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Was ist denn das? – Teil 49

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Informativer Beitrag. Jeder kennt sie, die Sackpfeife oder auch den Dudelsack, manche lieben sie, manche hassen sie. Und es ist ein Instrument mit vielen Besonderheiten.

Heute: Sackpfeife oder auch Dudelsack

Das Wort „Dudelsack“ kommt von ´“Dudeln“, einem Wort aus Forochel, das so viel heißt wie „mit einem Kuhhorn Töne machen“. Nun woher der Wortteil „Sack“ kommt, ist wenn man einen Blick auf das Instrument wirft, nicht schwer zu erklären.

Es gibt die verschiedensten Typen von Sackpfeifen aber alle haben Gemeinsamkeiten. Das Melodierohr, das wie eine Flöte mit Bohrungen versehen ist, die dazu da sind, die Töne zu modulieren, mindestens ein „Bordun“-Rohr, ein Blasrohr und einen zumeist aus Tierhaut, gerne Ziegenleder, gefertigter Sack. Im Dunland wird der dieser Sack gern zusätzlich mit Stoff bezogen in den Farben der jeweiligen Familien, auch Clans genannt.

Bagpipe 1

Einfache Sackpfeife

Hochlanddudelsack

Große Hochland Sackpfeife

Mit dem Blasrohr wird der Sack „aufgeblasen“ und dem Arm ein gleichmäßiger Druck erzeugt, so dass ein geübter Spieler mit dem Dudelsack einen langanhaltenden Ton spielen können ohne die bei der Klarinette oder dem Pibgorn nötigen Atempausen. Das Blasrohr ist in der Regel mit einem Rückschlagventil versehen und daher bleibt die Luft, die einmal hineingeblasen wurde auch drinnen, bis sie „herausgedrückt“ wird.

Die meisten Sackpfeifen haben nur eine Spielpfeife oder auch Melodierohr. Leider ist der Tonumfang des Dudelsackes damit auf etwa eine Oktave beschränkt.

Die Töne werden bei der Sackpfeife genau so erzeugt wie bei dem Pibgorn, durch Rohrblätter. Für das Melodie-Rohr, werden in der Regel „doppelte Rohrblätter“ benutzt.

Melodir Rohr

Für das oder die Bordun-Pfeifen werden einfach Rohrblätter genommen.

Bordun-Rohrblatt

Die Rohrblätter für Spiel- und Bordunpfeifen werden aus Schilfrohr hergestellt.

 

Was bedeutet nun „Bordun“, werte Leser? 

Bordun bezeichnet einen Halteton, der zur Begleitung einer Melodie gespielt wird. Der Bordun stellt eine bereits sehr lange bekannte, einfache Art der Mehrstimmigkeit dar. Als Bordun wird zumeist der Grundton der jeweiligen Tonart verwendet oder die reine Quinte zum Grundton.

Quinten

Das heißt, wenn die Melodiepfeife in D gestimmt ist, ist der Bordun entweder ein D oder ein A. Das ist auch die häufigste Art der Bordun. Mitunter erklingen auch beide Töne gleichzeitig als sogenannte Bordunquinte ( wie zu Beispiel bei der Marktsackpfeife A+e, die Melodie hat den Grundton A) Eine Abwandlung besteht darin, zum Grundton als zweiten Bordunton dessen Unterquarte, also die um eine Oktave nach unten verlegte reine Quinte zum Grundton, erklingen zu lassen (wie zum Beispiel beim sogenannten „Hümmelchen“ Borduntöne c⁰+f⁰, Melodie auf Grundton F). Auch andere Töne und Kombinationen von Tönen sind als Bordun möglich und in Gebrauch, so die große und und kleine Terz (meist zusammen mit Grundton und Quinte), die kleine Septime meist allein wie zum Beispiel bei der Großen Hochland Sackpfeife (Great Highland Bagpipe: Borduntöne A+a⁰+a⁰, Melodie auf H) oder die große None (meist zusammen mit der Quinte, z. B. Marktsackpfeife: Borduntöne A+e⁰, Melodie auf Grundton D).

M.Fl. für A.W.
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Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

5 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Klasse! Sehr ausführlich und anschaulich erklärt, liebe Mai! Ich habe wieder jede Menge dazugelernt! :D Respekt, für dein tiefgreifendes Wissen!

  2. Bibernella sagt

    Sehr interessant, auch wenn ich den Klang von den Säcken immer etwas durchdringend empfinde. Wenigstens verbreiten sie meiste gute Laune!

  3. Vielen Dank liebe Mai, daß du uns mal dis Dudeltröt etwas erklärt hast. Nach dem Piepsetröt (Pibgorn) spiele ich Dudeltröt am zweitliebsten. Es pfeift und dudelt, dis mag ich voll gerne. Mein drittliebstes Instrument ist die Harfe weil meine Mamas sagen, ich würde damit wie ein kleines Eengelein aussehen.

  4. Tulpeline sagt

    Also ich persönlich kann die Sackpfeife nicht so gut spielen. Ich finde das Instrument sehr schwer zu Spielen.

    ((Mega toller Artikel Mai =) sehr spannend geschrieben und ich habe auch noch etwas gelernt.))

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