Berichte

Wintermond’s Julfestfeier: Das Theaterstück ‚Das Mädchen mit dem Hund‘ uraufgeführt!

Am vergangenen Sonntag, trat die bekannte ‚Theatertruppe‘ der ‚ZiehMus‘ – der ‚Ziehenden Musikanten‘ – unter Leitung ihrer Chefin und Autorin, Fräulein Pandorradis, bei der Julfestfeier der Familie Wintermond, in der Breelandsiedlung ‚Burrenstau‘, mit ihrem brandneuen Stück ‚Das Mädchen mit dem Hund‘, im verschneiten Garten des wintermondschen Anwesens auf. Das Schauspiel startete, vor einer Rekordkulisse, nahezu pünktlich zur halbachten Abendstunde.

 

Schon frühzeitig hatten sich die ersten Besucher eingefunden und wurden von Gastgeberin Fräulein Tunvil Wintermond, erst nochmal musikalisch unterhalten, um die Zeit bis zum Beginn des Theaterstücks für das gespannte Publikum zu überbrücken.

Während sich die Schauspieler – darunter ja auch meine Wenigkeit, der ich ja eine kleine Rolle übernehmen durfte – in Position brachten, griff auch das Fräulein Brigga nocheinmal zur Harfe, um die immer zahlreicher werdende Gästeschar, bei Laune zu halten.

Dann war es endlich soweit und Fräulein Pandorradis schritt nach vorne und stellte ihr neues Theaterstück vor.

Pandorradis: ‚Liebe Gäste. Herzlich willkommen auf der Julfestfeier der Wintermonds. Wir haben wieder Ehre, diese mit einem Theaterstück zu eröffnen. Die Theatergruppe der Ziehenden Musikanten freut sich, heute das neue Stück ‚Das Mädchen mit dem Hund‘ aufzuführen. Es soll daran erinnern, dass es Leute gibt, denen es viel schlechter geht als jedem einzelnen von uns. Wie immer werden die Schauspieler von unseren hervorragenden Musikern begleitet. Und wir haben dieses Mal die Ehre, einen Gastschauspieler dabei zu haben. Es ist kein Geringerer als unser lieber Freund Beuno. Nun wünsche ich euch allen viel Spaß bei dem Theaterstück!‘

Natürlich wurde dieses Stück der Theaterfreunde auch wieder vom obligatorischen Einführungslied ‚Theater, Theater‘, erneut wunderbar dargeboten von Herrn Tomlyn, eingeleitet. Viele Zuschauer sangen sogar den gesamten Text mit, so gut kannte sie das schmissige Lied bereits schon. Hernach war man jedenfalls, voll auf Theater gepolt!

Dann begann das Theaterstück mit dem Auftritt der Hauptdarstellerin, Fräulein Brigga, die das arme Waisenkind mimte, deren einziger Freund ihr Hund Benny war. Das Kind beschloss mit ihrem vierbeinigen Freund, aus dem Waisenhaus zu fliehen, da es ihr dort nicht gefiel und immer nur andere Kinder adoptiert wurden.

Herr Rodryc trat in der Rolle des alten Chonder auf, der gerade auf dem Weg zum Heiler war, als er auf das Waisenkind und ihren Hund traf, welche wirklich aus dem Waisenhaus abgehauen waren und Chonder prompt anbettelten. Dieser wies die beiden jedoch schroff ab, mit der Entschuldigung, dass er doch selbst kein Geld habe.

Chonder eilte weiter, doch wurde schon bald wieder aufgehalten, als ihn ein übler Strassenräuber – gespielt von Herrn Garindor – den Weg versperrte und – unter Androhung von Gewalt – das gesamte Geld des Seniors forderte! Dieser behauptete erneut, nichts zu besitzen, sodass der Räuber ihn vor die Wahl stellte: Geld, oder Leben! Zum Glück hatte das Waisenkind alles beobachtet, sprang hervor und gab sich rasch als das Enkelkind von Chonder aus, woraufhin der Räuber das Weite suchte, da er anscheinend keine Zeugen gebrauchen konnte.

Die ‚Ziehenden Musikanten‘ untermalten die gesungenen Texte der Schauspieler wieder kongenial, mit ihrer feinen Musik und hauchten dem ganzen Stück damit zusätzliches Leben ein!

Das Kind stellte sich Chonder nun als ‚Balg‘ vor, während sich selbiger bei der Kleinen widerwillig dafür bedankte, dass sie ihn mit ihrer List gerettet hatte. ‚Balg‘ glaubte, nun wohl einen Freund gefunden zu haben, der sie bei sich aufnehmen würde, doch riet Chonder ihr lediglich, wieder ins Heim zurückzukehren, was das Kind sehr traurig stimmte. Als der Alte dann verschwunden war, entschloss Balg sich in ihrer Not dazu, mit Gesang etwas Geld zu sammeln.

Kaum war ihr trauriges Lied verklungen, war es Zeit für Herrn Rustelix und mich, Beuno Willowtree, die Bühne zu entern. Wir spielten zwei Vagabunden – ehemalige Jäger – die für ihren Boss, auf der Suche nach dem vorher entkommenen Chonder waren und stattdessen, zuerst das Waisenkind entdeckten. Als der Alte dann tatsächlich wieder auftauchte und sich erneut durchs Ausspielen der ‚Opa-Karte‘, mithilfe von Balg, retten wollte, durchschauten wir Jäger das Spiel recht schnell und jagten dem weglaufenden Chonder hinterher.

Balg war erneut sehr enttäuscht und richtete in ihrer Verzweiflung, ein Gebet an den Valar Aule, welches sie laut intonierte und deshalb von den vorbeischlendernden Pärchen – gemimt von Fräulein Rusteline und Herrn Tomlyn – gehört wurde. Die Dame sprach das Mädchen an und erfuhr so von ihrer und Benny’s misslicher Lage. Sie richtete daraufhin ein flehendes Gesuch an ihren Mann, den sie schliesslich davon überzeugen konnte, die beiden bei sich aufzunehmen!

Balg zeigte sich natürlich überglücklich über das Angebot der beiden und tanzte regelrecht vor Freude, bevor Rusteline diesem glücklichen Ende des Stücks, auch nochmal gesanglich Ausdruck verlieh, wobei sie kräftige Mithilfe vom Publikum erhielt. Ein würdiger Abschluss, für dieses wunderbar, anrührende Julfest-Theaterstück!

Obwohl, ganz zuende war das Stück noch nicht, da natürlich noch der traditionelle Abschiedstanz aller Darsteller folgte, der von Jubel und heftigem Feuerwerk, seitens der Zuschauer, begleitet wurde. Oft schon hatte ich diesen Tanz als Zuschauer mit anschauen dürfen und war nun umso stolzer, dieses Mal selbst mittanzen zu dürfen! Obgleich ich mich, bei meinem Auftritt, einmal kurz verhaspelt hatte, wurde ich hernach sehr gelobt und war froh, diese Erfahrung als Schauspieler, einmal mitgemacht zu haben. Danke, für dieses grossartige Theaterstück, liebe Pandorradis!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Pandorradis

    Ich muss mich bei dir bedanken, lieber Beuno. Sehr schöner Bericht und sehr gut gespielt. Falls du den Beruf wechseln willst, melde dich.
    Liebe Grüße
    Pando

    • Beuno Willowtree

      Ich danke, für dein nettes Lob, liebe Pando! Es war eine tolle Erfahrung für mich, aber auf Dauer wohl zu aufregend! *kicher* 😀

  2. Leider konnte ich das Theaterstück nicht komplett sehen. Danke für den Bericht Beuno.

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