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Was ist denn das? – Teil 48

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Informativer Beitrag. Werte Leser, in dieser Rubrik, die man also auch „Was dudelt denn da“ nennen könnte, möchte Euch die Verfasserin in den nächsten Wochen einige Musikinstrumente vorstellen. Beginnen wir heute mit dem Pibgorn, dem Instrument, das man wohl entweder liebt, wie die Freundin der Verfasserin Petaline oder hasst, wie die Kapellmeisterin Fincin.

Heute: Pibgorn

Pibgorn stammt wohl aus dem Dunland (Wales), wo immer das auch sein mag und gehört zur Instrumentenfamilie Einfachrohrblattinstrument. Es hat sechs Grifflöcher und ein Daumenloch, was leider nur den Tonumfang einer diatonischen Oktave ergibt.

Der Korpus des Pibgorns ist aus Holz, meist Hartholz. Es wird erzählt, dass in vergangenen Zeiten auch Stein oder Bein für das Melodierohr Verwendung gefunden haben sollen. Das Rohrblatt wird von einer Windkapsel aus Horn bedeckt. Am unteren Ende dient ein deutlich gebogenes Horn zur Verstärkung des Schalls. Es handelt sich dabei tatsächlich um Horn, werte Leser, also Horn einer Kuh, wie es auch für Trinkhörner Verwendung findet.

Die Tonerzeugung des Pibgorns erfolgt ähnlich wie bei einer Klarinette. Das in der Windkapsel verborgene Rohrblatt wird zum Schwingen gebracht. Anders als bei der Klarinette, bei der das Rohrblatt auf einem extra dafür angefertigten Mundstück ruht, ist das Rohrblatt beim Pigborn eigentlich kein „Blatt“ sondern eher ein Stück Bambus oder auch ein Strohhalm, der an einer Seite eingeschnitten wird. Die gleiche Art der „Tonerzeugung“ wird bei der Sackpfeife verwendet, der wir uns nächste Woche widmen werden.

Durch die Löcher im Melodierohr kann man sodann die Töne auch modulieren.

Insgesamt ist das Pibgorn ein Instrument, das aufgrund seines Aufbaus einen leicht „quäkigen“ Klang hat und ist daher als Solo-Instrument wenig geeignet ist aber in einer Kapelle sehr gut zur „Untermalung“ genutzt werden kann.

M.Fl. für A.W.
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von

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

6 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Wunderbar! Endlich erfährt man mal etwas mehr, über dieses absonderliche Instrument! Tolle Vorstellung, liebe Mai, ich konnte nur staunen! :D

    (( Ich wusste bisher ehrlich nicht, dass es diese Dinger auch in echt gibt! Dankeschön, liebe Mai! *kicher* ))

  2. Mairad Flinkfuß sagt

    Danke lieber Beuno ((hab mir eins in Wales bestellt nur da werden die noch gebaut))

  3. Bibernella sagt

    Oha, ich dachte erst, das sind neumodische Krautpfeifen- aber nein, es sind Musikinstrumente. Interessant!
    Kann man die irgendwo mal hören?
    ((Danke, die kannte ich noch überhaupt nicht))

  4. Juhuuuu! Ein Artikel über mein Lieblingsinstrument! Vielen Dank Mai, daß du dieses wunderbahre Piepsetröt der breiten Öffentlichkeit mal näher bringst!

    Zu Beginn meiner Bardentätigkeit habe ich aus Verehrung für dieses häufig verächtlich verschmähte Instrument so manchen Zuhörer ezwas überfordert. So macher lief mit blutenden Ohren davon. Ich arangierte es früher sehr dominant in meinen Stücken. Leider habe ich es mir damit auch bei meinen Musikernkollegen der Ziehenden Musikanten verschätzt, die ich danach nicht mehr überreden konnte, meine Noten einzuüben.

    Diesem Umstand jedoch habe ich zu verdanken, daß ich meine eigene Bardengruppe mit Verwandten Hobbits gründete. Die Flauschfüßchen. Und dis Piepsetröt spielt häufig noch immer mit, wenn auch viel dezenter als früher.

    Die größte Freude machten mir die Mondbarden, als sie mit uns Flauschis zusammen meine Noten spielten. Damit haben mir die Mondbarden eine riesige Freude gemacht.

    Da bin ich mal gespannt, was Meirad über mein zweitliebstes Instrument, dis Dudeltröt (Dudelsack), zu erzählen weiß.

  5. Tulpeline sagt

    Ja so in einer grösseren Band klingt das Instrument ganz gut. Aber letztens habe ich jemand gehört der das Solo gespielt hat und da bin ich schnell weiter gegangen.

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