Berichte

Tradition hochgehalten: ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘ besuchte erneut Winterheim!

Veranstaltungsbericht. Am, für ‚Brauchtumsabende‘ eher ungewöhnlichen, vergangenen Freitag, hatte die Vorsitzende des ‚Verbunds für Hobbitisches Brauchtum‘, Fräulein Tulpeline Schweinepfote, ihre Gäste, wie jedes Jahr, in das festliche Örtchen ‚Winterheim‘ eingeladen. Treffpunkt war allerdings am Mietstall zu Michelbinge, von wo es gemeinsam, ab der achten Abendstunde, in die Region ‚Frostfels‘ gehen sollte.

 

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Leider fanden nur drei Hobbits – Faroweis, Gutmond und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree – den Weg zum Mietstall in Michelbinge, was Verbundsvorsitzende Tulpeline, doch etwas enttäuschte, sich jedoch wohl mit der Veranstaltung vom Vortag, als der ‚Stammtisch zum Efeubusch‘ zur grossen Schneeballschlacht geladen hatte, erklären liess. Ein typischer Fall von ‚Schneemüdigkeit‘ eben! Der mitfühlende Faroweis, versuchte die Laune der patenten Grenzerin, mit einem fröhlichen Liedchen, wieder aufzuheitern.

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Doch dann liessen wir alle trübsinnigen Gedanken fahren, stiegen auf die Ponies und begaben uns flugs nach Winterheim, der Hauptstadt der Region ‚Frostfels‘. Sofort gerieten wir in winterliche Stimmung, als uns die eisige Luft dort umfing und wir diskutierten, welche der mannigfaltigen Attraktionen, die es hier gab, zuerst besuchen sollten!

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Nach nur wenigen Minuten der Diskussion, waren wir so durchgefroren, dass Tulpeline entschied, zuerst dem Theater einen Besuch abzustatten. Das Improvisationstheater ‚G.L.O.B.U.S.‘, empfing uns mit molliger Wärme, dem Stimmengewirr der zahlreichen Besucher und zu unserer grossen Freude, trafen wir dort auch auf das Fräulein Lilydalia, die uns nachgereist gekommen war! Wir umarmten die schüchterne Hobbitdame herzlich und beschlossen, uns alle, freiwillig als Schauspieler zu melden!

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Wir alle schlugen uns als ‚Mimen‘ recht gut, nur Fräulein Lilydalia, die so einen Spontanauftritt zum ersten Mal mitmachte, tat sich etwas schwer und wurde von den gemeinen, winterheimer Zuschauern, mit verrotteten Äpfeln beworfen! Wir mussten sie hernach, dann erstmal trösten und zeigten ihr, bei der nächsten Vorstellung, dass andere Darsteller es auch nicht besser machten und sogar noch unbeholfener agierten!

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Herr Gutmond bewiess sogar derart viel Talent, dass er vom Direktor einen Ehrentitel verliehen bekam, was ihn sichtlich freute! Aber er lobte auch Lilydalias Leistung in höchsten Tönen und behauptete, dass er nie eine bessere Debütantin gesehen hätte! Lily lief hochrot an und endlich schlich sich wieder ein Lächeln auf ihr Gesicht!

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Wieder raus aus dem Theater, entschieden wir dann, uns zum ‚Schneeballschlachtfeld‘ hinunterzubegeben, wo wir uns bei einer zünftigen ‚Ballerei‘, ersteinmal so richtig aklimatisieren wollten!

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Über den hübschen ‚Schneemannbauhang‘ – wo wir das Fräulein Sakuramakani antrafen, der wir erstmal Mut zureden mussten, da ihr der Schneemannbau nicht so recht gelingen wollte – kürzten wir den Weg zu ‚Schlachtfeld‘ kurzerhand ab und schlitterten mehr, als wir gingen, dem Spielleiter, Herrn Rhudy, entgegen.

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Bevor wir uns aber ins nasse Getümmel stürzten, hatte Tulpeline die gute Idee, schonmal die mitgebrachten ‚Balgfurter Würstchen‘ auf den beiden Feuerkörben, die recht und links, auf dem Spielleiterpodest aufgestellt standen, zu platzieren! So hätten wir gleich eine heisse Mahlzeit parat, wenn wir, von der körperlichen Betätigung geschwächt, aus dem ‚eisigen Geviert‘ zurückkehren würden!

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So entspannen sich mehrere furiose Runden der ‚Schneeballwerferei‘, wobei natürlich darauf geachtet wurde, nur ganz weichen und reinen Schnee, für die Bälle zu verwenden, da wir ja nur Spass suchten und niemand verletzt werden sollte! Manche von uns, die am Vortag bereits beim ‚Stammtisch‘ geschneeballert hatten, waren noch gut im Training und hatten daher einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen. So erwiesen sich dann auch Faroweis und Tulpeline, als die treffsichersten Werfer des Abends!

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Als wir – müde und frostig – zum ‚Würstchen-Abschlussmahl‘ zu den Feuern zurückkehrten, trafen wir erneut auf das Fräulein Sakuramakani, die wir natürlich sogleich, zum Balger-Essen mit einluden! Faroweis verteilte frischgebackene Brötchen von der ‚Bäckerei Smialtörtchen‘, die von Tulpeline mit jeweils einer dicken ‚Balgfurter‘ bestückt wurden, sodass niemand sich die Hände verbrennen musste. So endete dieser wunderbare ‚Winter-Brauchtumsabend‘ mit einem wahren Festmahl und bei bester Stimmung! Nachdem sich alle einen ‚Guten Rutsch‘ gewünscht hatten, erklärte Tulpeline, dann auch das letzte ‚Verbundtreffen‘ des alten Jahres, für ‚offiziell beendet‘!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuß

    Wie schade dass ich nicht dabei sein konnte. Das muss ein toller Abend gewesen sein und es ist ein nicht minder toller Bericht

  2. Tulpeline

    Auch wenn nicht soviele dabei waren, wars sehr lustig mit euch. Ich hatte viel spass.

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