Berichte

Verbund für Hobbitisches Brauchtum: Beschauliche ‚Grill-Wanderung‘ rund um das Örtchen ‚Stock‘ absolviert

Vergangenen Sonntag, war wiedereinmal ‚Brauchtumsabendzeit‘ und Verbundsvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, lud ihre Schützlinge diesesmal, zu einer ‚Grill-Wanderung‘ in die schöne Gegend rund um das beschauliche Örtchen ‚Stock‘ ein, wo sich ab der achten Abendstunde, der Bauch mit Würstchen, Salat und knusprigen Grillfisch, gefüllt werden konnte.

 

Zum vereinbarten Zeitpunkt, durften Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote und ihre treue Hündin ‚Carli‘, am Mietstall zu ‚Stock‘, bereits drei Besucher begrüssen. Das Fräulein Maiglockli, der frischverheiratete, Faroweis Birnhaag, sowie meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, waren pünktlich und gut ausgerüstet, zur Stelle und harrten freudig der Dinge, die da kommen mochten.

Als dann schliesslich auch noch ‚Grillexperte‘, Bango Gerstfeld, zu uns stiess, ging es schon auf die halbneunte Abendstunde zu, sodass Tulpeline, den Brauchtumabend offiziell eröffnete und alle Teilnehmer der Wanderung, herzlichst begrüsste. Da die gewiefte Grenzerin stets sehr spontan handelt, hatte sie auch dieses Mal keine feste Route geplant, sodass wir uns alle überraschen lassen mussten, als die Verbundleiterin das Kommando zum Aufbruch gab.

Wir liessen uns von visuellen Eindrücken leiten und steuerten zunächst eine alte Hügelruine an, die seit undenkbaren Zeiten – lange vor der Besiedlung dieses Gebietes durch uns Hobbits – die kleine Bergkette südlich von ‚Stock‘ ziert. Für einige unter uns, war dieser Anstieg schon eine Herausforderung. Während Bango sich jetzt schon beschwerte, Hunger zu haben, erklommen die fitten Grenzer, Tulpeline und Faroweis, den Hügel nahezu mühelos und auch Fräulein Maiglockli gab eine sehr gute Figur ab.

Oben an den mächtigen Säulen angelangt, waren wir sehr überrascht, inmitten dieser Ruine, einige ‚Lange‘ – eine Dame und zwei Herren – anzutreffen, die sich dort wohl für ein romantisches ‚Techtelmechtel‘ eingefunden hatten! Wir Hobbits erröteten leicht, ob der zwischenmenschlichen Handlungen, derer wir dort gewahr wurden und beschlossen recht schnell, der Höflichkeit genüge zu tun und wieder den Abstieg anzutreten, wobei wir uns eines verschämten Kicherns nicht erwehren konnten!

Diese Begegnung war immer noch Thema, als wir schon wieder die Uferstrasse in Richtung ‚Stockturm‘ erreicht hatten und eben jener zu diesem baulichen Wahrzeichen der ‚Stock-Region‘ folgten. Sowas könne immer passieren, wenn man unangekündigt und planlos, irgendwo Langstapfen würde, rief uns Tulpeline – immer noch grinsend – über ihre Schulter zurück zu. Wir anderen zuckten nur mit den Schultern und warfen uns vielsagende Blicke zu.

Kurz vorm Aufstieg zum ‚Stockturm‘, hielten wir nochmal kurz am Ufer des ‚Brandywein‘ inne, wo wir die – trotz des leicht diesigen Wetters – grandiose Aussicht auf das gegenüberliegende ‚Bockland‘ genossen. Besonders das imposante ‚Brandyschloss‘ gab allenthalben Anlass für Ausrufe der Bewunderung und des Staunens! Ich war natürlich stolz, dass meine Heimat bei den anderen so gut anzukommen schien!

Nach einem erneut – zumindest für meine Wenigkeit – schweisstreibenden Weg, hinauf zum ‚Stockturm‘, beschlossen die anderen, zu meinem Verdruss, auch noch, auf den Turm selbst hinaufzuklettern, um die Aussicht von dort erleben zu können! Mithilfe einiger alter Balken, erklommen dann auch alle – selbst Hündin Carli! – recht mühelos, die untere Basis des Bauwerks.

Auch ich nahm dann allen Mut zusammen und mühte mich und mein stattliches ‚Lebendgewicht‘, die wackelige Behelfstreppe hinauf. Zum Glück half mir Fräulein Maiglockli, die mir dankenswerterweise, den Rücken stärkte, tatkräftig, durch Drücken und Festhalten – und Faroweis durch Hochziehen -, sodass ich nie wirklich in Gefahr geriet, wieder hinunterzustürzen.

Die Aussicht war alle Strapazen dann aber durchaus wert, konnten wir, von der Brandyweinbrücke, bis hin zu ‚Hagsend‘, doch das gesamte Bockland auf einmal bewundern! Grandios!

Bangos Magenknurren gemahnte uns dann wieder an den leeren Magen des immerhungrigen ‚Essperten‘, sodass Faroweis ein Machtwort sprach und den sofortigen Abstieg, sowie die Suche nach einem geeigneten Grillplatz befahl. Er erntete dafür zwar einen schelen Blick seiner Kollegin von der ‚Grünfeldkompanie‘ ( Tulpeline ), doch liess sie diesen Vorstoss nochmal durchgehen und schon bald, brannte an einer trockenen Stelle am Flussufer, ein fröhliches Grillfeuer.

Während Bango und Tulpeline, ihre mitgebrachten Karrotten- und Sauerampfersalate auspackten und ich einige ‚Balger‘ auf den Grillrost warf, liess Maiglockli die Leine ihrer mitgebrachten Angel fliegen, um das Mahl mit einigen Fischen erweitern zu können. Maiglockli war als einzige von uns, schlau genug gewesen, eine Angel mitzubringen, wofür sie einiges an Lob einstreichen konnte. Bango, Faroweis und ich, ärgerten uns doch schon ziemlich darüber, nicht Mitangeln zu können!

Maiglockli hatte zwar erst drei Fische gefangen, doch war unser Hunger da schon so gross, dass wir uns ersteinmal damit – und den Würstchen und Salaten – begnügten und eine erste ‚Zwischenmahlzeit‘ einlegten. Bei schönster Abendämmerung am ‚Brandywein‘, liessen wir es uns ordentlich schmecken!

Wir wurden dann auch noch mit einem wunderbaren Regenbogen belohnt, da über dem ‚Alten Wald‘ anscheinend ein Gewitter niedergegangen war. Ideale Bedingungen zum Fischefangen, sodass Maiglockli gleich wieder ihre Angel auswarf, zumal ihr Grillfisch vorher, sehr gut angekommen und von uns vollständig verputzt worden war!

Obwohl doch einige Wolken aufzogen, blieben wir am Westufer von Regen verschont und das patente Hobbitfräulein konnte, nahezu mühelos, noch fast ein halbes Dutzend Fische aus den Fluten ziehen! Zwar waren auch ein paar Büschel ‚Unterwassersauerampfer‘ dabei, aber dennoch war die Ausbeute in dieser kurzen Zeitspanne, mehr als beachtlich! Respekt!

So beschränkten wir uns im abschliessenden Grillgang fast ausschliesslich auf die frischen Fische. Zwischen Kauen und Schmatzen, wurde das Angelgeschick von Fräulein Maiglockli, immer wieder in höchsten Tönen gepriesen und auch Verbundleiterin Tulpeline, bestätigte ihr – mit vollem Mund – sehr zum Gelingen des heutigen Abends, beigetragen zu haben! Bango war ohnehin im siebten Himmel des Genusses und konnte garnichts mehr sagen!

Hernach ging der ‚Brauchtumabend‘ langsam dem Ende entgegen und Tulpeline hiess uns, Zusammenzupacken und das Feuer sachgemäss zu Löschen, bevor sie ihre Grenzerkeule im Gürtel lockerte uns noch zurück zum Mietstall begleitete, da auch in dieser Gegend natürlich gewisse Gefahren lauern konnten. Unter nun sternklarem Himmel, stolperten wir der patenten Grenzerin, dankbar und mit prall gefüllten Mägen, hinterher.

Am Stall trennten sich dann unsere Wege wieder. Wir bedankten uns bei Tulpeline, für den schönen Abend und verabschiedeten uns voneinander, mit dem Versprechen, beim nächsten Verbundtreffen, bestimmt wieder mit von der Partie sein zu wollen! So endete ein weiterer erfolgreicher Brauchtumabend, unter Leitung der ‚Verbundlegende‘, Fräulein Tulpeline Schweinepfote! Es war toll!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ach muss das ein schöner Ausflug gewesen sein und es ist ein toller Bericht! Leider konnte ich nicht dabei sein. Man sollte der jungen Dame mal das Angeldress des Angelvereins zur Verfügung stellen.

  2. juhu, das war toll, ich hab ganz viel gegessen, oja.

  3. Ja das war wirklich ein schöner Ausflug.

    Hihi Beuno nennt das Techtelmechtel da bei den zwei langen. Aber die haben in wirklichkeit nur rumgeknutscht.

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