Berichte

Verbund für hobbitisches Brauchtum: ‚Freiluftwürfeln‘ am Flussufer ausgespielt!

Letzten Sonntag traf sich wiedereinmal der ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ zu einem seiner beliebten’Würfelabende‘. Jedoch nicht, wie gewohnt, im ‚Grünen Drachen‘ zu Wasserau, nein, diesmal ging es – aufgrund der sommerlichen Temperaturen – an das nahegelegene Flussufer, wo zur achten Abendstunde, eine weitere Runde ‚Freiluftwürfeln‘ über die Bühne gehen sollte.

Verbundvorsitzende, Fräulein Tulpeline Schweinepfote, traf bei ihrem leicht verspäteten Ankommen vor dem ‚Grünen Drachen‘, bereits auf vier Gäste, die ihrer harrten. Sie begrüsste uns alle überschwänglich, wobei sie sich besonders über die Anwesenheit von Hobbitfräulein Maiglockli und Elbenherrn Githjan – beide waren zum ersten mal beim Würfeln dabei -, erfreut zeigte. Faroweis und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, gehörten ja praktisch schon zu den Würfelprofis und waren ohnehin Stammgäste bei den ‚Brauchtumabenden‘.

Dieses Verbundtreffen hatte ja einmal verschoben werden müssen, weswegen nun alle umso begieriger darauf waren, die Würfel rollen zu lassen. Tulpeline schockte uns jedoch zunächst mit der Ankündigung, dass wir statt des Würfelns, nun erstmal die grossen Findlinge am Fluss, zu säubern hätten und zwar mit Zahnbürsten! Auf dem Weg zum Fluss, rätselten wir, ob die patente Grenzerin dies nun wirklich ernst gemeint hatte, oder ob sie uns wiedermal aufs ‚Glatteis‘ führen wollte. Erst bei den grossen Wackersteinen angekommen, löste sie – laut lachend – die Situation auf und verkündete schadenfroh, dass wir wiedermal einem ihrer Scherze aufgesessen waren! Besonders Maiglockli und Githjan, zeigten sich erstaunt und erleichtert, da ihnen diese – schon traditionell zu nennenden – Juxereien der kecken Verbundvorsitzenden, noch nicht bekannt gewesen waren.

Doch Tulpeline hatte uns auch nicht ohne Grund zu den Steinen geführt, da sie einen besonders grossen von ihnen, als heutige ‚Würfelspielfläche‘ auserkoren hatte! Der Findling erwiess sich als überraschend bequem und wohl temperiert, als wir uns im Kreis, darauf niederliessen. Es war ein wirklich schön ausgesuchter Spielort, wir wir alle übereinstimmten. Nach kurzer Plauderei und der Erklärung der wichtigsten Regeln für die Neulinge unter uns, starteten wir auch gleich mit dem obligatorischen ersten beiden Runden, dem ‚Tiefst-‚, beziehungsweise ‚Höchstzahlwürfeln‘ mit dem hundertseitigen ‚Drachenauge‘, dem von Tulpeline selbstgeschnitzten Spezialwürfel. Diese Durchgänge konnten Faroweis und Githjan für sich entscheiden und erhielten jeweils einen Siegpunkt. Am Ende des Abends wurden diese Siegpunkte zusammengezählt, um den Gesamtsieger des Abends ermitteln zu können. Die verschiedenen Würfelspiele und deren Regeln, wurden ja schon ausgiebig in anderen Berichten über die Verbundwürfeleien beschrieben, weswegen ich hier nicht mehr näher darauf eingehen möchte.

Im Anschluss kamen aber das ‚Schnapszahlwürfeln‘, ‚Nah an 50‘, das ‚Höchst- und Tiefstzahlbilden‘, das beliebte ’21‘ und natürlich auch ‚Höher oder Tiefer‘, zum Zuge, wovon die meisten Spiele sogar zweimal hintereinander ausgewürfelt wurden. Die ‚Würfelfrischlinge‘, Maiglockli und Githjan, schlugen sich dabei recht ordentlich und konnten immerhin, einen (Maiglockli), respektive zwei ( Githjan), Siegpunkte für sich einheimsen. Ab der Hälfte des Abends, stiess sogar noch das Fräulein Evenila zu uns, die uns den Rest der Würfelei dann noch mit ihrem wunderbaren Lautenspiel versüsste. Sie hatte sich dafür extra auf einen benachbarten Findling platziert, was einen sehr kuriosen Anblick abgab und uns alle zum Grinsen veranlasste. Überhaupt ging es sehr locker und lustig zu, sodass es – neben der konzentrierten Würfelei – auch viel Anlass zum Lachen gab. So versuchte Githjan häufiger, mithilfe seiner ‚Hellseherkugel‘, seinen nächsten Wurf vorauszusagen, während Faroweis auf ein lebendiges ‚Glückskaninchen‘ zu setzen schien, das ständig um ihn herumhoppelte. Tulpeline und Maiglockli, konnten sich ein Grinsen, ob dieser Manipulationsversuche, nicht verkneifen, obwohl Faroweis mit seiner Methode recht gut zu fahren schien, konnte er am Ende, doch ganze vier Siegpunkte auf seinem ‚Würfelkonto* ansammeln! Githjan hingegen, sah – nach einem verlorenen Stechen gegen Tulpeline im Spiel ’21‘ – seine ‚Felle‘ immer mehr davonschwimmen und lenkte sich mit kleinen Zaubertricks ab, indem er – zum Beispiel – das Fräulein Evenila in allen Farben des Regenbogens, aufleuchten liess!

Selbige kicherte nur amüsiert auf, liess sich nicht ablenken und spielte, zu unserer Freude, unbeeindruckt und fehlerlos weiter. Derart unterhaltsam, verging der ‚Brauchtumabend‘ wie im Fluge, sodass es schon bald an die Auswertung der Siegpunkte ging. Letztendlich reichten dann Faroweis‘ vier Punkte, tatsächlich zum Gesamtsieg aus – vor Tulpeline selbst, mit drei Siegpunkten – und durfte einen Gutschein über fünf Tiegel hochwertiger Farbe, nach eigener Wahl, vom Handelshaus ‚Lykos‘, aus den Händen der Verbundvorsitzenden entgegennehmen. Der junge Herr Birnhaag freute sich sichtlich über seinen Sieg uns stemmte triumphierend, sein Glückskaninchen in die Höhe!

Wir bedankten uns anschliessend, alle nochmals bei Fräulein Evenila für ihre wunderschöne musikalische Begleitung, die sehr zur gelungenen Atmosphäre des Abends beigetragen hatte, bevor uns Tulpeline zurück zur sicheren Strasse eskortierte. So endete ein weiterer, erfolgreicher Würfelabend, bei welchem es dieses Mal, überraschenderweise, keinen ‚Nullinger‘ (einen Spieler ohne Siegpunkt) gegeben hatte. Ein gutes Omen, wie sich bei der Verabschiedung, alle einig waren!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Hui das muss aber ein toller Abend gewesen sein

    • Beuno Willowtree

      Ohja, das war er wirklich, liebe Mai! Schade, dass Du nicht dabeisein konntest! 🙁

  2. Tulpeline

    War ein toller Abend mit euch.

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