Berichte

Schaurige Töne und Geschichten zur Gruselnacht in Bree

Zur achten Abendstunde versammelten sich die fantasievoll kostümierten Gäste in der Bibliothek zu Bree, erwartungsvoll schauten sie auf zur kleinen Empore auf der sich die Musikanten von „Sellath Belanin“ bereits aufgereiht hatten. Sebylla trat vor das Publikum, sie versprach den Zuhörern gruselige und melancholische Melodien zum ersten Teil des Abends. Zur zehnten Abendstunde sollte dann im Verlauf noch eine Gruselgeschichte folgen, wonach dann Tanzmusik gespielt, aber auch Musikwünsche erfüllt werden sollten.

 

Die ersten Gäste, bekamen gleich zu Anfang schon Geschenke für ihr Erscheinen. Eine wirklich nette und respektvolle Geste gegenüber den Gästen. „Sellath Belanin“ schätzen ihre Zuhörer sehr und scheinen sie nicht als selbstverständlich wahrzunehmen.

Die Stimmung war ausgelassen und sehr locker, die Gäste und die Musikanten kannten sich und man plauderte hier und da frei los und erzählte Scherze. Alles wurde jedoch still und aufmerksam, als Sebylla den Donner und Blitz angedroht hatte, mit den Worten „Thunder“ ging es dann gewitterisch los und die Leute feierten das Lied, am Ende auch mit viel Applaus und Jubel.

Kurz nach dem Donner folgte ein Zwischenspiel; die traurige Geschichte vom armen Bauer Ham, der beim Barbier zu Tode kam. Verlobt war er mit Gestrud Greulich. Beide beschlossen, dass der Umstand begossen werde. Bauer Ham wollte sich bei dem Feste von seiner besten Seite zeigen. Im Laden der Maître Jaques liess er sich dazu die Haare stutzen, doch der Barbier, verfehlte das Haar und trieb dem Bauern die Schere ins Denkgehäuse. Der unfähgiste Barbier der Welt setzte sein Treiben weiter und verunschönte den armen Bauern immer weiter. Letzten Endes ging der Barbier fröhlich singend zu Getrude. Dieser Lump hatte wohl ein Auge auf des Bauerns Liebste geworfen.

Sebylla trug die Geschichte sehr spannend und schnell mit gut sitzenden Reimen um, die Zuhörer waren aus dem Häuschen, sie erfreuten sich sehr an der Geschichte. Dann setzte die Musik wieder ein, in den Köpfen der Gäste jedoch steckte noch, wie des Barbiers Schere in des Bauerns Kopf, das tragische Ende der Geschichte.

Ein ungebetener Gast fand gefallen daran, das Konzert zu stören, indem er sich hinstellte und mittels Gegenlautenspiel ein musikalisches Durcheinander entstehen ließ. Den Valar zum Dank verschwand der Störenfried auch schnell wieder.

Zum Ende des Abends hin gab es noch eine weitere spannende Geschichte, von Sebylla vorgetragen, sodass es in der Nacht nochmal richtig schön schaurig wurde. In einer Katakomben-artigen Kellerei endete ein Mann auf tragische Weise eingemauert. Für den Gruselabend ein spannendes Thema, es war hochwertig vorgetragen und auch bei den Gästen ist die Geschichte von schaurigem Applaus gewürdigt worden.

  1. Beuno Willowtree

    Feiner Artikel, Ahilleth, dankeschön! 🙂 Du und Nayel habt die Atmosphäre gut einfangen können. Schade, dass ich es nicht mehr zum Konzert geschafft habe. 🙁

  2. Mairad Flinkfuss

    Ein schöner Artikel Danke fein. Aber muss ziemlich gruselig da gewesen sein … Bibber

  3. Kirgon Stahlhammer

    Jau… ich war auch erst später da und bekam nur die 2. Geschichte mit, aber die war toll. Auf alle Fälle ein lobenswerter Konzertabend.

  4. auch finde ich den Ort ungemein passend für solch ein Spektakel. der Klang in diesem alten Gemäuer war sicher umwerfend und schaurig zugleich! Bravo für die Austragung und den Bericht!

  5. Finde ich auch, Ahilleth; feiner Artikel. Und vielen Dank für die lobenden Worte.
    Aber eine kleine Korrektur sei mir erlaubt:
    Es waren die Silberdisteln, die das Konzert vorbereitet und veranstaltet haben. Sellath belanin (also die Töchter der Valar – für alle, denen Sindarin nicht so geläufig ist, wie Herrn Ahilleth -) ist eine Elbensippe, die uns freundlich aufgenommen hat und die manchmal den Begleitschutz stellt, wenn wir mit unseren Instrumenten, Pony und Wagen quer durch die Lande ziehen.

  6. Ich habe nicht alles gesehen und gehört. Aber das was ich gesehen habe war wundervoll. Danke an die Silberdisteln.

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