutzen die Halle gelegentlich zum üben. Erst vorletzten Samstag haben wir den ganzen Tag dort geprobt. Hat Beuno wieder unerlaubter Weise in einem geschlossen Raum einige Feuerwerke gezündet? Dis sollst du doch nicht tun, Beunolein!

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