Berichte

Vierzehnter Grosser Keilermarkt in Bree erfolgreich abgehalten!

Regelmässig, ungefähr zweimal im Jahr, setzt Fräulein Tunvil Wintermond, zusammen mit ihren zahlreichen Helfern, Freunden und Verbündeten, sämtliche Räder in Bewegung, um den mittlerweile sehr populären ‚Keilermarkt‘, für die ansässige Bevölkerung und zahllose Besucher, auf die Beine zu stellen. Auch am vergangenen Sonntag, war es wiedermal soweit und die Besucherströme bahnten sich ihren Weg gen Bree, um dort, ab der achten Abendstunde, an den Verkaufsaktivitäten teilnehmen zu können, falls sie nicht schon eine Stunde früher, beim einführenden Theaterstück, anwesend gewesen waren.

 

Fräulein Tunvil dankte der Theatertruppe recht herzlich und fasste sich, bei ihrer Begrüssungsansprache, kurz und bündig, was den erwartungsvollen Marktbesuchern ganz recht zu sein schien. Sie gab einen kurzen Ablauf über das folgende Geschehen zum Besten und kündigte die beiden Musikgruppen, die das Verkaufsgeschehen auflockern sollten, mit lobenden Worten an. ‚Die Bunten Vögel mit Schall und Rauch‘ und ‚Die Fäustlinge‘, spielten in gegenüberliegenden Nischen des Marktplatzes auf und zeitgleich mit ihren ersten Noten, erklärte Organisatorin Tunvil, den ‚Vierzehnten Grossen Keilermarkt‘ offiziell für eröffnet!

Auch wir vom ‚Smialtörtchen‘ – Faroweis Birnhaag, Torbol Prallwams und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree – machten uns daran, unser Backfeuer anzuzünden, um erneut unsere Pfannkuchen für die Marktbesucher anbieten zu können. Diesesmal lag unser Verkaufsstand, den wir mit Fräulein Maiglockli teilten, die leckeren, gekochten Tee und Honigspezialitäten feilbot, genau zwischen dem von Herrn Olodriel und dem Auftrittsort der ‚Rauchenden Vögel‘. Herr Githjan versorgte sich – in Abwesenheit von Herrn Bango – als einer der Ersten mit einem Nougatpfannkuchen.

Eines der ‚Urgesteine‘ des ‚Keilermarktes‘, ist natürlich der ‚Farben-Elb‘, Herr Olodriel, vom Handelshaus ‚Lykos‘, der noch nie bei dieser Veranstaltung gefehlt hat und natürlich wieder seine selbstgefertigten Kleidungsfarben anbot! Gleich zu Anfang des Marktes, fand sich Herr Sundo vor Olodriels Farbenkarren ein und fragte wohl nach gelber Farbe für seine ‚Bockländer Nerze‘, die der patente Grenzerhauptmann hier auf dem Keilermarkt, zu verkaufen gedachte.

Natürlich sollte es am Ende des Verkaufsgeschehens, auch dieses Mal wieder eine grosse Tombola geben, für welche der Losverkauf schon früh begann. Fräulein Rusteline brachte, mit Unterstützung von Herrn Thorwien, zahlreiche Gewinnabschnitte unter die Marktbesucher, die dafür rasch eine lange Schlange vor der charmanten Losverkäuferin bildeten, alle in der Hoffnung, später einen der wertigen Preise einheimsen zu können.

Pünktlich zur achten Abendstunde, hatte der Auftritt der ‚Bunten Vögel‘ begonnen, die wieder zusammen mit ‚Schall und Rauch‘ eine Einheit bildeten und zu welchem sich zunächst fast sämtliche Besucher, rund um Herrn Ordosig und seine Mitmusikanten, gescharrt hatten, sodass die Verkaufsaktivitäten nur sehr zäh starteten. ‚Die Bunten Raucher‘ legten erneut eine formidable Darbietung aufs Parkett und sorgten damit für viele offenstehende Münder!

In meiner ersten Pause vom Verkauf bei ‚Smialtörtchen‘, suchte ich gleichmal das Büdchen von Fräulein Ivinil auf, die wieder die besten Rauchwaren aus ganz Mittelerde im Sortiment hatte. Sie hatte sogar meine Lieblingssorte ‚Gamwichflechtenkraut‘ zur Hand, sodass ich mich, wenn es auch nicht ganz günstig war, ordentlich damit eindecken konnte. Sie bediente mich so zuvorkommend und freundlich, dass mir die zehn Silberstücke, am Ende garnicht mehr wehtaten!

Für Recht und Ordnung, waren auch bei diesem Markt wieder die ‚Stadtwache von Bree‘ – Hier die Herren, Amryng und Raston – zuständig, die für diesen Anlass wieder ihre besten Dienstuniformen angelegt hatten. Zum Glück hatten sie wohl nur wenig zu tun und schreckten potenzielle Diebe und Störenfriede, alleine schon durch ihre blosse Anwesenheit ab. Ich als Marktbesucher, fühlte mich jedenfalls erheblich sicherer, da ich um die Präsenz dieser fähigen Truppe wusste! 

Seite an Seite, hatten Rüstungsschmied, Herr Tomlyn und Waffenhändler, Herr Keevan, ihre Verkaufsstände errichtet, der eine mit seiner Auswahl an Werkzeugen und metallenen Schutzkleidung, der andere mit den dazu passenden Schwertern, Dolchen und Kriegshämmern! Ich hätte mir sogar eine gusseiserne Pfanne bei Herrn Tomlyn kaufen können, die mir der findige Schnurrbartträger spontan anbot, derart umfangreich war das Repertoire der Händler! Respekt!

Fräulein Yome’s Stand, war stets gut besucht, soweit ich das den Abend über beobachten konnte. Sie bot aber auch etwas ganz besonderes an: lebende Haustiere und tierische Begleiter! Die niedlichen – und teilweise auch gefährlichen – Gesellen wurden ihr quasi aus den Händen gerissen! Auch Fräulein Kleinhummelpo konnte da nicht ’nein‘ sagen und besah sich die zahlreichen Käfige ganz genau, bevor sie ihre Wahl traf. Die gute Yome hatte sicherlich einen guten Umsatz erzielt!

Am anderen Ende des Marktgeländes spielten derweil die Musiker von ‚Durins Faust der Gerechten‘ munter auf! Das Quintett, rund um ihren Fürsten Kriso, hatten natürlich wieder ihre schmissig-tanzbaren Melodien am Start, mit denen sie quasi garnichts falsch machen konnten, was auch die Zuhörer so sahen, darunter auch Frau Stepfusia, die Herrn Kriso wiedermal arg umgarnte und ihm ständig schöne Augen machte! Olala!

Die ‚Grenzerbrüder‘, Kelko und Sundo Breitfusz, hatten dieses Mal auch ihren eigenen Verkaufsstand, wo sie, von Sundo höchtselbst gefertigte, ‚Bockländer Nerze‘ anboten. Dabei handelte es sich um Regenmäntel, welche dereinst erstmals in Bockland Furore gemacht hatten. Obwohl es nicht regnete, trugen Sundo und Kelko, die Nerze selbst und waren somit quasi ihre eigenen Schaufensterpuppen! Trotz des fehlenden Niederschlags an diesem Abend, machten sie erstaunlich guten Umsatz, wie mir Sundo später – selbst überrascht und erfreut darüber – noch stolz offenbarte!

Auch die guten Freundinnen, Fräulein Sahma und Fräulein Azaline, hatten sich erneut für den Markt zusammengeschlossen und verkauften alle Arten von Mobiliar an ihrem eindrucksvollen Stand. Auch meine Wenigkeit war ganz verzückt vom grossen Angebot der beiden Hobbitdamen und konnte mich garnicht entscheiden, was ich denn nun kaufen sollte. Am Ende besann ich mich darauf, was ich wirklich brauchte und erstand einen schönen ‚Geweih-Deckenleuchter‘, der mittlerweile schon mein Smial schmückt!

Als ich zum ‚Smialtörtchen-Stand‘ zurückkam, versuchte Thorwien gerade, Olodriel eine neue Farbe für sein ‚Steckenpferdchen‘ aus den Rippen zu leiern! Fräulein Kleinhummelpo, riet Thorwien zu einem ‚knalligen Orange‘, während Fräulein Erdina, sich das ganze ‚Schauspiel‘ amüsiert mit anhörte und dabei einen leckeren Honigtee schlürfte, den sie gratis bei Fräulein Maiglockli bekommen hatte.

Schlag neun Uhr, wurden die Verkaufsaktivitäten dann pausiert, da nun eine aussergewöhnliche ‚Show-Nummer‘ auf dem Programm stand. Herr Thorwien ‚parkte‘ sein Holzpferd kurz, um die sagenumwobene Magierin ‚Morgana‘ mit prägnanten, lautstarken Worten, anzukündigen!

Thorwien: ‚WERTE DAMEN UND HERREN, FÜRCHTET EUCH! DENN NUN KOMMT DIE FAMOSE MAGIERIN MORGANA!‘

Alle hielten den Atem an, als die maskierte Magierin – die mir irgendwie seltsam bekannt vorkam – dann vor den Keilerbrunnen trat und mit sonorer Stimme, ihre Zuschauer begrüsste.

Tunvil: ‚HOCHVEREHRTES PUBLIKUM! ICH GRÜSSE EUCH! LASST EUCH VON MIR, DER GROSSEN MAGIERIN MORGANA, MITNEHMEN IN EINE WELT DER MAGIE …‘

Dann brach ein wahres Spektakel der Zauberei los, welches uns alle, mit offenen Mündern gaffen liess! Morgana beschwor gruselige Tiere aus dem Nichts, liess den Boden unter unseren Füssen versumpfen, wirkte Heil- und Kräftigungszauber und verwandelte sogar einen Freiwilligen Menschenherren aus dem Publikum, in einen ausgewachsenen Braunbären! Einjeder war zutiefst beeindruckt, zumal wir tatkräftig beim ‚Magiewirken‘ mithalfen, indem wir mehrfach – auf Anweisung Morganas hin – die Zauberformel ‚Simsalabim‘ brüllen durften! Frenetischer Jubel war der wohlverdiente Lohn, für die talentierte Magierin, als sie sich am Ende ihrer wundervollen Show, tief verbeugte und sich genauso wieder in die Luft auflöste, aus der sie am Anfang auch erschienen war! Bravo!

Hernach wurde dann nochmals der allgemeine Handel aufgenommen, wobei sich alle wieder etwas beruhigen konnten, hatte die vorherige Darbietung doch nicht wenige, ordentlich in Angst und Bange versetzt! Ich schaute bei den Schmuck und Kleidungshändlern, Fräulein Maghana und Herrn Stratovarius, vorbei, Ich war von ihren edlen Waren – und Preisen – sehr beeindruckt und erstand schliesslich einen schönen, silbernen Ring für faire 2 Silberstücke!

Das Verkaufsgeschehen ging dann langsam dem Ende entgegen, als es auf die zehnte Abendstunde und damit auf die ‚Grosse Tombola‘ zuging. Während Zwergenherr Gimpf und das Hobbitfräulein Fernora, sich noch an den letzten Klängen der ‚Schallenden Bunten‘ erfreuten, nutzten wir, vom ‚Smialtörtchen-Stand‘, die Gelegenheit für eine Gruppenskizze der Belegschaft, zu welcher an diesem Markttag, ja auch das Fräulein Maiglockli gehört hatte.

Der offizielle Teil des Marktes endete dann traditionell, mit der grossen Tombola, zu der sich alle Anwesenden nocheinmal um den namensgebenden ‚Keilerbrunnen‘ versammelten, wo die Fräuleins Tunvil und Rusteline, sowie Herr Thorwien, höchst wertige Preise unter den Marktbesuchern verlosten. Doch der grösste Gewinn für alle, war wohl schon vor Beginn der Ziehung, dieser tolle Keilermarkt gewesen, dem es schon jetzt gelungen war, allen Teilnehmern ein glückliches Lächeln aufs Gesicht zu zaubern!

Die drei hatten den Rand des Keilerbrunnens erklommen, um, vor aller Augen, die Auslosung der zahlreichen Preise vorzunehmen. Wie immer, hatte sich Tunvil zu jedem Gewinn, eine charmante Beschreibung einfallen lassen, was diese ‚Keilermarktverlosungen‘, stets zu etwas ganz Besonderen macht, selbst wenn man leer ausging, wurde man wenigstens aufs Beste unterhalten!

Nach etlichen wunderbaren, kuriosen und hochwertigen Preisen, durfte sich die Dame Gonthael, am Ende der Tombola, über den absoluten Hauptpreis – einen hochdotierten Eimkaufsgutschein (1000 Shop-Punkte) freuen, dessen Wert sie vor Freude, nahezu sprachlos werden liess! Alle applaudierten und gratulierten der Dame Gonthael ausgiebig, während Marktorganisatorin, Tunvil Wintermond und ihre Mitstreiter, Rusteline und Thorwien, sich bereits für das Kommen und Mitmachen aller Anwesenden bedankten und ihnen viel Spass beim nun noch folgenden ‚Nach-Markt-Musik-Programm‘ wünschten!

Die ‚Bragos‘ bestritten, zusammen mit den ‚Silberdisteln‘, dieses besagte Konzert, das zu einem der Höhepunkten der musikalischen Keilermarkt-Darbietungen gehörte! Das war wohl der Tatsache geschuldet, dass die Kombination der beiden Kapellen so wunderbar zueinander passte und beide sich hervorragend ergänzten. Die noch gebliebenen Marktbesucher, hatten jedenfalls sichtlich ihre Freude an der schönen Musik! Leider musste ich dann, bereits vor Ende dieses Auftritts, aufbrechen, war mir aber gewiss, dass dieses ‚gemischte Doppel‘, seine Zuhörer noch sehr lange gut unterhalten würden! 

So endete für mich, ein weiterer, grossartiger Keilermarkt, dem es erneut gelungen war, seine Besucher, zu Erstaunen, zu Verzaubern und auf ganzer Strecke, zu Überzeugen! Respekt und grossen Dank, an Marktleiterin Tunvil, ihre vielen Helfer, alle Musiker und sämtliche Besucher und Händler, für dieses – zum vierzehnten Mal! – einzigartige Erlebnis!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Tunvil Wintermond

    Vielen lieben Dank Beuno für deinen tollen Bericht und die so herrlich farbenfroh gemalten Bilder.
    So konnte ich mir all die schönen Momente noch einmal in Erinnerung rufen.

  2. Es war ein schöner Markt auch wenn ich dieses mal leider nicht so viel Umsatz gemacht habe.

    Ein schöner Artikel Beuno.

  3. Hach, lieber Beuno… ich bin jedesmal aufs Neue begeistert, wenn ich Deine Berichterstattungen lese. Die Bilder erwachen zum Leben und man kann förmlich alles nochmals miterleben!
    Auch schätze ich ungemein, wie Du kleine Details, die oft am Rande ablaufen, so wunderbar in Szene setzt und stets alle in Deinen Berichten mit einschließt, die in irgendeiner Weise an einer Veranstaltung mitwirkten.
    Nur weiter so! Es ist mir immer ein Genuss und ich glaube, mit dieser Meinung bin ich weithin nicht alleine *schmunzelt und klopft ihm auf die Schulter*

    • Beuno Willowtree

      Huii, was für ein tolles Lob! *rot werd* Dankeschön, lieber Ordo! *freu* 😀
      Schön, dass Dir der Bericht gefallen hat! 🙂

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