Berichte

Verbund für Hobbitisches Brauchtum: Würfelturnierneuauflage ausgespielt!

Am vergangenen Sonntag war es wiedermal Zeit, sich im ‚Grünen Drachen‘ zu Wasserau zu versammeln, um am Brauchtumabend des ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ teilzunehmen. Ab der achten Abendstunde, stand dort die Wiederholung des ausgefallenen ‚Würfelspielabends‘ auf dem Programm, der beim letzten Treffen wegen zuweniger Besucher, nicht zustandegekommen war.

 

Auch dieses Mal sah es zunächst wieder nicht rosig aus, traf ich bei meinem Eintreffen im ‚Grünen Drachen‘, doch lediglich auf Faroweis Birnhaag, der es sich überpünktlich, vor dem Kamin bequem gemacht hatte. Obwohl die Uhr bereits auf fünf Minuten nach Acht stand, war von der Verbundvorsitzenden, Tulpeline Schweinepfote, oder weiteren Besuchern, noch nichts zu sehen. Faroweis war gerade dabei, mich zu beruhigen, als die patente Grenzerin dann doch noch zu uns stiess und sich nach der Begrüssung, ersteinmal für ihre leichte Verspätung entschuldigte.

Ihr war ein Steigbügel an ihrem Pony gerissen, weswegen sie langsamer hatte Reiten müssen, als geplant. Wir versicherten Tulpeline, dass wir dafür Verständnis hatten und verwiesen darauf, dass sowieso noch nicht genügend Mitspieler fürs Würfeln zugegen waren und so kein Nachteil, oder Zeitverlust, entstanden war. Die Verbundvorsitzende stimmte uns zu und entschied, dass wir mindestens vier ‚Würfler‘ bräuchten, um ein sinnvolles Turnier absolvieren zu können. So bereiteten wir uns auf eine erneute Wartezeit vor und wollten es uns gerade gemütlich machen, als wir die Eingangstür schlagen hörten und kurz darauf, Torbol Prallwams um die Ecke getrippelt kam. Freudestrahlend und jubelnd, begrüssten wir den Smialtörtchenmitarbeiter äusserst herzlich, der garnicht so recht wusste, wie ihm geschah!

Wir erklärten ihm, dass er mit seinem Erscheinen, soeben den Würfelabend gerettet hatte und liessen ihn nochmal Hochleben, was den passionierten ‚Gelbwamsträger‘ sichtlich stolz machte und sogar leicht erröten liess. Torbol war quasi noch ein ‚Würfelneuling‘, weswegen wir ihm kurz die wichtigsten Grundregeln erklärten und ihn dann ins ‚kalte Wasser‘ warfen, indem wir einfach mal mit der ersten Spielrunde begannen. ‚Lernen durchs Tun‘ lautet bekanntlich Tulpelines Motto – und das nicht nur beim Würfeln -, welches sie nun auch nocheinmal laut kundtat, als sie dem erstaunten Herrn Prallwams, den hunderseitigen Würfel – das sogenannte ‚Drachenauge‘ – für den allerersten Wurf des Abends, in die Hand drückte. Begonnen wurde natürlich traditionell, mit dem simplen ‚Höchstzahlwerfen‘, bei welchem man einfach nur die höchste Augenzahl aller Teilnehmer erwürfeln musste.

Obwohl Torbol gut mithielt und sich auch als guter Schüler erwiess, ging der erste Siegpunkt dann doch an meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, da meine ’87‘ von keinem anderen übertroffen wurde. Die nächsten Runden bestanden aus den Spielen, ‚Tiefstzahlwerfen‘, ‚Triff die 50‘ und dem beliebten ‚Schnapszahlwürfeln‘ – deren Regeln schon in anderen Artikeln beschrieben wurden -, die ausgeglichen, an, Torbol, Tulpeline und Faroweis, gingen, sodass wir nach vier Runden, alle mit einem Siegpunkt dastanden. Dann hatte sich unser ‚Frischling‘ Torbol, anscheinend erst richtig warm gespielt, gewann er doch glatt die nächsten beiden Durchgänge – die Spiele ’21‘ und ‚Höher oder Tiefer‘ -, wobei er beim Ersteren, in ein Stechen mit Faroweis gehen musste. Wir anderen konnten dem Angestellten von Bäckereichef, Faroweis Birnhaag, nur anerkennend Zunicken, hatte er doch nun die alleinige Führung übernommen und bisher keinerlei Schwächen erkennen lassen.

Die nächsten vier Runden bestanden hernach, aus je zweimal dem ‚Höchst-‚ beziehungweise ‚Tiefstsumme‘ bilden, bei welchen, aus je drei 6er-Würfen, eine möglichst hohe, oder eben niedrige dreistellige Zahl, zusammengesetzt werden musste. Über die Siegpunkte dieser Durchgänge, konnten sich Tulpeline, meine Wenigkeit und gar zweimal, Faroweis Birnhaag, freuen, sodass die Reihenfolge der Führenden, ordentlich durcheinander gemischt wurde.

 

Faroweis führte nun das Feld an und konnte besagte Führung, im letzten Spiel des Abends – einer erneuten Runde ’21‘ – durch geschicktes Taktieren, sogar noch ausbauen und letztendlich, auch verteidigen! Kurz vor dieser letzten Runde, hatte Torbol sich einen lustigen Fauxpas geleistet, als er aus Anerkennung vor der Leistung seines Chefs, vor ihm den Hut ziehen wollte und dabei aus Versehen, sein Toupet mit lüftete, dass er auf seinem kahlgeschorenen Schädel getragen hatte. Anscheinend hatte er sich, als Antwort auf Anfeindungen, seine kürzlich zur Schau getragene neue Frisur betreffend, sein komplettes Haupthaar abrasieren lassen!

Tulpeline konnte sich vor Lachen kaum halten, während wir Hobbitherren, Torbol Verständnis entgegenbrachten und ihm – nach dem ersten Schock – versicherten, dass der neue Haarschnitt, ihm durchaus stehen würde. Doch dies war nur eine amüsante Anekdote am Rande, denn nun galt es, den Gesamtsieger des Abends zu ‚krönen‘. Mit vier Siegpunkten, erhielt Faroweis Birnhaag den Titel ‚Würfelkönig‘ verliehen und zudem einen wertigen Preis – einen Gutschein über fünf wertvolle Farbtiegeln nach Wahl! – aus den Händen der Verbundvorsitzenden, Tulpeline Schweinepfote, überreicht! Torbol Prallwams durfte sich als Neuling, über einen überraschenden zweiten Platz freuen, während Tulpeline und ich, gemeinsam auf Rang drei lagen und es somit dieses Mal keinen Titel ‚Nullinger‘ zu verleihen gab.

Torbol gab noch eine Runde ‚Drachenodembier‘ aus und wir stiessen noch gemeinsam auf Faroweis an, bevor Tulpeline ihre Schlussworte sprach, wir uns anschliessend voneinander verabschiedeten und ein weiterer ‚Würfelabend‘ beim Verbund, so ein würdiges Ende fand.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. hihi ja ich konnte nicht mehr aufhören mit Lachen wegen Torbol. Das war echt lustig. Ratsch hats gemacht und da stand er ohne Haare da. Ich muss schon wieder anfangen zu lachen hihi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.