Berichte

‚Südvierteliger Hobnanigans Club‘ veranstaltete öffentliche Trainingseinheit!

Am letzten Freitag standen beim ‚S.V.H.C.‘ – dem ‚Südvierteligen Hobnanigans Club‘ – allen Interessierten, die Tore weit geöffnet, da der Vereinvorsitzende, Snalpo Wolfstrapp, der Vereinstrainer, Faroweis Birnhaag und der Starspieler, Bardelas Gerstfeld, zu einem Schnupperkurs im ‚Hühnerschlagen‘ eingeladen hatten. Zur achten Abendstunde versammelten sich die Mitglieder und Besucher am Vereinsheim der Hobnanigansspieler, in der Auenlandsiedlung Pralling, um beim öffentlichen Training mitzumachen, oder sich das Ganze, einfach nurmal unverbindlich anzuschauen.

 

Bei meinem Eintreffen auf dem schmucken Vereins- und Trainingsgelände, mitten im schönen Pralling, traf ich zunächst nur auf den Vorsitzenden, Snalpo – im schicken Eierschalenhelm -, Cheftrainer, Faroweis und das ‚Profihuhn‘, Gerda, die ihre volle Spielertracht angelegt hatten und schon ungeduldig mit den Füssen scharrten.

Die beiden erfahrenen Hobnanigansspieler, deren grüngestreiften Trikots und Hosen, noch aus der ‚Nadel‘ des legendären ‚Grünen Faden‘ und dessen Besitzer, Filbu Buchsbaum, stammten, hielten bereits ihre professionellen ‚Hühner-Schlagkeulen‘ in Händen und vollführten damit einige Aufwärmübungen.

Zur Freude aller, traf dann das Fräulein Tamadora – eine grosse Anhängerin des Hobnanigansspiel, wenn auch nur als Zuschauerin – im Myrtenhof ein und wurde freudigst begrüsst, sowie – wie auch ich zuvor – mit einer heissen Hühnerbrühe mit Eierstich, bewirtet, die ihr bei den vorherrschenden, eisigen Temperaturen, auch sichtlich gut tat.

Da im Vorfeld schon einige Interessierte hatten absagen müssen und auch so nicht mehr viele Gäste erwartet wurden, rief Faroweis sodann, alle zu seiner offiziellen Begrüssungsansprache zusammen.

 

Faroweis: ‚Ich heiße alle willkommen, hier Beim SVHC. Dem Südviertel Hobnanigans Club! Besonders heiße ich unseren langjährigen, erfolgreichen Torhüter Snalpo willkommen. Damals wurde er von Eintracht Bolgerberg abgeworben. Ich bin seit langem der Trainer und wir kommen nun nach langer Zeit erneut hier zusammen. Mir bleibt also nur noch eines zu sagen: ‚HoHüHa!‘

 

‚HoHüHa!‘ war der offizielle Schlachtruf des Vereins, wie Snalpo – der übrigens auch die speziellen Hobnaniganshühner, höchstselbst züchtet und eigenhändig aufzieht – der verwirrten Tamadora, auf Nachfrage hin, erklärte. Die Abkürzung stand dabei für den Anfeuerungs-Ausruf ‚Hobnanigans-Hühner-Hauer!‘.

Als dann der beste Spieler des Vereins, Herr Bardelas, mit leichter Verspätung eintraf, stand dem Beginn der Trainingseinheit, nichts mehr im Wege und die Akteure enterten – mit einem Ausdruck der Entschlossenheit in den Augen – das frisch gemähte Spielfeld.

Die Profis demonstrierten, Tamadora und meiner Wenigkeit, Beuno Willowtree, ersteinmal einige simple Schläge, um zu zeigen, dass die gut trainierten Hühner, keinerlei Schmerzen beim Aufprall des Schlägers, auf ihre dick befederten Bürzel, verspürten und, im Gegenteil, sogar Spass an der ganzen Sache, zu haben schienen!

Hernach wurden wir ‚Amateure‘, zum Mitwirken eingeladen, was die gute Tamadora jedoch dankend ablehnte und sich für eine Rolle, als Zuschauerin entschied. Ich hingegen, nahm das Angebot zögerlich an und bereute es fast schon sofort wieder, da als erster Programmpunkt, von Trainer Faroweis, einige Laufeinheiten ausgerufen wurden.

Selbige entpuppten sich dann doch als relativ locker und selbst der ‚Slalomlauf‘ machte mir als Untrainierten, nur wenig Mühe.

Dann wurde es aber auch gleich interessanter, als Snalpo, eine Runde ‚Huhnweitschiessen‘ anordnete. Dabei musste eine Weite erreicht werden, die noch in den Begrenzungen des Spielfelds lag, aber andererseits, auch nicht zu kurz ausfallen durfte. Dies gelang allerdings nur leidlich gut, da man sich wohl erstmal ‚Warmschiessen‘ musste.

Ein weiterer gern gesehener Gast, traf dann mit dem Fräulein Josefenia Haarfuss ein, deren kleiner Begleiter – ein Igelchen namens ‚Bubbelchen‘ -, Tmadora sofort verzückte. Josefenia liess sich dann dazu überreden, auch einmal den Hobnanigansschläger zu schwingen und nahm hernach, sehr erfolgreich, an den Übungen teil.

Nachdem einige Zielschüsse auf die leeren Tore getätigt worden waren – wobei es mir sogar gelang, den ersten Treffer überhaupt zu landen! -, begab sich dann der etatmässige Torhüter, Snalpo ‚Die Mauer‘ Wolfstrapp, zwischen die Pfosten und bewiess sein Können und seine beeindruckende Reaktionsfähigkeit.

Wir verzweifelten nahezu an dem Hobbit mit dem Eierschalenhelm, der jedes unserer Hühner mühelos parierte! Erst Champion Bardelas, konnte ihn schliesslich doch, mit einer gezielten Henne ins obere Eck, überwinden. Danach war wohl der Bann gebrochen, sodass auch der guten Josefenia, ein schönes Tor gelang!

Wir verloren die Zeit völlig aus dem Auge, da wir mit soviel Spass bei der Sache waren und wurden von der einbrechenden Dämmerung, nahezu überrascht! Da Tamadora dann auch aufbrechen musste, erklärte Faroweis die Trainingseinheit offiziell für beendet und bat uns zur Verabschiedung, an die Seitenlinie.

Snalpo bedankte sich bei allen fürs Mitmachen und stellte einige baldige Wiederholung, dieser Demonstrationseinheit in Aussicht, wobei dann aber auch ein grosser ‚Theorieblock‘ mit durchgenommen werden sollte. Zum Schluss gab er uns noch eine philosophische Frage mit auf den Heimweg, über die wir mal sinnieren sollten: 

 

Snalpo: ‚Denkt mal drüber nach: Was war zuerst da? Das Huhn, oder der Hobnanigansspieler?!‘

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Hui, ein toller Bericht, oja! Aber du hättest mehr über den Eierstich schreiben können. Ich mag Eierstich, jammi.

  2. Mairad Flinkfuss

    Schade dass ich nicht dabei sein konnte und gut dass solche Traditionen gepflegt werden oh ja. Toller Bericht lieber Beuno

  3. Leider habe ich es hier auch nicht hingeschafft weil ich an dem Abend schon was vor hatte. Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten mal.

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