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Verbund für Hobbitisches Brauchtum: ‚Verbündliche Würfelei im ‚Grünen Drachen‘ ausgespielt!

Am vergangenen Sonntag war es wiedermal Zeit, sich im 'Grünen Drachen' zu Wasserau zu versammeln, um am Brauchtumabend des 'Verbund für Hobbitisches Brauchtum' teilzunehmen. Ab der achten Abendstunde, stand dort einer der beliebten 'Würfelspielabende' auf dem Programm.

Bei meinem Eintreffen im ‚Grünen Drachen‘, glaubte ich zunächst, jemand hätte dort einen grossen Spiegel aufgestellt, doch wurde mir schnell klar, dass ich dem guten Huugo Haarfuss gegenüberstand! Der alte ‚Hallodri‘ hatte sich augenscheinlich, auf seiner letztlich getätigten Reise, eine Zwipfelmütze zugelegt und trug diese nun stolz zur Schau. Die Zwipfel standen ihm wahrlich sehr gut, wie ich nach dem ersten Schock, umunwunden zugeben musste und auch die anderen ‚Brauchtumabendteilnehmer‘, die, nach und nach, eintrudelten, konnten herzhaft über Huugos gelungenen Jux lachen.

Faroweis, Snalpo und Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, komplettierten an diesem Abend unsere Würfelrunde, während Grenzerhündin ‚Carli‘, mehr an den ‚Speckwürfeln‘ interessiert war, die Tulpeline in ihrem Rucksack, für die Zubereitung ihrer berühmten Rühreier, mitgebracht hatte. Die patente Grenzerin, wollte auch sofort mit dem Bratvorgang beginnen und hiess uns deshalb, schonmal in der Kaminecke, wo das Spiel vonstatten gehen sollte, Platz zu nehmen, während sie in der ‚Drachen-Küche‘ rumhantierte.

Kaum hatten wir vier Herren uns halbwegs über die Sitzanordnung geeinigt, brachte Tulpeline auch schon eine riesige, gusseiserne Pfanne heran, aus der es herrlich nach Ei, Speck und Schnittlauch duftete! Alle bedienten sich freigiebig und lobten, in den wenigen Kaupausen, das Kochtalent der Verbundvorsitzenden, in hohen Tönen. Als dann das Schmatzen dem wohligen Stöhnen gesättigter Hobbits gewichen war, kam Tulpeline endlich zu ihrer offiziellen Begrüssungsrede, in der sie für diejenigen, die länger nicht mehr gewürfelt hatten – wie die Herren, Snalpo und Huugo – nochmals die wichtigsten Regeln einer ‚zünftigen Würfelei‘, ‚herunterbetete‘.

Dann konnte es endlich mit dem lustigen ‚Quaderwerfen‘ losgehen, welches an diesem Brauchtumabend, über 10 Spielrunden – die aus 8 unterschiedlichen Würfelspielen bestanden – gehen sollte. In den ersten beiden Durchgängen, wurden traditionell, die Varianten, ‚Höchstzahlwerfen‘ und ‚Tiefstzahlwerfen‘, gespielt, die beide, überraschenderweise – einmal mit 91 und einmal mit 51 Augen – an meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, gingen! Ein perfekter Start, der anschliessend leider durch Faroweis durchkreuzt wurde, der die dritte Spielrunde, in der man möglichst nah an die 50 heranwürfeln musste, mit einer 70, für sich entscheiden konnte und dafür einen Siegpunkt erhielt.

Der hundertseitige Würfel, den Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, höchstselbst geschnitzt und ‚Drachenauge‘ getauft hatte, kam auch im nächsten Würfelspiel des Abends, dem ‚Schnapszahlwerfen‘ zum Einsatz. Der ‚mäuseaffine, Snalpo Wolfstrapp, der sich zu Beginn nur gewünscht hatte, nicht als ‚Nullinger‘ – also ohne einen Siegpunkt errungen zu haben – nach Hause gehen zu müssen, liess mit einer ordentlichen ’66‘, alle anderen Mitspieler hinter sich und schwor danach, dass dies dem ‚Glückssabber‘ von Tulpis Hündin Carli zuzuschreiben war, die vorab, einige Schinkenwürfel aus der hohlen Hand des Hobbit geschleckt hatte. Wir anderen schüttelten nur ungläubig die Köpfe, was wir auch gleich nach Abschluss des nächsten Spiels wiederholten, als Huugo Haarfuss, beim beliebten ’21‘ – bei welchem man mit beliebig vielen ‚Sechser-Würfel-Würfen‘, möglichst genau auf 21 Augen kommen musste – in einem Stechen mit Snalpo, den Punkt holte und dies mit einigen seiner vorab gemurmelten ‚Zauberformeln‘ erklärte, die er irgendwo auf seinen Reisen aufgeschnappt hatte.

Tulpeline, Faroweis und ich, waren nicht so abergläubig und konnten, ob dieser Begründungen nur müde Lächeln, was uns aber nach der zweiten Runde ’21‘, doch leicht verging, da erneut Snalpo – der sich wieder extra die ‚Pfoten‘ von Carli hatte ablecken lassen – einen Punkt holte! Etwas mulmig, ging es dann munter weiter, wobei dann, zum Glück, Tulpeline das ‚Höchstzahlbauen‘ – man würfelt mit drei Sechserwürfeln und ordnet die Zahlen dann einer Position in einer dreistelligen Summe zu, die möglichst hoch ausfallen sollte – mit einer ‚652‘ gewann und das entsprechende ‚Tiefzahlbauen‘, mit ‚114‘ , wiederum an meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, ging. Somit waren Snalpos und Huugos, ‚übersinnliche Beeinflussungen‘, ad absurdum geführt worden und zeitgleich hatte sich Tulpeline vor den Titel ‚Nullinger‘ retten können. So ging es sehr eng zu im Teilnehmerfeld, als der nächste Spieldurchgang – das Spiel ‚Höher oder Tiefer‘ – von Tulpeline proklamiert wurde.

In diesem interessanten Würfelspiel, gab die Spielleiterin Tulpeline einen Wurf mit dem ‚Drachenauge‘ vor und der nächste Spieler musste vorab sagen, ob sein Wurf, höher, oder tiefer ausfallen würde. Lag er falsch, hatte dies seinen sofortigen Rauswurf aus der laufenden Runde zur Folge. Hierbei kam es dann zu einem historischen Ereignis, in der Geschichte der ‚Verbundwürfeleien‘, als Huugo und Faroweis, die als Letzte übrig geblieben waren, sich ein ewig langes Duell lieferten, aus dem letztendlich – nach gefühlten zehn Würfen beider Parteien -, Faroweis Birnhaag als Sieger hervorging und seinen zweiten Siegpunkt des Abends erhielt!  Zeuge dieses staunenswerten Geschehens, war auch Opa Padrik geworden, der – angezogen vom Rühreiduft – seinen Weg zu unserer fröhlichen Truppe gefunden hatte und von Fräulein Tulpeline, natürlich gastfreundlich bewirtet wurde. Da ‚Höher oder Tiefer‘ so spektakulär verlaufen war, beschlossen wir einstimmig, dieses Spiel nochmals, für die letzte Runde des Abends zu verwenden, die – diesmal ohne Hundespucke! – wieder an Herrn Snalpo ging, der damit, mit insgesamt 3 Siegpunkten, mit mir gleichzog, sodass Tulpeline ein Stechen um den Gesamtsieg des Abends, ausrufen musste! Snalpo war eben so ungläubig, wie ich, dass wir dieses ‚Endspiel‘ erreicht hatten und entschieden uns gemeinsam, für eine weitere Runde ’21‘ als ‚Entscheidungsmatch‘.

Snalpo verhielt sich taktischer geschickter und obsiegte mit einer einfachen ’19‘, da ich alles auf eine Karte setzte und letztendlich überwürfelte. Der Mäusebesitzer konnte sein Glück kaum fassen und freute sich sehr, über seinen Erfolg, dem wir alle ihm von Herzen gönnten! Der neue ‚Würfelmeister‘ gab freundlicherweise, dann noch eine Runde Bier aus, bei deren Genuss, Tulpeline ihm seinen Siegerpreis, einen Gutschein über fünf Farbtiegel vom Handelshaus ‚Lykos‘, überreichte.

So ging ein erfolgreicher Würfelabend des ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ zuende, bei dem dieses Mal, niemand total versagt hatte und der Schmähtitel ‚Nullinger‘, erfreulicherweise vakant blieb. Danke, an Tulpeline und alle Teilnehmer dieser lustigen Runde, es hat wieder grossen Spass gemacht!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Leider hatte ich keine Zeit. Herzlichen Glückwunsch Snalpo und danke für den Bericht lieber Beuno

  2. Huugo Haarfuss

    Das war wirklich spannend gewesen…und das Zauberbuch hab ich meiner schwester wieder gegeben…die wirkung war wohl an den Würfeln vorbei gegangen.

  3. Hui ja das war mal wieder ein toller Würfelabend. Ich hatte sehr viel spass.

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