Berichte

Zweiter Tag des ‚Zehnten Auenländischen Pferderennens‘: Der erste Renntag!

Veranstalter, Craaco Birkenheim, war am zweiten Tag der Jubiläumsrennveranstaltung, selbst leider verhindert und hatte die Leitung des Abends deshalb in die vertrauenswürdigen Hände von Herrn Faroweis Birnhaag und Fräulein Tulpeline Schweinepfote gelegt. Am letzten Samstag standen am ersten Renntag, die Vorrunden-Rennen und das Viertefinale des Einzelwettbewerbs an. Zunächst wurden die Gäste – ab der siebenten Abendstunde – aber wieder mit beschwingter Musik begrüsst, die dieses Mal von der ‚Brago Familie‘ – die auch den übrigen Abend, mit ihren hörenswerten Liedern veredelte – dargeboten wurde.

 

Leicht nervös und angespannt, zeigte sich Herr Faroweis bei seiner Prämiere als ‚Pferderennenveranstaltungsleiter‘, als sich das Gelände hinter den Stallungen so langsam wieder zu Füllen begann und die Kapelle sich für ihren Auftritt bereit machte. Er instruierte mich, die Tombola-Lose unters Volk zu bringen und kontrollierte nochmals alles auf Richtigkeit, bevor er kurzzeitig nocheinmal durchatmen konnte.

Bevor es zur offiziellen Eröffnung des zweiten Tags des ’10. Auenländischen Pferderennens‘ kommen sollte, griffen die vier Familienmitglieder der ‚Bragos‘, rund um ihren Kapellmeister, Herrn Bragomur, schoneinmal ordentlich in die Saiten und unterhielten die immer weiter anwachsende Menge, mit ihren tanzbaren Melodien. Die Zwergenfamilie war für den ganzen Abend gebucht und erfüllte ihren Auftrag auf famoseste Art und Weise, wie ich schon einmal vorwegnehmen möchte!

Kurz vor der achten Abendstunde, als das Gelände sich sehr gut gefüllt präsentierte, trat Herr Faroweis dann vor das Publikum und begrüsste alle Anwesenden mit einigen warmen Worten.

 

Faroweis: ‚Willkommen, alle zusammen, die bisher den Weg hierher gefunden haben! Ich vertrete heute den lieben Craaco. Derioc ist leider erkrankt und er muss sich um ihn kümmern! Dennoch bleibt das Programm unverändert. Der Beuno deckt euch alle fleißig mit Losen ein und bei der guten Amanta werdet ihr im Laufe des Abends, Wetten abgeben können. Nun gebe ich nocheinmal kurz zurück an Brago, bevor dann die Vorstellung der Reiter beginnt. Viel Spass, allerseits!‘

‚Die Bragos‘ heizten alle dann nochmal so richtig an und gaben einige ihrer schmissigsten Nummern zum Besten, damit alle dann auch gut aufgewärmt, ins Renngeschehen starten konnten, während das Fräulein Amanta ihren Wettstand öffnete und damit das ‚Erbe‘ des Herrn Breideric nahtlos fortführte, wie wir alle ja am Vortag von Herrn Craaco erfahren durften.

Neben der tüchtigen Buchmacherin, Fräulein Amanta, gehörte auch Grenzerin Tulpeline wieder mit zur ‚Leitungsmannschaft‘. Ihre Aufgabe war es, die Pferde und Ziegen auf Korrektheit zu kontrollieren, eventuellen Streit zu schlichten und für Ordnung auf dem Gelände zu sorgen. Faroweis hatte die Gesamtleitung inne und ich war für den Losverkauf und die spätere Ziehung der Gewinner zuständig. Nicht im Bild ist das Fräulein Belaya, die dankenswerterweise, die Streckenposten organisiert hatte und somit massgeblich mit, für einen reibungslosen Ablauf der Rennen sorgte.

Schlag acht Uhr, bat Faroweis dann alle Gäste, ein Spalier für die Vorstellung der Reitteilnehmer und ihrer Tiere zu bilden, wie es ja nun schon seit einigen Rennen schöne Tradition ist. Teilweise mit gezogenen Schwertern, als Zeichen der Ehrerbietung, kamen alle Anwesenden gerne dieser Aufforderung des stellvertretenden Rennleiters nach und formten eine eindrucksvolle Gasse, durch welche die Vierbeiner – samt ihrer Besitzer – langsam hindurchtrabten, während Faroweis einen jeden, adäquat vorstellte.

 

Faroweis: ‚ALS ERSTEN TEILNEHMER BEGRÜßEN WIR HALLDIN AUF SEINER ZIEGE TRUDE. HALLDIN HAT BISHER NOCH KEIN TITEL MIT NACHHAUSE BRINGEN KÖNNEN UND MÖCHTE FÜR EINE ÜBERSCHAUNG SORGEN!‘

‚ALS ZWEITEN BEGRÜßEN WIR JANNAS AUF FLITZEBLITZ. WAS SOLL MAN GROß SAGEN VIELE TEILNAHMEN, MEISTENS WEIT GEKOMMEN UND BEIM 8. PFERDERENNEN DEN TITEL GEHOLT. EIN FAVORIT AUF JEDENFALL!‘

‚ALS DRITTES BEGRÜßEN WIR GOLLORIN AUF SEINER ZIEGE. GOLLORIN KONNTE SICH SCHON AUF DAS TREPPCHEN REITEN, JEDOCH HAT ES NIE FÜR DEN TITEL GEREICHT. VIELLEICHT KLAPPT ES DIESES MAL!‘

‚ALS VIERTES BEGRÜßEN WIR MIKHO AUF FRITZ! DER SKANDALREITER DER LETZTEN PFERDERENNEN HAT SEINE STRAFE ABGESESSEN UND TRITT DIESMAL WOHL MIT EINEM NICHT GEKLAUTEN PONY AN. ER STAND ÖFTERS IM FINALE IST DA ABER DANN IMMER AN DEN NERVEN GESCHEITERT! WIR ER ES DIESMAL SCHAFFEN ZU GEWINNEN?‘

‚ALS FÜNFTES BEGRÜßEN WIR BANGO AUF SEINEM PONY MAMPFER. NUNJA WAS SOLL MAN SAGEN…TÖRTCHEN STEHEN DEM JUNGEN HOBBIT WOHL DEM SIEG IM WEG, VIELLEICHT KANN ER DIESMAL DRAUF VERZICHTEN UND GEWINNEN!‘

‚ALS SECHSTES BEGRÜßEN WIR SAHMA ! SAHMA KONNTE BEREIT ERFOLGE IN DER STAFFEL MIT DEM BUCKELSTÄDTER REITSPORTVEREIN SAMMELN UND IST VORSITZENDE DES VEREINS!‘

‚ALS SIEBTES WÜRDEN WIR BREVORVIEN BEGRÜSSEN. EIN NEULING IM EINZELWETTBEWERB! WIR DÜRFEN UNS ÜBERASCHEN LASSEN! LEIDER IST SIE ABER NOCH NICHT ANWESEND:‘

‚UND ALS ACHTES UND LETZTES BEGRÜßEN WIR ALEGRIO. ER IST JEMAND DER SICHER EINEN FAVORITEN AUS DEM RENNEN WERFEN KANN UND VIELLEICHT SCHAFFT ER ES DIESMAL AUCH NACH GANZ VORNE!‘

Dann war es Zeit für die beiden Vorrunden-Rennen, mit je vier Teilnehmern, die über die Platzierungen in den vier nachfolgenden Viertelfinaldurchgängen entschieden. Im ersten Lauf traten die vier Hobbitherren, Alegrio, Jannas, Mikho und Bango, gegeneinander an. In diesem spannenden Wettkampf, kam Herr Jannas als Erster durchs Ziel, während Mikho, Bango und Alegrio, die folgenden Plätze belegten.

Im zweiten Vorrunden-Durchgang, der von den Reitern, Fräulein Sahma, den Zwergenherren, Gollorin und Halldin, sowie dem Fräulein Amarina – welche ersatzweise für Fräulein Brevorvien, die nicht mehr aufgetaucht war, einsprang -, bestritten wurde, gewann ganz klar Herr Gollorin vor Fräulein Sahma, die den zweiten Platz erringen konnte. Um den dritten Platz, gab es einige Querelen, sodass, Halldin und Amarina, nocheinmal antreten mussten. Da Fräulein Amarina, als spontaner Ersatzreiterin, noch nicht mit alle Regeln so genau bekannt waren, blieb ihr am Ende nur der vierte Rang, während Halldin Drittplatzierter wurde.

Nach diesen aufregenden Platzierungsrunden, war es dann Zeit für etwas Entspannung und die grosse Tombola-Ziehung, für welche circa 30 Personen Lose ausgehändigt bekommen hatten. Herr Faroweis rief alle zusammen und nannte dann den jeweiligen Preis, für welchen ich dann die Ehre hatte, den entsprechenden Gewinner aus dem Hut zu ziehen.

Die hochwertigen Preise hatte natürlich Herr Craaco bereitgestellt und so konnten sich, unter anderem, Herr Gollorin und Fräulein Luisewen, über wertige Gewinne, wie einen ‚Sommerflugdrachen‘, oder die ‚Schrift eines Schwanenritters‘, freuen. Fürst Kriso, Faroweis und Zwergenherr Halldin, spendeten zudem noch Geldpreise, die an die Herren, Alegrio und Siberbard, ausgezahlt wurden. Gratulation, allen Gewinnern!

Die unermüdlichen ‚Bragos‘, überbrückten dann nocheinmal die Zeit, die für die Vorbereitung der Viertelfinalrennen und die Wettabgaben auf selbige, bei Fräulein Amanta, benötigt wurde, mit ihren mitreissenden Musikstücken, die viele Zuhörer so sehr in den Bann zogen, dass sie den Anfang des ersten Ausscheidungswettkampfes, fast garnicht mitbekommen hätten!

Im ersten der vier ‚K.O.-Rennen‘, musste die unerfahren Amarina gegen den hohen Favoriten, Hobbitherrn Jannas, an den Start und so war es dann auch wenig verwunderlich, dass sie keine Chance gegen den flinken Halbling hatte und leider, jedoch hoch erhobenen Hauptes, aus dem Turnier ausscheiden musste. Als unvorbereitete ‚Ersatzfrau‘, hatte sie sich wahrlich famos geschlagen! Bravo, Amarina!

Skandalhobbit, Mikho Buchsbaum, trat im zweiten Viertefinale, gegen Zwergenherr Halldin an, der dieses Rennen auf einer Ziege bestritt. Kein guter Schachzug möchte man meinen, da Mikho souverän, mit einigem Vorspung, als Erster durchs Ziel ging. In der anschliessenden Analyse, gab Halldin dann auch zu, dass der Hobbit völlig zu Recht, in die nächste Runde eingezogen war.

Das dritte Rennen wurde zwischen Fräulein Sahma und Herrn Bango ausgeritten. Obwohl die erfahrene Hobbitdame, als hohe Favoritin galt und Bango seinem Pony ‚Mampfer‘ zudem noch – für bessere Haftung – Marmelade unter die Hufe geschmiert hatte, konnte der auenlandweit bekannte ‚Essperte‘, am Ende überraschenderweise, den Sieg für sich verbuchen! Immerhin legte Fräulein Sahma aber den spektakulärsten Zieleinlauf des Abends aufs Parkett!

Sehr knapp, quasi Kopf an Kopf, ging dann das vierte und letzte Viertelfinalduell, zwischen Zwergenherrn Gollorin und Hobbitherrn Alegrio, aus. In diesem spannendsten aller Einzelrennen dieses Renntags, behielt Herr Alegrio dann aber die Nase – beziehungsweise, die Nüstern seines Ponies – vorne und konnte jubelnd ins Halbfinale – das ja erst am folgenden Sonntag ausgetragen wurde – einziehen! Herrn Gollorin blieb ja immerhin noch die Chance, am Sonntag im Staffelrennen mit seinen ‚Fäuste-Kollegen‘, einen Titel zu erringen.

So endete dieser erste Renntag – der zweite Tag dieser Veranstaltung – offiziell und Faroweis blieb es nur noch, alle Gäste zu verabschieden, erneut für den nächsten Tag einzuladen und sich bei allen zu bedanken, die tatkräftig zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hatten. Er bat zum Abschluss, dann alle nocheinmal zu den ‚Bragos‘ hinüber, die diesen Abend nochmals musikalisch ausklingen lassen wollten. Sich unter Applaus verbeugend, musste der kompetente ‚Ersatzleiter‘, dann auch eine kleine Träne der Erleichterung und Rührung, wegdrücken, als er des ihm geltenden Jubels gewahr wurde.

Die tapfere Brago-Familie, spielte dann noch bis weit ins Morgengrauen hinein, bis auch der letzte Gast genug gehört hatte und setzten damit dann auch das ‚Abschluss-Sahnehäubchen‘ auf diesen zweiten, erfolgreichen ‚Pferderenntag‘. Danke, toll gemacht, Bragomur und ‚Die Bragos‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Filbu Buchsbaum

    Feiner Artikel, Beuno. Ich war an dem Abend leider verhindert, freue mich aber sehr über deine Berichterstattung.

  2. Tulpeline

    Ja der erste Renntag war wirklich sehr spannend und Ereignisreich. Toll geschrieben lieber Beuno.

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