Informatives
Kommentare 4

Was ist denn das? – Teil 53

Informatives1

Informativer Beitrag. Werte Leser, die Verfasserin kann mit Fug und Recht sagen, dass dies ihr absolutes Lieblingsinstrument ist dass das sie dieses auch am besten von allen beherrscht.

Heute: Klarinette

Klarinette

Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument mit zylindrischer Bohrung. Ihr Mundstück ist einem einfachen Rohrblatt ausgestattet.

Die Rohblätter, zumeist aus Bambus, werden auf dem Mundstück so befestigt, dass das vordere Ende quasi über dem Mundstück „schwebt“ und dann wird dieses mit der Lippe oder mit den Zähnen, jeder Klarinettist hat das so seine eigene Technik, auf das Mundstück gepresst. Der Ton entsteht durch das Schwingen des Bambusholzblattes auf dem Mundstück. Alles drumherum dient nur der „Modulation“ des Tones.

Der Korpus der Klarinette besteht üblicherweise aus Grenadillholz, manchmal auch aus Buchsbaum- oder Ebenholz. Die Klappenmechanik ist in der Regel aus Silber, selten aus Gold oder Nickel.

Grenadill

Um einfacher hergestellt, transportiert und gewartet werden zu können, besteht die Klarinette aus fünf getrennten Teilen, die mit korkbelegten Zapfen ineinander gesteckt werden:

Aufbau- dem Mundstück (auch Schnabel genannt),
- der Birne (auch Fass genannt),
- dem Oberstück,
- dem Unterstück
- und dem Trichter

Der Trichter wird auch Becher, Stürze, Schallstück oder Schallbecher genannt. Er ist für den Klang der tiefsten Töne ausschlaggebend.

Am Ober- und Unterstück befinden sich die Tonlöcher und Klappen. Auf der Rückseite des Unterstückes ist ein Halter angebracht, so dass das Instrument auf dem Daumen gehalten werden kann.

Zum Stimmen des Instrumentes verwenden Klarinettisten einerseits Birnen unterschiedlicher Längen, andererseits kann auch die Birne einige Millimeter aus dem Oberstück gezogen werden, um tiefer zu intonieren.

Meine Clarinette

Klarinette der Verfasserin auseinandergenommen

Durch den Luftstrom, der vom Musiker in das Instrument geblasen wird, beginnt das am Mundstück befestigte Rohrblatt zu vibrieren. Dadurch entsteht eine Schwingung in der Luftsäule Die Klarinette verhält sich dabei wie ein einseitig geschlossenes zylindrisches Rohr (am Mundstück geschlossen, am Trichter offen). Das heißt, nur ein Viertel der Wellenlänge befindet sich im Rohr. Daher klingt die Klarinette bei gleicher Rohrlänge eine Oktave tiefer als die Flöte, die ein beidseitig offenes Rohr ist, bei dem sich die halbe Welle im Rohr befindet.

Die Artikulation erfolgt bei der Klarinette meistens durch einen Zungenschlag (auch als Zungenstoß bezeichnet), kann aber für besonders weich einsetzende Töne auch durch den kontrolliert unterbrochenen Luftstrom allein erfolgen.

 

historische KlarinetteNun werte Leser, das war bisher alles sehr theoretisch und wahrscheinlich nur für die Musiker unter Euch verständlich.

Die Klarinette ist wenn man so will die Weiterentwicklung einer einfachen Holzflöte. Nicht immer schon war das Instrument mit einer solch raffinierten Mechanik versehen. Diese hat auch nur den Zweck, Halbtöne besser spielen zu können und den Tonumfang des Instrumentes zu vergrößern, denn egal wie geschickt man ist, man hat trotzdem nur 10 Finger, werte Leser.

Was muss ich beachten als Klarinettist? 

Nun, werte Leser, die Klarinette ist ein „anspruchsvolles“ Instrument. Anders als bei der Sackpfeife braucht man wenn man beginnt, eine gewisse Zeit, um die richtige Technik zu finden, klare Töne, die bei der Klarinette meist weich und voll klingen, zu erzeugen. Wenn man ein ganz neues Instrument erwirbt, dann darf man nicht gleich „drauflos“ spielen, oh nein. Da die Atemluft feucht ist, muss man das Instrument erst nach und nach einspielen, damit der Holz nicht reißt und das Instrument von außen immer gut mit einem Holzöl behandeln.

Nach Ansicht der Verfasserin ist das Instrument aus der Musik Mittelerdes nicht weg zu denken.

M.Fl. für A.W.
Kategorie: Informatives

von

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

4 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Da ist die Klarinette wirklich viel komplexer, als ich bisher immer dachte! *staun* Vielen Dank, für die ausführliche Vorstellung, liebe Mai! :D

    • Mairad Flinkfuß sagt

      Danke Beuno. Es gäbe noch so viel mehr zu sagen. Musste mich zusammen reißen dass es nicht zu ausführlich wird.

  2. Du hast völlig Recht, liebe Mairad! Nach dem ich meine Fingerchen mehrfach nachgezählt habe, kann ich dis nur bestätigen. Es sind 10 und egal wie flink ich auch auf der Klarinette spiele und es manchmal ausschaut als als währen es mehr bleibt die Anzahl meiner Fingerchen unverändert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>