Berichte

Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ spielte erneut launiges Würfelturnier aus!

Am letzten Sonntag, dem Vereinsabend des 'Verbund für Hobbitisches Brauchtum', hatte Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, zu einem der beliebten 'Würfelspielturniere' gen Wasserau eingeladen. Ab der achten Abendstunde, trafen sich alle Interessierten im Stammlokal des 'Verbunds', dem 'Grünen Drachen', um die hölzernen Quader fliegen zu lassen.

Sah es zunächst so aus, als würden nicht genügend Teilnehmer für den Würfelspielabend zusammkommen, als, Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, ihre treue Grenzerhündin, Carli und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, als die drei einzigen Besucher, die pünktlich zur achten Abendstunde, eingetroffen waren, der Dinge harrten, erschienen – trotz der brütenden Hitze – nach und nach, doch noch, das buntgekleidete Hobbitfräulein Gabiola, Pensionist Werro Hanfstengel und Smialtörtchenbesitzer, Faroweis Birnhaag, im ‚Grünen Drachen‘, sodass einer gemütlichen ‚Würfelei‘ nichts mehr im Wege stand.

Während Gabiola freundlicherweise, gleich eine Runde erfrischender Getränke, für alle ausgab und am Tresen abholte, bat uns Tulpeline schon zur Kaminecke hinüber, der traditionellen ‚Würfelarena‘ des Verbunds, die schon soviel Freud und Leid dieses Glücksspiels, miterelebt hatte. Zum Glück loderte kein Feuer im Schacht, wofür wir alle dankbar waren, da nahezu allen, die sommerliche Tropenhitze, ohnehin schon aufs Gemüt geschlagen und uns dösig und langsam gemacht hatte. Gabiolas Freigetränke kamen da gerade richtig, um uns halbwegs wieder herzustellen und uns in die richtige Spiellaune zu versetzen, wofür ihr dann auch vielkehliger und ernstgemeinter, Dank entgegenschallte, was die hübsche Dame, unverzüglich zum Erröten brachte.

Als dann der erste Durst gestillt war und jeder seinen Platz in der Runde gefunden hatte, hub Verbundsvorsitzende Tulpeline, zu ihrer obligatorischen Begrüssung an und entschuldigte sich sogleich, für ihre hitzebedingte Trägheit, welche sie bisher, leicht orientierungslos gemacht hatte. Hernach war sie aber voll da, was sie aber auch sein musste, gab es doch viele Augenzahlen zu Addieren, beziehungsweise, dieses Mal sogar auch zu Subtrahieren! In ganzen zwölf Spielrunden, wurde an diesem ‚Würfel-Verbundabend‘, ein brandneuer ‚Würfelchampion‘ ermittelt, da der Sieger des letzten Turniers, Herr Andinas Wiesnas, nicht zugegen war und seines Titels somit verlustig gehen würde.

Gestartet wurde mit den fast schon standardmässigen Spiele-Trio, ‚Höchstzahlwerfen‘, ‚Tiefstzahlwerfen‘ und ‚Schnapszahl‘, welche allesamt mit dem hunderseitigen ‚Drachenauge‘ ausgewürfelt wurden und mittlerweile so bekannt sein dürften, dass ich die Regeln hier wohl nicht nochmals erklären muss. Der von Tulpeline höchstpersönlich, selbstgeschnitzte ‚Riesenwürfel‘, wurde nur so über den fadenscheinigen Teppich gejagt und brachte für mich, Werro und Tulpeline selbst, die ersten drei Siegpunkte ein.

Das ‚Schnapszahlwürfeln‘ wurde dann gleich nocheinmal gespielt, da es anscheinend, sehr gut angekommen war und für viel Erheiterung gesorgt hatte. Diese zweite Auflage, ging mit einer satten ’66‘ an das Fräulein Gabiola, sodass nach den ersten vier Spielen, die Gewinnerpunkte, die am Ende des Abends den Gesamtsieger anzeigen würden, sich noch sehr gleichmässig verteilt zeigten. So blieb es auch erstmal, da Pfeifenkrautbauer, Werro Hanfstengel, sich dann ebenfalls einen Siegpunkt holte, indem er ‚Triff die 50‘ gewann, das Spiel, indem man mit dem Hunderterwürfel, möglichst die Augenzahl 50 treffen, oder ihr möglichst Nahekommen musste. Erst im Stechen, erzielte der rüstige Pensionist, eine ordentliche 64, die für den Sieg reichte und ihn mit uns ersten vier Gewinnern, gleichziehen liess. So war nur noch Faroweis Birnhaag ohne Punkt, was leider für ihn, auch bis zum Ende des Abends so bleiben sollte. Der Grenzerausbilder war aber auch nicht ganz auf der Höhe und musste mehrmals am Abend, den Abtritt aufsuchen und sich vertreten lassen, was es uns dann auch nicht gerade leichter machte, ihm den traditionellen Titel ‚Nullinger‘ verleihen zu müssen!

Das beliebte Spiel ’21‘, wurde dann auch gleich auf zwei Runden ausgedehnt, wobei man beim zweiten Durchgang, nicht die ’21‘ mit beliebig vielen 6er-Würfen erreichen musste, sondern umgekehrt, von 21 runter auf genau Null kommen sollte. Eine neue Variante, die sehr viel Spass machte und gleichmal in einem Stechen mit vier Spielern (!) mündete. Doch bevor es zu dieser Kuriosität kam, hatte ich doch glatt meinen zweiten Sieg geholt und das ’normale Spiel ’21‘ für mich entschieden. Tulpeline, Gabiola, Werro und Faroweis, stritten dann um den ‚Nullpunkt‘, wobei wiederum die gewitzte Tulpeline die Nase vorne hatte und bereits ihren dritten ‚Siegpunkt‘ einfahren konnte. Der hinfällige Faroweis, warf danach das Handtuch und trat entschuldigend den Heimweg an, um daheim seinen Darminfekt auskurieren zu können. So ging es dann nur noch zu viert in den Endspurt, in welchem, die an diesem Abend, anscheinend unschlagbare Tulpeline, gleich beide gespielte Runden von ‚Höher oder Tiefer‘, gewann und damit uneinholbar, in Führung ging.

Sie hatte aber auch wahrlich das beste Gefühl dafür bewiesen, ob sie denn nun höher, oder tiefer, als die Augenzahl ihres Vorgängers, würfeln würde. Respekt, Frau Verbundvorsitzende! In den nächsten beiden Runden, ging es dann darum, aus drei 6er-Würfen, eine möglichst hohe – im zweiten Durchgang, eine möglichst niedrige – dreistellige Zahl zu bilden, wobei sich erst, Fräulein Gabiola und dann meine Wenigkeit, als geschickteste Taktierer erwiesen. Im ‚Höchstzahlbilden‘, hatte die gute Gabi, mit Werro jedoch einen hartnäckigen Kontrahenten, der doch tatsächlich exakt die selbe Zahl, wie das erstaunte Hobbitfräulein bildete und erst im anschliessenden Stechen von ihr besiegt werden konnte! Zum Abschluss gab es dann nocheinmal, quasi ‚pro forma‘, da Tulpeline sowieso nicht mehr einzuholen war, eine weitere Runde ‚Höher oder Tiefer‘ – auch gerne ‚Hötie‘ genannt -, deren Punkt ebenfalls, an die pfiffige Gabiola ging, die damit – zusammen mit mir – auf den zweiten Platz des Würfelabends vorrücken konnte.

Doch Siegerin wurde, mit stolzen 5 Siegpunkten, die Gastgeberin, Fräulein Tulpeline Schweinepfote, die fair und gerecht, von uns zum Champion und Würfelkönigin gekürt wurde. Die clevere Grenzerin und Geschäftsfrau, freute sich besonders darüber, dass sie diesesmal kein Farbenpaket als Hauptgewinn, herausgeben musste und so einiges an Silber sparen konnte. Wir alle waren uns bei der Verabschiedung einig, dass dies wieder ein grandioses Würfelturnier gewesen war, das gleichermassen lustig und spannend, unterhalten hatte! Danke, an Organisatorin Tulpeline und alle Beteiligten, für diesen wunderbar kurzweiligen Abend! Die Würfel sind gefallen… bis zum nächsten Mal!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Es war ein sehr lustiger Abend und die Würfel hatten wirklich ihr Eigenleben *lacht*.
    Auch wenn wir nicht ganz fit waren, so hatte jeder seinen Spaß…. bis auf Faroweis *seufzt*.
    Freue mich schon auf das nächste Mal !

  2. Tulpeline

    hihi ja dieses mal war der Würfelabend sehr lustig wegen den Würfeln. Das gab zu mteil sehr lustige Situationen.

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