Berichte

„Hobbitischer Brauchtum“ hielt Brauchtumsabend im „Mathomsmial“ ab!

Am letzten Sonntag, kollaborierte Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, mit dem Mathomsmialbetreiber, Herrn Bubikopf, indem sie den anstehenden Brauchtumsabend, kurzerhand in das besagte Etablissement verlegten und ihre Gäste dorthin - in die Siedlung 'Finkhopfen', in die Bachuferstrasse Nummer vier - einluden. Allerdings begann der Abend nicht, wie gewohnt, zur achten, sondern - ungewöhnlicherweise - erst zur neunten Abendstunde.

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Vor dem Mathomsmial herrschte bereits erheblicher Andrang, als ich kurz nach der neunten Abendstunde, auf dem Ausstellungsgelände eintraf, wo die Pflanzen auch im Dunkeln, eine ganz hervorragende Figur abgaben. Die Vorsitzende des ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘, Tulpeline Schweinepfote, hatte bereits die Fräuleins, Idda – die ja letztens die Führung über das Mathomgelände so wunderbar geleitet hatte, Sahma und Fiona, sowie Herrn Gerstl – ein Mitglied aus Bubikopfs Gemeinschaft -, begrüsst und bat uns, sogleich ins Mathomsmial zu gehen, da der Abend gleich beginnen sollte.

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Der Eintritt wurde durch das Eintreffen von Fräulein Millefolia und Herrn Faroweis, dann allerdings noch etwa verzögert, sodass Tulpeline – leicht ungehalten – ihre Aufforderung wiederholen musste, bevor sich die Menge in Richtung Eingangstür, murrend in Bewegung setzte. Der mit allen Wassern gewaschene, Organisator, Herr Bubikopf, begrüsste uns dann drinnen formvollendet und mit selbstgeschmierten Schnittchen und überraschte uns mit der Präsentation von Fräulein Amanta, die schon im Mathomsmial geweilt hatte, als wir eintraten. Die eher selten bei Brauchtumsabenden anzutreffende Hobbitdame, war den meisten von uns gut bekannt und wurde dementsprechend herzlich begrüsst, genau wie Herr Bubikopf natürlich auch.

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Dann ging es aber gleich ans ‚Schnittchen-Büffet‘ hinüber, wo ersteinmal ordentlich zugelangt wurde und sich die Leberwursthappen mit scharfen Senf, zum allgemeinen Favoriten mauserten. Nach diesen Appetitanregern, baten Tulpeline und Bubikopf, uns alle nach unten, in ein Zimmer, das bei der letztwöchigen Führung von Fräulein Idda, noch abgesperrt gewesen war und an diesem Abend, als Versammlungsraum dienen sollte.

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Der gemütliche Raum mit prasselnden Kamin, wiess noch Schaustücke der vormaligen ‚Rohan-Ausstellung‘ vor und eignete sich mit seinen dicken Teppichen, perfekt als Diskussionsstätte. Immerhin sollte sich, an diesem speziellen Brauchtumsabend, ja auch über das Thema ‚Mathoms‘ unterhalten werden, wie Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, nun in ihrer offiziellen Eröffnungsansprache, erklärte, bevor sie das ‚Leitungszepter‘ an Herrn Bubikopf übergab, den Fachmann in Sachen ‚Mathoms‘.

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Dieser wiess zunächst auf eine dampfende Terrine, gefüllt mit einer leckeren Weissfischsuppe hin, von welcher sich alle selbst bedienen durften und hub dann – begleitet von Tellerklappern und genüsslichem Schlürfen – zu seiner eigenen Rede an.

Bubikopf: ‚Das heutige Thema was wir besprechen wollen ist ja das Mathom! Nun, ich kann mir keinen besseren Ort dafür vorstellen, als genau hier, wo wir bereits das dritte Mal eine komplette Ausstellung mit Mathomen gefüllt haben! Also, meine Lieben, was sind also Mathoms? Wenn man sie kaum von gewöhnlicher Einrichtung unterscheiden kann?‘

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Diese Einleitung provozierte natürlich die unterschiedlichsten Antworten, die den mannigfaltigen Ansichten der Besucher entsprangen. Während Fräulein Idda freimütig zugab, als ‚Lange‘ garnicht recht zu wissen, was eigentlich genau ein ‚Mathom‘ ist, zählten einige bereits ihre ‚Lieblingsmathoms‘ auf, als würde deren Erwähnung, quasi selbsterklärend sein. So nannte Fräulein Fiona, die Vase ihrer Oma Gerlinda, während Faroweis, das alte Nasentuch seines Opas Günther ‚in den Ring warf‘! Bubikopf wollte daraufhin wissen, welche Eigenschaften ein echtes Mathom innehaben sollte und berichtete, wie Mathoms dereinst, überhaupt entstanden sein könnten.

Bubikopf: ‚Mathome sind, meiner Meinung nach, aus dem Brauch der Hobbits, sich zu Beschenken, entstanden. Wir lieben es, anderen ein Geschenk zu bereiten, ob nun, wie meistens, zur Freude des anderen, oder nur zur eigenen.‘

Herr Gerstl sah dies ähnlich und fügte hinzu:  ‚Ein Mathom kann grundsätzlich alles sein, was einem Hobbit zum Geburtstagsgeschenk taugt. Habe ich zumindest mal so gelesen.‘

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Gemeinsam erudierten wir dann Besonderheiten der Mathoms, auf die wir uns alle – mehr oder weniger – einigen konnten und welche einjedem Mathom, idealerweise, zueigen sein sollten. Ein Mathom sollte demnach, ein gewisses Alter haben, eine bestimmte Grösse nicht überschreiten und einen speziellen Hintergrund, oder eine interessante Geschichte hinter sich verorten. Sie müssten nicht unbedingt nützlich sein, aber dennoch so wertvoll – was nicht unbedingt pekuniär gemeint ist -, dass man sie nicht wegwerfen würde. Darüber, ob auch Tiere, oder andere lebende Wesenheiten, als Mathoms gelten könnten, schieden sich dann allerdings die Geister.

Millefolia: ‚Kann etwas lebendiges eigentlich auch ein Mathom sein? Ich meine, wenn mir jetzt meine Oma ihr steinaltes Huhn schenken würde…?‘ Bubikopf: ‚Ich finde, auch Lebewesen können Mathome sein.‘ 

Jemand meinte dann, dass ja auch, die von Tulpeline mitgeführte Hündin ‚Carli‘, ein Mathom sei, woraufhin die patente Grenzerin empört aufschrie: ‚Carli ist doch kein Mathom!!‘

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Eine weitere Eigenart, die zuvor noch genannt wurden war, sprach auch gegen die Theorie von ‚lebenden Mathoms‘, nämlich das diese, nicht unerheblich, zum Fangen und Ansammeln von Staub neigen würden. Als gute Beispiele, wurden dann noch Iddas uraltes Buch, das sie von Herrn Elrond erhalten hatte, der abgeschnittene ‚Zwipfel‘ des bockländischen Malers ‚van Bockh‘, ein echter Schlangenledergürtel eines ‚Bogü‘ und sogar das ‚Mithrilkettenhemd‘, das die Familie der Beutlins vor Kurzem, dem Mathomhaus in Michelbinge gestiftet hatte! Eine Frage brannte Bubikopf dann aber noch ganz besonders auf der Leber: ‚Gibt es Mathoms nur, wenn auch ein Hobbit darin verwickelt ist?‘

Antworten liessen nicht lange auf sich warten. Fiona: ‚Natürlich! Woher sollten die Langen denn Mathoms nehmen?‘  Gerstl: ‚Ich vermute mal, dass andere Völker Mathome gar nicht kennen!‘  Idda: “Mathom‘ ist ein Begriff des kleinen Volkes, aber Erinnerungsstücke kennt jedes Volk.‘  Beuno: ‚Ja, die ‚Langen‘ nennen sie wahrscheinlich nur anders!‘

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Immerhin diese Frage konnte damit eindeutig beantwortet werden und nachdem noch geklärt wurde, dass Tulpelines selbstgeschnitzter, hunderseitiger Würfel – das Drachenauge -, kein Mathom sei, da selbsthergestellte Dinge dafür nicht in Frage kämen, solange sie sich noch im Besitz des Herstellers befanden, lud Bubikopf, zum Abschluss des Verbundtreffens, alle noch auf einen kurzen Rundgang durch das ‚Mathomsmial‘ ein. Hierbei ging er nochmals genauer auf Stücke ein, die bei Fräulein Goldkerzes Führung, nicht so sehr hatten berücksichtigt werden können.

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Auch der ‚Pilzraum‘ wurde erneut aufgesucht, wo Tulpeline wieder mit ihrer ‚Nemesis‘, dem berüchtigten ‚Kotz-Durchfall-Pilz‘, dessen Verköstigung, ihr eine unvergessliche Nacht auf dem ‚Donnerbalken‘ beschert hatte, konfrontiert wurde! Verständlicherweise, blieb sie diesem Gewächs aus Moria, diesesmal fern und warnte auch Amanta davor, den Pilz auch nur anzupieksen.

Nach der kundigen Kurzführung, ging der Brauchtumsabend dann auch langsam dem Ende entgegen und Bubikopf geleitete seine Gäste wieder in den Hauptsaal, wo sich alle überschwänglich bei ihrem, sichtlich berührten Gastgeber, für die tolle Veranstaltung bedankten! Alle waren sich hernach einig, dass so eine Zusammenarbeit, zwischen dem ‚Verbund‘ und der ‚Mathomgesellschaft Südviertel‘, definitiv, nach einer baldigen Wiederholung schreit! Dankeschön, Tulpeline und Bubikopf!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein wundervoller und sehr informativer Bericht lieber Beuno

  2. Nicht nur ihr 😉 Hab viel gelacht was du (ich vermute) einem chatprotokoll des abends entnommen und ausformuliert oder ausgeschmückt hast. Wieder mal ganz wundervoll.
    Eine Wiederholung? Ja warum eigentlich nicht, muss ich mich mit Tulpi noch beratschlagen, aber dann sicher erst nach einigen anderen Aktionen 🙂 Abwechlsung muss sein

  3. Millefolia Minzbeer

    Danke für die Zusammenfassung Beuno! Es war sicher nicht leicht aus dem Gewirr von Meinungen einen Konsens herauszufiltern. Ich hatte schon befürchtet, dass ich viel von der Mathomdiskussion verpasst habe, weil ich früher gehen musste, aber das konnte ich ja hier nachholen.

  4. Tulpeline

    hihi ja das war wirklich ein sehr lustiger abend. Hat viel spass gemacht.

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