Berichte

Stammtisch zum Efeubusch‘ ballte Schnee mit Mitgliedern und Freunden!

Veranstaltungsbericht. Am vergangenen Donnerstag, blieb das ‚Gasthaus zum Efeubusch‘ einmal geschlossen, hatte die lustige Gemeinschaft doch zu einer Schneeballschlacht, auf dem Gelände ihres Sippensmial im beschaulichen Weiler ‚Lindental‘ eingeladen! Ab der achten Abendstunde, konnten sich alle Besucher davon überzeugen, ob tatsächlich genügend ‚weisses Nass‘, vorort vorhanden war, um die erforderlichen Wurfgeschosse formen zu können.

 

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War es aussergewöhnlich gewesen, dass soviel Schnee im Südviertel niederging, war es weniger verwunderlich, dass schnell schon wieder, der Hauptteil des kalten Weiss, weggeschmolzen war, als die zahlreichen Mitglieder und Freunde des ‚Stammtisch zum Efeubusch‘, zur vereinbarten Stunde, im Garten des Stammtisch-Smial aufliefen.

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Die Verantwortlichen hatten jedoch, alle Schneereste zusammengekehrt und somit, in zwei Ecken des Geländes, zwei ansehnliche, weisse ‚Inseln‘ geschaffen, die sich, für eine ordentliche ‚Schneballwerferei‘, als mehr als ausreichend, erweisen würden, wie Filbu erfreut exklamierte, nachdem er einen Schneehaufen auf einer dieser ‚Inseln‘ bestiegen hatte, um alle Gäste, willkommen zu heissen.

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Es blieb natürlich nicht aus, dass Filbu schon während seiner Ansprache, von mehreren Schneebällen getroffen wurde, da einige vorwitzige Spassvögel, anscheinend nicht an sich halten konnten und sich das ‚Ziel‘, als doch zu verlockend für sie gestaltete! Deshalb kam der findige Ex-Schneider, schnell zum Ende und hiess alle Gäste, sich ersteinmal am Backfeuer der ‚Bäckerei Smialtörtchen‘ zu stärken, bevor es mit der eigentlichen ‚Schlacht‘ losgehen sollte.

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Faroweis und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, hatten frisch gebackene Puddingbrezeln in verschiedenen Formen und – passenderweise – mit Eischnee gefüllte Minikrapfen, die kleinen Schneebällen glichen, im Angebot, während Filbu, würziges Winterbeerenbier an die Gäste ausschenkte. Nachdem sich alle daran gütlich getan hatten, rief Herr Craaco Birkenheim, der sich einige Varianten für den folgenden Wettbewerb ausgedacht hatte, alle Teilnehmer der Schneeballschlacht zu sich, um ihnen die Regeln des ersten Durchgangs erklären zu können.

 

Craaco: „NUN, SCHNEEBALLSCHLACHTEN WAREN SCHON IMMER TRADITION! MEIST WARF MAN DIE SCHNEEBÄLLE ÜBER DEN BRANDYWEIN AUF DIE BOCKLÄNDER UND ANDERS HERUM! SO WOLLEN WIR DER TRADITIOEN GERECHT WERDEN! BOCKLÄNDER UND FREUNDE DER BOCKLÄNDER, GEHEN MAL HIER HIN UND LINDENTALER DORT HIN! SOMIT HÄTTEN WIR ZWEI TEAMS. JEDE MANNSCHAFT ERHÄLT EINES DER SCHNEEBALLFELDER ZUGETEILT, WELCHES VERTEIDIGT WERDEN MUSS! DAS ZIEL IST ES OHNE ABGEWORFEN ZU WERDEN, INS FELD DER ANDEREN MANSCHAFT ZU GELANGEN. DAS HEIßT, MAN MUSS VERSUCHEN, AUFS GEGNERISCHE AREAL ZU KOMMEN, ABER AUCH GLEICHZEITIG, DAS EIGENE ZU SCHÜTZEN! WIRD MAN ABGEWORFEN, MUSS MAN ZUM SIPPENHAUS LAUFEN UND DANN ERST ZURÜCK ZUM EIGENEN FELD, EHE MAN WIEDER ANGREIFEN DARF!“

 

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So bildeten sich zwei Mannschaften – die ‚Blaumützen‘ und die ‚Rotkäppchen‘ -, die sich aufgeregt und voller Vorfreude gegenüberstanden und auf das Startzeichen von Craaco warteten, um mit dem lustigen ‚Schneeballschlachten‘ zu beginnen!

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Das famose Abwerfen und Hin- und Hergerenne, wogte von Seite zu Seite, wobei so mancher hart getroffen wurde und völlig durchnässt, die Strafstrecke zur Smialtür antreten musste, bevor letztendlich, die ‚Lindentaler Blaumützen‘ die Oberhand gewannen, da sie sich vorab, anscheinend, eine funktionierende Taktik ausgeknobelt hatten! Wir ‚Bockländer‘ gestanden dann fairerweise, unsere Niederlage ein, was aber auch durchaus zu verschmerzen war, da diese winterliche Tätigkeit, in Bockland – aufgrund eklatanten Schneemangels – überhaupt keine Tradition hat und auch beim ‚Braunflutfest‘, nur mit gänzlichen anderen ‚Substanzen‘ geworfen wird!

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Hernach stand das nächste Spiel an, welches augenscheinlich auf dem Klassiker ‚Versteckspiel‘ beruhte. Bis auf zwei Sucher – die sogenannten ‚Sackheimer‘, die durch orange Kappen gekennzeichnet wurden – mussten sich alle Partizipanten auf dem Gelände verstecken, während sich die ‚Orangen‘ im Smial aufhielten. Die Sackheimer kamen, nach gewisser Wartezeit, wieder hervor, mussten – logischerweise – alle Versteckten ausfindig machen und durch ‚Schneeballern‘ eliminieren!

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In der zweiten Runde dieses Spiels, hatte ich mir ein sehr originelles Versteck ausgesucht, mit welchem ich fast den Durchgang gewonnen hätte, falls ich nicht doch noch, durch die clevere Tulpeline Schweinepfote – die in der ersten Runde, als Letzte entdeckt worden war -, gefunden und abgeworfen worden wäre!

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So sammelten sich die ‚abgeworfenen Gefundenen‘ an den Kochfeuern, wo nun Balgfurter Grillwürstchen aufs ‚Tableau‘ kamen, während die ‚Sackheimer‘ noch die übriggebliebenen Versteckten, ausfindig zu machen versuchten. Dankbar scharrten sich die ausgeschiedenen Spieler, um die wärmenden Feuer und beobachteten, genüsslich kauend, wer denn wohl als Nächster aufgespürt werden würde!

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Neben Herrn Gutmond und Fräulein Tulpeline, erwiesen sich das Menschenfräulein Gondolyn und Hobbitfräulein Azaline, als die besten ‚Verstecker‘, die sich am Längsten, vor den ‚Sackheimern‘ hatten verbergen können und erhielten einen grossen Applaus für ihre Leistung! Aber ‚Dabeisein‘ ist schliesslich die Hauptsache und so war es sehr erfreulich, mit den Fräuleins, Gabiola und Elansina, auch die neuesten Mitglieder des ‚Stammtisch‘ unter den Feiernden, ausmachen zu dürfen!

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Dann hatten aber alle genug vom kalten Schnee und Herumgelaufe und es stand ihnen der Sinn nach gemütlicher Geselligkeit, sodass der Wunsch nach Musik und Tanz laut wurde, welcher dann auch postwendend, auf wunderbarste Art und Weise, von den ‚Fäustlingen‘, Suralin, Gollorin und Skodek, erfüllt wurde!

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Nach den ersten Liedern, wechselten die musikalischen Zwerge, dann auf eine der ‚Schneeinseln‘ und nutzten die eisigen Massen, als improvisierte Bühne, was ein sehr stimmiges Bild abgab! Craaco und Filbu liessen es sich nicht nehmen, ebenfalls erhöhte Positionen einzunehmen und – mit den verschiedensten Körperteilen – den Restschnee zum Schmelzen zu bringen! Das Tanzen, die tolle Musik und die Lagerfeuer, erwärmten Körper und Seele der zahlreichen, noch anwesenden Gäste, was den ‚Stimmungslevel‘ nocheinmal auf ein Rekordhoch schnellen liess und derart, einen würdigen Abschluss, für diese tolle Veranstaltung bildete!

Eine ‚Abschluss-Gruppen-Skizze‘, vor den seltenen Schneemassen, rundete das Ganze dann noch zusätzlich ab und bildete ein wunderschönes Motiv, das wohl ohne Umschweife, seinen Weg in die Archive der ‚Erfolgreichsten Veranstaltungen‘ des ‚Stammtisch zum Efeubusch‘, gefunden haben dürfte! Einen grossen Dank, an alle Stammtischler und sämtliche Besucher des Abends!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuß

    Ein wundervoller Bericht über einen ebensolchen Abend. Leider konnte ich nicht dabei sein aber Hebi schwärmt immer noch davon wie er dem Filbu Schneebälle ins Gesicht geworfen hat.

  2. Ganz famos, wundervoll! Ein gelungenes Ereignis, das kann man schon beim lesen sagen. Lob an Veranstalter für die die Regeln, Spiel, Musik und natürlich auch die Einrichtung! Ich bin begeistert und sehr traurig dass ich an dieser julfestlichen Stimmung nicht teilhaben konnte.

  3. Ein toller Bericht und ein ebenso toller Abend .
    Es war ein spass dabei zu sein :

  4. Ein toller Bericht. Die Veranstaltung war bestimmt turbulent und kurzweilig.

    Mit welcher Substanz werfen denn die Bockländer bei ihrem Braunflutfest, Beuno?

    • Beuno Willowtree

      Danke, für dein Lob, liebe Fara! 😀
      Äh, da wirft man mit..ääh…Schokopudding…genau!

  5. Mit Schokopudding wirft man nicht! Du flunkerst sehr häufig. Ich finde dis nicht gut.

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