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Was ist denn das? – Teil 54

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Informativer Beitrag. Heute, werte Leser, widmen wir uns einem Instrument, zu dem es mehr zu sagen gibt, als sich die meisten von Euch vorstellen können, der Flöte! Leider gibt es bei den Musikalienhändlern in Mittelerde nur eine ganz bestimmte Art zu erwerben, auch Querflöte genannt. Aber jeder, der ein Schnitzmesser sein eigen nennt, Weiß, dass man aus einem Stück Schilfrohr oder einem Ast, auch sehr schnell eine Flöte herstellen kann, die allerdings meistens wegen der mangelnden Präzision nicht für ein Orchester geeignet ist.

Heute: Flöte

Bei allen Flöten wird der Ton durch einen Luftstrom erzeugt, der geteilt wird und so zu schwingen gebracht wird. Es gibt Flöten, die über einen Kernspalt verfügen und damit den Luftstrom teilen, es gibt andere, da muss der Musikant mit den Lippen oder der Zunge durch Geschicklichkeit selbst den Luftstrom an einer Anblaskante teilen. Eine davon ist die Querflöte, werte Leser. Das Rohr und die Bohrungen der Flöte dienen dann „nur“ zur Modulierung des Tones, da der Ton immer höher wird, je weniger Rohr unter dem Kernspalt noch geschlossen ist.

Beginnen wir also mit der Querflöte, werte Leser.

Querflîte

Der Musiker bläst die Flöte über die Anblaskante an. Diese ist ein Loch, das oben auf der Flöte gebohrt wurde.

Querflîte anblasen

Daher wird die Querflöte auch seitlich gehalten und nicht nach unten wie eine sogenannte Blockflöte. Die Verfasserin vermutet, dazu ließ sich leider in der Literatur nichts finden, dass der Name der Flöte auch genau daher kommt.

In der Regel wird die Flöte aus Hartholz hergestellt aber gerade aus zwergischer Fertigung wurden auch schon Querflöten aus Silber oder gar aus Gold gesehen, werte Leser.

Metallflîten

Eine Flöte, die ebenfalls ohne „Kernspalt“ arbeitet, ist die Panflöte. Diese soll aus dem fernen Rhun kommen, werte Leser, wo immer das auch sein mag. Das besondere an dieser Flöte ist, dass die Töne nicht durch Löcher im Flötenrohr moduliert werden sondern dass unterschiedlich lange Rohre einfach zu einem Instrument zusammengefasst werden und der Musiker daher die Flöte ständig hin und her bewegen muss, wenn er mehr als einen Ton spielen will. Daher haben es auch nur wenige zu einer wirklichen Meisterschaft auf diesem Instrument gebracht, wie in den Büchern über Instrumentenbau nachzulesen ist.

Panflîte

Die Tonerzeugung ist einfach, werte Leser, der Musikant bläst den Luftstrom über die Öffnung, so dass nur ein Teil in diese hinein geht, wie auch bei der Querflöte. Jeder, der schon einmal eine leere Flasche oder ein Stück Binse so angeblasen hat, weiß grundsätzlich wie eine Panflöte funktioniert. Der schnelle Wechsel der Töne durch die verschiedenen Rohre ist das Problem.

 

Blockflöte

Diese Flöte möchte die Verfasserin als Beispiel einer Flöte mit Kernspalt verstellen, von denen es die verschiedensten Ausführungen gibt.

Blockflîte

Hier wird der Ton nicht durch die Geschicklichkeit des Musikers erzeigt, die Flöte ist vielmehr so aufgebaut, dass der Luftstrom, der eingeblasen wird, durch das Labium geteilt wird und damit zum Schwingen gebracht wird, werte Leser.

Tonerzeugung Blockflîte

Auch eine einfach selbstgeschnitzte Holzflöte arbeitet nach dem gleichen Prinzip, werte Leser.

einfach Flîte

Wie Ihr seht, werte Leser, ist das Prinzip, wie eine Flöte einen Ton erzeugt, immer dasselbe und auch wenn Holz das bevorzugte Material für Flötenbauer ist, so kann man selbst aus Metall, zumindest wenn man ein Zwerg ist, eine gut klingende Flöte bauen.

Ein besonders „makaberes Stück“ das angeblich einer Horde Bilwisse in den Einsamen Landen von einem Helden, der hier nicht näher benannt werden möchte, abgenommen worden sein soll, ist diese Knochenflöte, werte Leser.

Knochenflîte

Nun die Verfasserin mag nicht darüber spekulieren, die Knochen welches Lebewesens dafür Verwendung gefunden haben.

Jedenfalls zeichnet sich die Flöte, so generell, durch einen reinen und klaren Ton aus, werte Leser und ist aus der Musik Mittelerdes nicht mehr weg zu denken.

M.Fl. für A.W.
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Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

4 Kommentare

  1. Bibernella sagt

    Wieder sehr schön erklärt! Danke!
    Das mit der Knochenflöte ist schon ein bisschen gruselig, aber *neugierig* wie klingt sowas?

  2. Beuno Willowtree sagt

    Das Flöten doch so komplex sein können, wusste ich bisher garnicht! Toll erklärt , liebe Mai! Da habe ich wieder einiges hinzu gelernt! :)
    So einen Knochen würde ich aber auch nicht in den Mund nehmen! *würg*

  3. Mairad Flinkfuss sagt

    Auch nicht anders wie eine normale Flöte, ich habe es ausprobiert auch wenn es mich dabei gegruselt hat

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