Berichte

Würfelturnier beim ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ ausgetragen!

Veranstaltungsbericht. Am letzten Sonntag, zur achten Abendstunde, trafen sich die Freunde des ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘, erneut in ihrem Stammlokal, dem ‚Grünen Drachen‘ zu Wasserau, um einen der legendären Würfelabende des Verbundes auszuspielen. Für das leibliche Wohl, hatte Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, wieder ihre berühmte ‚Rühreierpfanne‘ am Start, die unter Kennern und Gästen der ‚Brauchtumsabende‘, bereits seit langem, Kultstatus innehat!

 

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Fräulein Mairad Flinkfuss und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, waren bereits vorm angesetzten Zeitpunkt im ‚Grünen Drachen‘ eingetroffen, da wir es kaum abwarten konnten, endlich einmal wieder die Würfel rollen zu lassen, zumal ich, als Sieger der letzten Würfelei, darauf brannte, meinen Titel zu verteidigen. Viele Hoffnungen machte ich mir jedoch nicht, war der Gewinn des Turniers doch eine grosse Überraschung und erst mein erster, oder zweiter Erfolg überhaupt gewesen. So fand uns Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, an der Theke vor, wie wir Taktiken und neue Wurftechniken diskutierten und derart fokussiert waren, das wir das Eintreffen der patenten Grenzerin, beinahe, kaum wahrgenommen hätten.

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Nach herzlichen Umarmungen und warmen Grussworten, bat Tulpeline uns dann auch gleich zur Kaminecke des ‚Drachen‘ hinüber, wo der dort liegende Teppich, uns traditionell als ‚Würfelarena‘ dient und die Wärme des prasselndne Feuers, die Finger unserer Wurfhände, bisher stets geschmeidig gehalten hatte. Mairad orderte grad noch eine Runde Bier, als das Hobbitfräulein Gabiola den Schankraum betrat und sich zu uns gesellte. Sie verkündete, dass Herr Olivio auch in Kürze auftauchen würde, was uns alle sehr erfreute, hatten sich die beiden Hobbits aus Bree – die von den Zwergen von ‚Durins Faust der Gerechten‘, ja aus dem dortigen Gefängnis befreit worden waren (wir berichteten) – doch sichtlich gut, im Auenland eingelebt und hatten bereits wieder einige Pfunde zugelegt, wie man sehen konnte, als schliesslich auch der angekündigte Herr Olivio, zu unserer geselligen Runde hinzustiess. Vervollständigt wurde der Spielerkreis dann noch von Pensionist, Hobbitherr Padrik, der sich besonders erfreut, über das soeben servierte Rührei der Verbundsvorsitzenden Tulpeline zeigte und herzhaft und dankbar zulangte.

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Auch wir anderen genossen das leckere Mahl, das mit reichlich Speck und Schnittlauch daherkam und seinem legendären Status somit, mehr als nur gerecht wurde! Aufgrund dieser kulinarischen Köstlichkeit und der folgenden, sich entspinnenden Plauderei, in welcher es um eine mögliche Anstellung von Gabiola und Olivio, bei Mairads Oma Tagetes – unserer geschätzten Kollegin vom Wochenblatt – ging und Mairad den beiden auch eventuell, eine Arbeit in ihrer Goldschmiede in Aussicht stellen konnte, verzögerte sich der Beginn der Würfelspiele um einen nicht unerheblichen Zeitraum, sodass an diesem Abend, lediglich sechs Würfelrunden absolviert werden konnten.

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Den Start bildeten, wie jedesmal, die obligatorischen Spiele ‚Höchstzahlwürfeln‘ und ‚Tiefstzahlwürfeln‘, deren Namen als selbstbeschreibend angesehen werden dürfen und welche an Fräulein Mairad – mit 98 Augen – und respektive, an Herrn Olivio – mit 2 Augen – gingen, denen für ihren jeweiligen Sieg, auch ein Siegpunkt gutgeschrieben wurde. Nach diesen beiden umkämpften Spielen, tauchte, zu unserer Freude, Herr Faroweis Birnhaag, in unserer gemütlichen Kaminecke auf und wurde sogleich in die Würfelei mit einbezogen, jedoch erst, nachdem das freigiebige Fräulein Flinkfluss, eine weitere Lage ‚Gerstenkaltschale‘, samt zugehörigen ‚Obstbrandt‘, für uns alle ausgegeben hatte. Derart befeuert, begann der Neuankömmling Faroweis, das Feld von hinten aufzurollen und entschied sofort das nächste Spiel – passenderweise ‚Schnapszahlwerfen‘ – für sich, indem er mit einer ’77‘, uns anderen, ganz schön alt aussehen liess! Hatten wir diesen Erfolg erst noch als ‚Anfängerglück‘ abgetan, bewiess uns der findige Grenzerausbilder und Backstubenbesitzer, dass dies mitnichten der Fall war und gewann auch das Spiel ‚Einundzwanzig‘, in einem hochspannenden Stechen, gegen Herrn Padrik und Fräulein Tulpeline.

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Das Würfelspiel, in dem man mit beliebig vielen Würfen mit dem ‚Sechserwürfel‘, die Augenzahl ’21‘ erreichen, oder sich dieser möglichst genau nähern muss, gehört zu den absoluten Klassikern der ‚Brauchtumwürfelabende‘ und ist stets, eine der spannendsten Spielrunden überhaupt. Aber auch das Spiel ‚Höher oder Tiefer‘, kann sich zu einem echten ‚Nervenkrimi‘ entwickeln, wie sich am vergangenen Sonntag zeigte. Verbundsvorsitzende Tulpeline, legte dabei eine Zahl mit dem ‚Drachenauge‘ – einem einzigartigen, hunderseitigen Würfel, den die Hobbitdame selbst konzipiert und geschnitzt hat – vor, woraufhin der nächste Spieler, vor seinem Wurf, raten muss, ob sein eigenes Ergebnis höher, oder tiefer ausfallen wird. Liegt er falsch, scheidet der Partizipant sofort aus der Runde aus. Auch hier kam es wieder zu einem ‚Patt‘ von drei Spielern – Mairad, Olivio und Padrik -, die dann, in einer Entscheidungsrunde, den Gewinner ermitteln mussten.

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Grossväterchen Padrik schien an diesem Abend kein Glück beschieden zu sein, denn auch dieses, sein zweites Stechen, verlor der rüstige Rentner und Goldschmiedin, Mairad Flinkfuss, durfte sich über ihren zweiten Siegpunkt freuen, mit welchem sie vorerst, mit ihrem Liebsten, Faroweis Birnhaag, gleichzog. Nun musste wohl die letzte Spielrunde – die ‚Bockländer Strasse‘ – über den Gesamtgewinner des Würfelabends entscheiden! Die Erklärung der komplexen Regeln dieses Spiels, würden hier die Grenzen der Seitenanzahl des ‚AW‘ sprengen, doch sei nur soviel gesagt, dass es darum ging, mit drei ‚Sechserwürfen‘, eine Reihe aufeinanderfolgender Zahlen zu erzielen, die dann zu einer Summe addiert wurden, deren Höhe über den Gewinner entscheiden würde. Der ‚bocklandaffine‘ Herr Faroweis begriff am schnellsten, was die Stunde geschlagen hatte und holte sich diesen entscheidenden Siegpunkt, mit souveränen 11 ‚Strassenpunkten‘!

 

Die gesamte ‚Brauchtumsabendtruppe‘ brach in tosenden Jubel aus und liess den guten Faroweis hochleben, da er damit, als Gesamtsieger feststand und auch Fräulein Mairad, gönnte ihm den Sieg von Herzen. Der Inhaber der ‚Bäckerei Smialtörtchen‘, durfte sich zudem noch über einen wertigen Preis – ein Paket von fünf hochwertigen Farben – aus den Händen von Gastgeberin Tulpeline freuen.

So endete dieser unterhaltsame Brauchtumsabend allenthalben, mit guter Laune und vollen Mägen, sowie einer Einladung von Fräulein Mairad an alle, am nächsten Sonntag den ‚Geniesserstübchen-Schanktag‘ zu besuchen, an dem ein ‚brandneues‘ Musikantenduo aufspielen wird! Man darf gespannt sein, ob der nächste Sonntag, den letztwöchigen, an Unterhaltungswert noch toppen kann. Verbundsvorsitzende Tulpeline, hat die Latte jedenfalls, wiedermal sehr hoch gelegt!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Es war ein wunderschöner Abend und ich muss Tulpi mal um das Rühreirezept bitte. Danke für den Bericht Beuno

  2. Ein sehr schöner und gelungener Abend, Gabiola sollte allerdings noch das Würfeln üben *lacht*.

    Auch das Rührei war sehr lecker, jedoch war Gabiola viel zu nervös um es gebührend loben zu können. Eines weiß ich, sie kommt sicher gerne einmal wieder vorbei !

  3. Tulpeline

    Au ja das war ein lustiger Abend. Danke an alle die dabei waren.

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