Berichte

Verbund für Hobbitisches Brauchtum: Plauderabend in gemütlicher Runde mit Rührei veranstaltet!

Letzten Sonntag hielt der ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘, wiedermal Hof in seinem Stammlokal, dem ‚Grünen Drachen‘ zu Wasserau. Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, hatte, zur achten Abendstunde, erneut zu einem Abend voller Plauderei, Musik und ihrer legendären Rühreipfanne, dortthin eingeladen.

 

Bei meinem Eintreffen vor dem ‚Grünen Drachen‘, war der Besucherandrang noch recht überschaubar, sodass ich zunächst nur auf Mairad, Erdina und Faroweis traf, wobei dann aber auch gleich noch, Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, nebst ihrer Hündin Carli, zu uns stiess und wir uns gegenseitig, herzlich begrüssten. Zu viert kann man schon recht gut Plaudern, wie wir einhellig beschlossen, sodass dem Start des ‚Brauchtumabend‘ nichts mehr im Wege stand und Tulpeline uns alle formvollendet, in den ‚Drachen‘ hineinbat.

Im Innern des Lokals, orderten wir gleich erstmal eine Runde ‚Malzgebrautes‘, bevor wir uns, in die für die ‚Brauchtumsabende‘ obligatorische Kaminecke begaben, wo schon ein prasselndes Feuer für uns entfacht worden war. Wir machten es uns dort – wo wir nun schon seit Längerem nicht mehr gewesen waren – gemütlich und beschlossen, noch etwas auf weitere Gäste zu warten, was eine gute Idee war, betraten nach etwa zehn Minuten, mit den Fräuleins, Moosglöckchen und Nayel, sowie Herrn Ahilleth, noch drei weitere Verbundbesucher, die urige Taverne, sodass Tulpeline sich genötigt sah, den Abend nun offiziell zu eröffnen. Hatte sich das Gespräch vorab, noch um Mairad und Faroweis, sowie ihren bevorstehenden Nachwuchs – der ja nun kein Geheimnis mehr war – gedreht, änderte sich das Thema mit dem Eintreffen des Elbenpärchens, nun zu deren geplanten Kostümfest und den entsprechenden Verkleidungen, während Tulpeline in die Küche verschwand, um die versprochenen Rühreier zuzubereiten. Schon wenig später kehrte die Verbundvorsitzende mit der gelben Köstlichkeit zurück, welche sie kurioserweise, auf einem kleinen Serviertisch mit Rädern aus der Küche herbeikarrte, den sie als ihren ‚Rühreiwagen‘ bezeichnete.

Dies sorgte für allgemeine Belustigung, nannte doch kaum jemand im Auenland – und wohl auch niemand bei den Elben -, so ein ausgefallenes Vehikel, sein Eigen. Bald aber machte die ursprüngliche Verwunderung einem gemeinschaftlichen Schmatzen platz, als jeder ersteinmal ordentlich zulangte und es sich schmecken liess. Die Rühreier waren wiedermal so famos, wie einige von uns sie noch in Erinnerung hatten und wir lobten Tulpeline über den grünen Klee, für ihre Kochkünste! Mit gut gefüllten Mägen, setzten wir uns hernach dann alle zusammen, um einer gepflegten Plauderei zu fröhnen und die neuesten ‚Munkeleien‘ auszutauschen und zu Diskutieren. Doch über diesen kleinen ‚Plausch‘ möchten wir grösstenteils das ‚Mäntelchen der Verschwiegenheit‘ breiten, da diese privaten Meinungen und gelegentlichen ‚Frotzeleien‘, nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmt waren. Es soll nur soviel gesagt werden, dass sehr viel Gelacht, gutmütig Gestritten und auch mal ernstere Themen angeschnitten wurden. So wurde, beispielweise, über die verschiedenen Julfestbräuche und die regional unterschiedlichen Vorstellungen, über das Erscheinungsbild des ‚Julvaters‘ gesprochen, wie den ‚Schleimigen Krötenmann‘, den ‚Knurrigen Krampus‘, oder das ‚Ullulierende Schnee-Bogü‘!

Zwischendurch wurden mehrere Runden ‚Freibier‘ konsumiert, wobei alle darauf achteten, dass Fräulein Erdina nicht wieder über die Stränge schlug, damit es garnicht erst wieder zu so einer Situation, wie beim ‚Stammtischabend‘ kommen konnte ( siehe dazu den Artikel in der letzten Ausgabe des ‚Wochenblatts‘ ). Als der Gesprächsstoff dann langsam zu versiegen schien, boten Fräulein Nayel und Herr Ahilleth an, einige ihrer Lieder für uns darzubieten, was natürlich auf völlige Zustimmung stiess.

Da ihre wunderbaren Melodien allesamt instrumental daherkamen, konnte währenddessen auch noch leise Weitergeplaudert werden. Erfreulicherweise, stiess zu diesem späten Zeitpunkt, auch noch das Menschenfräulein Evenila zu uns und wurde sogleich in unserer Mitte Willkommen geheissen, da sie allen schon gut bekannt war. Tulpeline briet der talentierten Bardin, sogar noch eine Portion Rührei auf, wofür selbige sehr dankbar war. Auch lobte Evenila das Spiel des Elbenduetts in hohen Tönen, was Nayel und Ahilleth, runterging, wie heisse Butter, denn immerhin hatte ‚Nila‘ grosse Ahnung von Musik, sodass ihr Lob gleich doppelt soviel wert war!

So lauschten wir den Rest des ‚Brauchtumabends‘ noch – zumeist stillschweigend – den herrlichen Stücken der beiden ‚Ilfirin‘, bis es dann an der Zeit war, sich voneinander zu Verabschieden. Alle applaudierten, Nay und Ahi, am Ende ihres Vortrags, lautstark und lobten ihr musikalisches Talent nocheinmal, bevor wir uns dann gegenseitig noch einen schönen Restabend wünschten und Tulpeline das ‚Verbundtreffen‘, offiziell für beendet erklärte. Dank, an Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote und alle Beteiligten, für diese feine Veranstaltung, die für Kurzweil und gute Unterhaltung gesorgt hatte! Es war ein toller Abend!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Beuno Willowtree

    Oh, in der Überschrift fehlte wohl noch ein ‚mit‘! Ich habe es verbessert. *hihi* 🙂

  2. Mairad Flinkfuss

    Was für ein wunderprächtiger Abend lieber Beuno und genauso ein Bericht

  3. Torbol Prallwams

    Das Mäntelchen der Verschwiegenheit, soso. Es ist deine Pflicht als Reporter sämtlichen Klatsch und Tratsch brühwarm hier abzudrucken, mein lieber Beuno. Wie soll man sonst mitreden können!
    Aber die Idee mit dem Servierwagen ist genial! Wer kennt es nicht – man stapelt in der Küche alles auf ein Tablett, in der Stube rumort schon die verfressene Verwandschaft, man schleppt sich ab – und dann stopert man kurz vor dem Ziel über eine Teppichkante und alles liegt auf dem Boden!

    • Beuno Willowtree

      Na, das ist immer ein sehr schmaler Grat, was man abdrucken darf und was nicht, Torbi! 😉

  4. Nun der Servierwagen gehört nicht mir. Der steht immer in der Küche vom Grünen Drachen. Ein sehr praktisches Ding jaja.

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