Berichte

‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ lud zur ‚Neujahrsplauderei‘ ein!

Veranstaltungsbericht. Am letzten Sonntag, zur achten Abendstunde, stand der erste ’normale‘ Brauchtumsabend, des ‚Verbunds für Hobbitisches Brauchtum‘, unter der Aegide der Verbundsvorsitzenden, Tulpeline Schweinepfote, im neuen Jahr statt. Nach dem Ausflug gen ‚Winterheim‘ beim letzten Verbundstreffen, war das Stammlokal ‚Zum Grünen Drachen‘, diesesmal wieder der Austragungsort, für den geselligen Abend, der unter dem Thema ‚Neujahrsplauderei‘ abgehalten wurde.

 

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Bei meiner Ankunft vor dem ‚Drachen‘, traf ich auf Oma Tagetes, die ja, genau wie ich, für das ‚Auenländer Wochenblatt‘ schreibt und es mittlerweile, durch ihre beliebte Kolumne dort, zu überregionaler Berühmtheit gebracht hat. Die rüstige Grossmutter von Fräulein Mairad Flinkfuss, begrüsste mich sehr herzlich, nur um mich anschliessend, sofort zu Schelten, da ihr ein Kommentar meinerseits, das ich zu ihrer Rubrik ‚Frag Oma Tagetes‘ abgegeben hatte, sauer aufgestossen war. Ich versuchte grad, meine Aussage zu relativieren, als – zum Glück – die Verbundsvorsitzende und somit unsere Gastgeberin, Tulpeline Schweinepfote, zu uns stiess, uns freudig Willkommen hiess und uns sogleich ins Lokal hineinbat, da doch eine reichlich kühle Brise durch Wasserau wehte.

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Die beiden Damen trugen zudem dasselbe Mützenmodell, sodass sich über die Kopfbedeckungen eine kleine Diskussion zwischen ihnen entspann, was mich, dankenswerterweise, aus dem Fokus der lieben Oma manövrierte. Im ‚Grünen Drachen‘, orderten wir gleich erstmal eine Runde ‚Malzgebrautes‘, bevor wir uns, in die für die ‚Brauchtumsabende‘ obligatorische, Kaminecke begaben, wo schon ein prasselndes Feuer für uns entfacht worden war.

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Wir machten es uns dort gemütlich und beschlossen, noch etwas auf weitere Gäste zu warten, doch leider erschienen, auch nach einer Viertelstunde, keine weiteren Verbundbesucher, sodass Tulpeline sich genötigt sah, den Abend offiziell zu eröffnen und eine grosse Packung mit altbackenen Plätzchen hervorholte, welche sie höchstpersönlich, zum Julfest gebacken hatte. Oma Tagetes knusperte aus Höflichkeit ein Vanillekipferl, mahnte dann jedoch an, dass man vor dem Genuss von Gebäck, ersteinmal etwas ‚Handfestes‘ zu sich nehmen sollte und bestellte beim Wirt kurzerhand, eine grosse Schnittchenplatte, zu welcher auch Brote mit echtem Bärenschinken gehörten.

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Tulpeline und ich hatten dagegen nichts einzuwenden und griffen gerne mehrfach zu. So plauderten wir drei über Keksen und Schinken, über dies und das, wobei die Sprache auch auf unseren gemeinsamen Freund, Faroweis Birnhaag, kam, der ja seit einiger Zeit, auf ‚Freiersfüssen‘ wandelt, was – aus irgendwelchen Gründen – das Interesse von Oma Tagetes, geweckt zu haben schien. Als hätten wir ihn mit unserem ‚Gemunkel‘ heraufbeschworen, enterte kurze Zeit später, besagter Herr Birnhaag den Schankraum und sah uns verdutzt an, als, bei seinem Eintreten, unser Gespräch abrupt verstummte. Wir alle mussten Kichern, begrüssten den Grenzerausbilder herzlichst und versorgten ihn mit Schnittchen und Bier, bevor ihm Tagetes dann persönlich auf den Zahn fühlte.

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Sie befragte ihn eingehend, über seine Backstube ‚Smialtörtchen‘ und seine Tätigkeiten als Grenzer und Mitinhaber des ‚Geniesserstübchens‘, was sie anscheinend, für, oder im Auftrage, ihrer Enkelin Mairad tat. Tulpeline grinste nur versonnen, als sie den sich windenden Faroweis, im Kreuzverhör der Grossmutter, beobachtete und es selbst nicht unterlassen konnte, bei einigen Punkten, investigativ nachzuhaken. Aber bald entspannte sich die Lage wieder, da Faroweis Antworten, die skeptische Oma letztendlich, doch zu befriedigen schienen. Es wurde noch eine frische Runde Bier geordert und über weniger spezielle Themen geplaudert, bis Tagetes die nötige Bettschwere erreicht hatte und sich in ihr, vorher angemietetes Zimmer, verabschiedete.

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Jegliche Hilfe von uns, sie in ihren Raum zu geleiten, lehnte die rüstige Rentnerin, brüsk ab und bestand darauf, sich alleine zurückzuziehen. Sie gab noch einen ‚Obstler‘ für alle aus, welchen wir dafür nutzten, auf das Wohl der weisen, alten Dame anzustossen und verschwand dann, fröhlich vor sich hin gackernd. Wir verbliebenen ‚Brauchtümler‘ beschlossen hernach dann, den ‚Verbundsabend‘ eine halbe Stunde vor dem eigentlich angedachten Zeitpunkt, zu beenden, da ob des parallel stattfindenden ‚Winterstock-Festivals‘, eh nicht mehr mit verspäteten Gästen zu rechnen war.

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So endete ein gemütlicher Plauderabend, der das neue Jahr des ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘, wunderbar eingeleitet hatte. Man darf gespannt sein, was Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, die folgenden Monate für uns Brauchtumsabendbesucher noch in petto halten wird!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein feiner Artikel lieber Beuno und Oma war ganz angetan von dem Abend, sie meint, wenn die Tulpi einen plauderabend macht dann will sie unbedingt wieder hin!

    • Beuno Willowtree

      Ich fands schön, dass die Oma mal dort war! 😉 Danke, für dein Lob auch, liebe Mai! 😀

    • Tulpeline

      Oh danke an die Oma für das tolle Kompliment. Es war toll sich mit der Oma zu unterhalten. Immer wieder gerne.

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