Berichte

Smial-Einweihung im Weiler ‚Pfeifenbinge‘: Hobbitfräulein Teca hatte eingeladen!

Am letzten Mittwoch, gab Hobbitfräulein Teca, eine kleine Feier, anlässlich ihres Einzugs in ihr neues Smial, im Windungsweg Nummer vier, in der Südviertelsiedlung 'Pfeifenbinge'. Ab der achten Abendstunde, hiess die stolze, neue 'Stammtischlerin', ihre zahlreichen Gäste, auf 'heimischer Scholle' willkommen.

Bei meinem Eintreffen, im Windungsweg 4 – übrigens das gleiche Grundstück, das auch ich in ‚Finkhopfen‘ bewohne, weswegen ich bereits positiv voreingenommen war – waren schon einige Gäste vor Ort, die herzlich von der Gastgeberin, Teca, begrüsst wurden. Herr Gutmond war sogar in Verkleidung erschienen, da er wohl etwas in der Einladung misgedeutet hatte und erschreckte mit seiner Kostümierung auch gleichmal einige der Besucher.

Das traditionell gemütlich eingerichtete Smial der ‚Neustammtischlerin‘, gefiel uns Hobbits natürlich sehr und deshalb vollführten, Gutmond und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, auch eine symbolische Reinigung, mit einem Wattebäuschchen-Tischfeuerwerk und wohlriechenden Blütenblättern, die das neue Heim, von alten ‚Geistern‘ und ‚Chimären‘, befreien sollten! Fräulein Teca schaute eher skeptisch drein und sorgte sich – grundlos – um ihre Zimmerdecke.

Nachdem Herr Snalpo der Smialeigentümerin, auf Nachfrage hin, versichert hatte, das seine ‚Hausmaus‘, Frido, weder die Möbel zernagen, noch auf die Auslegeware koten würde, bemerkte Teca, wie ‚Essperte‘, Bango Gerstfeld, sich der abgesperrten Speisekammer näherte und sprang selbigen, behende in den Weg. Resolut verkündete sie, dass dieser Raum für alle – insbesondere Bango – tabu sei und nicht Gegenstand der Smialführung sein würde!

Zur allgemeinen Beruhigung, verteilte Teca dann, frischgebackene Blaubeertörtchen, zu denen sie aromatischen Tee reichte, den wir in ihrer entzückenden, feuerroten Elbensitzecke zu uns nahmen. Die filigranen Möbel, hatte sie bei einer Ausräumung von Gastgeschenken im Stadthaus, günstig ‚abgreifen‘ können, worauf sie sichtlich stolz war. Ich unterzog dem dazugehörigen Tisch, erstmal einer ordentlichen Belastungsprobe, was der strengen Hobbitdame, aus irgendeinem Grunde, nicht so recht zu gefallen schien.

Teca, die wohl einen Schuss ‚Sackheim-Beutlin-Blut‘ in ihren Adern fliessen hat, zog erneut ein missbilligendes Gesicht, als Fräulein Tulpeline Schweinepfote, nebst ihrer Grenzerhündin ‚Carli‘, das blitzblank geputzte Smial betrat. Während sie Tulpeline sehr herzlich begrüsste, schien ihr die Anwesenheit der ‚kuhgescheckten‘ Vierbeinerin, weniger zu goutieren.

Die Stimmung entspannte sich jedoch rasch wieder, als mit, Hobbitfräulein Beggi, Elbendame Luisewen und ‚Grossmogul‘, Craaco Birkenheim, gleich drei neue Besucher zu uns stiessen und Faroweis zu seiner Laute griff, um einige eingängliche ‚Immergrüns‘ zum Besten zu geben. Da schlich sich auch ein Lächeln auf Tecas gerötete Wangen, da sie mittlerweile auch bemerkt hatte, dass die mitgebrachten Haustiere, sich doch sehr manierlich verhielten.

Ihr Geduldsfaden drohte dann jedoch erneut zu reissen, als der ‚Barde Birnhaag‘ die allseits beliebte ‚Tischtanzpolka‘ anstimmte und wir alle, die nächstgelegenen, entsprechenden Möbel, bestiegen und darauf wild zu Schwofen begannen. Teca verwiess uns sogleich lautstark, der teuren Tische und schickte uns auf die stabileren Möbel in Eingangsnähe. Immer noch tanzend, lenkten alle Gäste ein und führten den Tanz, unbeeindruckt und noch ungehemmter, auf Kiste und Eichentafel fort.

Fräulein Millaray Maywine, die just hineingestapft kam, erschreckte sich nicht schlecht, als sie einer wild tanzenden Menge, auf der Einrichtung, ansichtig wurde, die dazu noch wild johlte und Freudenschreie ausstiess! Schnell machte sich dann aber ein wissendens Lächeln auf dem Gesicht der ‚Efeubuschwirtin‘ breit, kannte sie solches Gebahren doch schon zur Genüge, aus ihrer eigenen Gaststätte in Hobbingen.

Aufgrund der zahlreichen, neu eingetroffenen Besucher, führte Teca alle nocheinmal herum, wobei sie auch ihr geschmackvoll eingerichtetes Schlafzimmer präsentierte, das sehr viel Lob in unseren Reihen generierte. Bango liess es sich – trotz vorher erteilten Verbots -, in einem unbeobachteten Moment nicht nehmen, durch Herumhüpfen, die Federung des gemütlichen Bettes auszutesten!

Ein eher unpassendes Bild für eine Schlafkammer – das Porträt eines gröhlenden Bilwiss -, erregte dann die Aufmerksamkeit von Snalpo und Bango, die sich den Spass erlaubten und Teca fragten, was denn dies Abbild von Faroweis dort zu suchen hätte! Der cholerische Grenzerausbilder, fand das natürlich nur wenig lustig und beschwerte sich vehement, ob dieser Frechheit der beiden ‚Jungspunde‘!

Als dann noch das Fräulein Mairad und Menschenherr Sasch eintrafen, herrschte längst wieder Harmonie zwischen allen Gästen. Sasch und hernach auch noch Mairad, liessen dann einige stimmungsvolle Lieder erklingen, die noch zusätzlich zum erfolgreichen Verlauf dieser wunderschönen Einweihungsfeier beitrugen. Am Schluss blieb nur noch zu sagen: ‚Herzlichst Willkommen‘ im Südviertel, liebes Fräulein Teca!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den schönen Bericht lieber Beuno und noch einmal meine Gratulation an das Fräulein Teca

  2. Es war ganz schön was los bei der Einweihungsfeier hihi.

  3. Hagward Finkenhain

    Schöner Bericht. Danke 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.