Berichte

Stammtisch zum Efeubusch: ‚Durins Faust der Gerechten‘ spielten fröhliches Konzert am Stammtischabend!

Am letzten Donnerstag, fand zur achten Abendstunde, wie gewohnt im Gasthaus ‚Zum Efeubusch‘ in Hobbingen, das Treffen des ‚Stammtisch‘ statt, welches dieses Mal, mit einem überraschenden musikalischen Höhepunkt aufwarten konnte. Die überaus bekannte Kapelle der Zwergengemeinschaft ‚Durins Faust der Gerechten‘ – ‚Die Fäustlinge‘ -, gab zahlreiche ‚Ohrwürmer‘ und ‚Immergrüns‘, aus ihrem umfangreichen Repertoire, zum Besten.

 

Der Besucheransturm hielt sich, kurz nach Öffnung der Gasthaustür, noch in überschaubaren Grenzen, sodass ich nach meiner Ankunft – neben den vier Musikern der ‚Fäuste‘ -, lediglich auf Gastwirt Bango und einige weitere Gäste, traf. Immerhin konnte ich so ersteinmal ungehindert, meine Bestellung – es stand Rinderbraten auf dem Menü – aufgeben, nachdem die erste Begrüssungswelle abgeebbt war. Erfreulicherweise, war mit dem Fräulein Irmeline, auch eine uralte Bekannte von mir zugegen, die ich wortwörtlich, seit Jahren, nicht mehr gesehen hatte! Eine wahrhaft tolle Überraschung und natürlich hatten wir einander jede Menge zu erzählen, während wir der famosen Musik der ‚Fäustlinge‘ lauschten.

Ebenso überraschend, wie Irmelines Zugegensein, war für viele Besucher, dieses mehr oder minder, spontane Konzert der talentierten Bartträger. Im Vorfeld hatte nämlich keine grosse Werbung, oder Ankündigung, mehr gemacht werden können, da die Auftrittsvereinbarung, recht kurzfristig geschlossen worden war. So waren nicht soviele Zuhörer im Publikum, wie die Musik der ‚Fäuste‘ eigentlich verdient gehabt hätte. Umso mehr genossen die anwesenden Gäste dann aber das traditionelle Liedgut der stämmigen Bierliebhaber! Dieses Mal traten die ‚Fäuste‘ als Quartett auf, wobei an diesem Stammtischabend, die Herren, Fürst Kriso, Rumbalin, Gollorin und Skuldori, am Start waren. Rasch hatten sie, kurz nach Beginn des Stammtisch, zur achten Abendstunde, auch schon die smialeigene Bühne geentert, kramten ihre Instrumente hervor und brachten ihre ersten Lieder zu Gehör, welche alle sofort in Feierstimmung versetzten. Die Zwerge, rund um ihren Fürsten, Kriso Sturmschild, liessen sich auch durch weiter eintreffende Neuankömmlinge nicht beeinflussen und bliesen ihre unnachahmliche Mischung aus traditionellen Tanznummern und epischer Zwergenfolklore, in die Reihen ihrer Zuhörer.

Unter selbigen befanden sich so illustre Gäste, wie, das bereits genannte, Fräulein Irmeline, die Fräuleins, Erdina und Evenila, sowie Grenzerin Tulpeline, Stammtischvorsitzender, Fredoberdt Beifuss, Samolin Schwarzfuss und Herr Faroweis Birnhaag, der an diesem Abend offiziell ‚herausposaunte‘, dass er bald Vaterfreunden entgegensehen durfte! Herzliche Glückwünsche dazu, an dieser Stelle, von der gesamten Wochenblatt-Redaktion, an Faroweis und seine holde Gattin, Fräulein Mairad Flinkfuss! Was viele auch nicht wussten, war die Tatsache, dass an diesem Stammtischtag, auch der Feiertag der ‚Deutlichen Einheit (von Törtchen)‘ begangen wurde. Dieser ging auf den Zeitpunkt, vor hunderten von Jahren zurück, als sämtliche, namhaften Zuckerbäcker des Auenlands, sich endlich – nach langen Jahren der Uneinigkeit – auf eine Grössen- und Umfangbegrenzung von Törtchen hatten einigen können. Auch wenn dies weitesgehend unbekannt war, wurde im ‚Efeubusch‘, nichtsdestotrotz, ordentlich abgefeiert und zu den schmissigen Klängen der ‚Fäustlinge‘, ungehemmt abgetanzt. Speziell für Fräulein Tulpeline – eine sehr gute Bekannte und Freundin der ‚Fäuste‘ -, stimmten die Musiker dann sogar ihr Lieblingslied ‚Ach, wär ich ein Grenzer‘ ( ‚Was sollen wir trinken‘ ) an, das der kleinen Grenzerin ‚runterging, wie Butter‘ und auch uns andere Zuhörer nicht unberührt liess.

Die schönen Musik der ‚Fäuste-Kapelle‘, die dann langsam zum Endspurt ansetzte, verzauberte wirklich jeden Einzelnen im Schankraum. Die ‚Fäuste‘ liessen sich zum Abschluss natürlich auch nicht lumpen und beendeten, mit ihrer eigenen Hymne, dem ‚Fäuste-Marsch‘, die ja traditionell, immer zum Ende eines ihrer Konzerte angestimmt wird, ihren mehr als famosen Auftritt zum ‚Tag der Deutlichen Einheit‘. Unter lautem Jubel und Applaus, verbeugten sich die Musiker mehrmals und Fürst Kriso bedankte sich – nicht ohne eine Träne der Rührung dabei zu verdrücken -, für den herzlichen Beifall und das fröhliche Partizipieren der Besucher. Danke, für diesen feinen Auftritt, liebe ‚Fäuste‘! Da alle noch in Feierlaune waren, enterte dann noch die bekannte Bardin, Fräulein Evenila, die Bühne und beeindruckte die Zuschauer bereits, bevor sie auch nur eine Note gespielt hatte, mit ihrem extravaganten Kostüm, samt frühlingshaften Kopfschmuck! So hatte sie schon vorab alle auf ihre Seite gezogen, als die immer fröhliche Musikerin, mit ihren Stimmungsliedern loslegte.

Parallel zu ihren lustigen Texten und süffigen Trinkliedern, nahm der Alkoholkonsum stetig zu, sodass Fräulein Millaray und Herr Bango, alle Hände voll zu tun hatte, um den Wünschen ihrer Kunden nachzukommen, zumal auch die ‚Fäuste‘ nach ihrem Auftritt, noch geblieben waren, um der hochgewachsenen Dame zu lauschen. Anscheinend hatte Evenila in letzter Zeit, viel geübt, da ihr Auftritt, nahezu ausschliesslich, aus brandneuen Nummern und Arrangements, zu bestehen schien, was alle natürlich noch zusätzlich verzückte, denn wann konnte man sich schonmal damit rühmen, bei einer echten Premiere anwesend gewesen zu sein! Die gute Stimmung kochte dann immer mehr hoch, was sich auch in den Ansagen der Musikerin niederschlug.

Evenila: ‚So, und jetzt…. werft mit eurer Unterwäsche!‘

Zwar wohl nicht ganz ernst gemeint, stand das Fräulein Erdina dann plötzlich trotzdem nur noch in ihrer Unterkleidung da! Die junge Hobbitdame hatten in ihrer Verzückung, wohl garnicht gemerkt, dass sie der Aufforderung von Fräulein Evenila nachgekommen und ihre Kleidung von sich geschleudert hatte. Natürlich war ihr dies überaus peinlich, als sie ihren Fauxpas am Ende des Liedes bemerkte. Selbstredend halfen alle Umstehenden ihr, die herumliegenden Kleidungsstücke schnell wieder zusammenzusuchen, sodass Erdina sich – wieder vollbekleidet – noch die letzten Lieder mit anhören konnte.

So endete dieser Stammtischabend, mit grossen Applaus, Pfiffen und Gejohle, für das patente Fräulein Evenila, die sich sichtlich erfreut, ob dieser positiven Reaktionen zeigte. Einen unterhaltsameren ‚Tag der Deutlichen Einheit‘ hatte es wohl seit langem nicht mehr gegeben, wie sich alle einig waren, als man sich voneinander verabschiedete. Danke, allen Beteiligten, für diesen wunderbaren, musikalischen Abend!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Das war tolle Musik da beim letzten Efeubusch-Abend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.