Berichte

Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ lud zum frühlingshaften ‚Grillangeln‘ ein!

Am vergangenen Sonntag, fand endlich wieder ein reguläres Verbundtreffen – ein sogenannter Brauchtumabend – statt, nachdem Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, von ihrer zweiwöchigen Dienstreise zurückgekehrt war. Ab der achten Abendstunde, versammelten sich die Besucher vor dem 'Grünen Drachen' in Wasserau, um am ausgerufenen Angelausflug teilzunehmen.

Verbundvorsitzende, Tulpeline, befand sich bereits in angeregter Unterhaltung, mit Werro Hanfstengel und Bango Gerstfeld, als ich, Beuno Willowtree, vor dem beliebten wasserauer Lokal, das schon seit jeher dem ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ als ‚Stammsitz‘ dient, eintraf und den Dreien einen freundlichen Gruß entbot.

Anscheinend erörterten sie gerade, an welches Gewässer, Tulpeline uns zu führen gedachte, als auch schon Faroweis Birnhaag angelaufen kam und uns vor einem nahebei stehenden ‚Langen‘ warnte, der sich wohl einen ansteckenden Infekt eingefangen hatte und zu einer regelrechten ‚Rotzschleuder‘ mutiert war! Das Letzte, wonach uns der Sinn stand, war es, uns den Angelausflug durch ‚Rüsselpest‘ verderben zu lassen, sodass wir uns schleunigst, in sichere Entfernung von diesem ‚Virenherd‘ begaben und dort – zu unser aller Erstaunen – auf eine Abordnung von ‚Durins Faust der Gerechten‘ trafen, die – angeführt von ihrem Fürsten, Kriso Sturmschild, soeben den ‚Wasserauer Marktplatz‘ enterten.

Kriso, Gollorin, Skodek, Diargi und Feurigomur, wurden von uns Hobbits aufs herzlichste Willkommen geheissen und berichteten, dass sie ihren sonntäglichen ‚Breemarsch‘ extra vorverlegt hatten, um am ‚Grillangeln‘ des Verbundes teilnehmen zu können, da sie alle ja immerhin, passionierte ‚Stollenfischer‘ seien, die schon so manchen ‚Höhlen-Aal‘ aus den unterirdischen Wasserläufen der Zwergenhallen gezogen hatten! Tulpeline freute sich sehr über diesen zwergischen Besuch, konnte es aber dennoch nicht sein lassen, einen ihrer berüchtigten ‚Kalauer‘ aus dem Ärmel zu schütteln. So behauptete sie, mit todernster Miene, dass heute einer von uns Hobbits, ins Wasser geworfen und als Köder dienen sollte! Ob dieser harschen Worte, rissen wir schockiert unsere Augen und Münder auf, sodass wir nahezu selbst, an Land gezogenen ‚Kiemenatmern‘ glichen! Werro wollte sich sogar aus dem Staub machen, als die verschlagene Verbundvorsitzende, in schallendes Gelächter ausbrach und damit preisgab, dass sie uns wiedermal erfolgreich gefoppt hatte und wir ihr erneut, auf den Leim gegangen waren!

Die ‚Fäuste‘ fielen – wie wir Hobbits kurze Zeit später ebenfalls – in ihr Lachen mit ein und beschlossen, der gewitzten Hobbitdame für ihren gelungenen Ulk, spontan ein Liedchen darzubringen. Dies passte sehr gut, da sich ja fast ohnehin alle Mitglieder der Zwergenkapelle ‚Die Fäustlinge‘ vor Ort befanden. Natürlich gaben sie Tulpelines Lieblingsstück ‚Was wollen wir trinken?‘ zum besten, was auch uns andere Halblinge zum Tanzen und Mitklatschen anregte und einen perfekten Start für den folgenden Ausflug bildete. Danach führte uns Tulpeline dann auch endlich an den nahegelegenen ‚Wasserauer Teich‘, die logischste Wahl, wenn man nicht noch lange Laufen wollte, wonach niemandem wirklich der Sinn stand, zumal Bango schon mehrmals verkündet hatte, das er Hunger habe, was sein vernehmlich knurrender Magen, auch eindeutig unterstrich.

Während Tulpeline sich aufmachte, um Feuerholz für das anschliessende Grillen zu sammeln, stürmten wir anderen mit unseren Angelruten gen Ufer, wo schon bald die Haken, samt unterschiedlichster Köder, durch die Luft schwirrten. Obgleich relativ gutes Angelwetter herrschte, bissen die Fische nur mässig, doch zusammengenommen, hatten wir eine ganz ordentliche Ausbeute vorzuweisen, sodass niemand hungrig heimzugehen brauchen würde. Am bereits prasselnden Lagerfeuer, stiessen mit dem Hobbitfräulein, Amanta, und dem Zwergenherrn, Hardlang, noch zwei weitere, gern gesehene Gäste, zu unserer lustigen Truppe hinzu, die sich gleich zu uns an den ‚gedeckten Tisch‘ setzen und herzhaft Mitschmausen konnten.

Die ‚Fäustlinge‘ spielten erneut auf und ‚versüssten‘ uns den Grillfisch zusätzlich mit ihren Liedern, wobei die Texte und der Gesang des Herrn Skodek, einen ganz besonderen ‚Ohrenschmaus‘ darstellten! Da hernach dann noch genügend Zeit übrig war, bat Faroweis alle Interessierten noch einmal zum Angel-Steg hinunter, wo er einen kleinen Wettbewerb veranstalten wollte. Angelehnt an das berühmte ‚Lützelbinger Brückenangeln‘, galt es für alle Teilnehmer, an den zwei Brücken des Teiches, jeweils – möglichst schnell – einen Zwergwels aus den Fluten zu ziehen und dann rasch, zum Steg zurückzulaufen, wo der Erste, dem dies gelang, als Sieger geehrt werden würde.

Simple Regeln, doch gar nicht so einfach in die Tat umzusetzen, wie sich dann am Spielverlauf zeigen sollte. Zwergenherr Diargi und Spielleiter Faroweis selbst, lieferten sich wortwörtlich, ein ‚Kopf-an-Kopf-Rennen‘ und kamen fast zeitgleich mit ihren zwei zappelnden Zwergwelsen, über die imaginäre Ziellinie gedüst. Obwohl Faroweis hauchzart vorne gelegen hatte, überliess er als Veranstalter, natürlich Diargi die ‚Lorbeeren‘ und krönte den überglücklichen Bartträger zum König ‚Zwerg Wels‘, dem alle natürlich sofort mit Jubel und Feuerwerk huldigten!

Ein gelungener Schlusspunkt für diesen Brauchtumabend, möchte man meinen, doch setzten die ‚Fäuste‘ noch das berühmte Tüpfelchen auf das viel zitierte ‚i‘, indem sie den ‚Marsch der Fäuste‘ – ihre ureigene Sippenhymne – anstimmten und den Abschluss damit perfekt machten! So endete ein höchst gelungener und erfolgreicher Abend des ‚Verbunds‘, mit einer glücklichen Gastgeberin,Tulpeline Schweinepfote, die ihren Schützlingen, wohlwollend zum Abschied hinterherwinkte.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Ein sehr schöner Angelausflug .
    Vielen dank das wir dabei sein durften

  2. Mairad Flinkfuss

    Danke für den tollen Bericht lieber Beuno. Schade dass ich nicht dabei sein konnte, das muss ein großartiger Abend gewesen sein

  3. Tulpeline

    Ich habe zwar nicht geangelt und sah lieber zu wie alle so fleissig geangelt haben. Das sah toll aus hihi. Und danach als wir die Fische gegrillt haben roch es so toll. War ein schöner Abend mit euch allen.

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