Berichte

Samolins Grenzerpraktikum – Teil 4

Wie ein Blatt das durch tosenden Sturm vom Ast geweht zu Boden geht, so fallen im gleichsamen Tempo meine müden Augen zu. Ich liege gemütlich auf meiner Hängematte, lediglich meine Fuß Haare bewegen sich im Takt des Windes mit, von leichtem Windstoß zu Stoß, tanzen die kleinen Haare auf der Haut mit. Es wirkt fast friedlich wie ich hier auf meiner Hängematte liege. Auch wenn man bedenkt, dass die Sonne mir eine wohltuende Wärme spendet.

 

Doch eines will mir nicht aus dem Kopf gehen. Es sind keine Geister und auch keine Gedanken an die Zeit bis zum nächsten Mahl, die mich plagen. Es plagt mich der Gedanke alleine zu sein. Wenn Ihr verstehen wollt, was einen Hobbit dazu antreibt Grenzer des Auenlandes zu werden, dann lest jetzt was ich zu dazu sagen habe. Denn ich erklärte mich bereit diesen Weg zu gehen und ich möchte diesen Weg nun mit Euch teilen. Und so ein Weg beginnt nicht beim ersten Schritt, nein, er beginnt beim Gedanken. 

Ich bin ein Schwarzfuß und daher sehr ehrgeizig und zielstrebig, so setze ich mir die höchsten Ziele. Als ich zur Wache wollte, war mir schon von Anbeginn an klar, ich möchte zur besten Wachkompanie des Auenlandes!

So eine Grenzerkompanie ist schon etwas wie eine Familie, ein jeder steht für den anderen ein. Vor allem dieser Gedanke daran hat mir besonders gut gefallen und mich dazu gebracht der Grünfeldkompanie beizutreten.

Nun bin ich schon ein paar Tage dort, im Praktikum, sozusagen. Mir gefällt es richtig gut, auch wenn es oft gefährlich wurde und ich auch etwas zu leichtsinnig bei der Sache war. So merke ich aber auch, dass mich Tulpeline immer mehr zu einer brauchbaren Wache formt. Sie ist sehr streng und sehr pflichtbewusst. Ich nehme sie mir auch ein wenig als Vorbild, da muss ich ehrlich sein.

In mir steckt vieles eines Schwarzfußes, auch die Leichtsinnigkeit. Die steht mir oft noch im Wege. Ich begegnete einem Bilwiss und war so töricht, alleine auf ihn los zu gehen. Einzig der Zufall hat mich vor einem schlimmen Ende bewahrt. Auch Bären und Wölfe sind mir schon auf meiner Reise begegnet. Das spannendste das ich sah und was ich mir gerade vor Augen halte, während ich in der Hängematte von links, nach rechts wippe, war Tulpelines Kampf mit der Spinne an der Grenze zu Evendim.

Ein Schreck-Moment, ein Schrei vom Nachbarsgrundstück reißt mich aus meinen Tagträumen. Ich öffne die Augen, schaue mich um, wie ein Luchs der auf seine Beute lauert. Doch es ist von der Bequemlichkeit meiner Hängematte aus nichts zu sehen. Ich schiebe den Teller mit Kuchenkrümeln von meinem Bauch und kämpfe mich von der Hängematte runter. 

Einige Meter bis hin zu meinem Gartenzaun. Mit Blick auf den Nachbarsgarten, rüber zu Gerdowin. Der sich so tollpatschig wie er ist sicher nur hingelegt hat. Der Sicherheit wegen und weil ich als ein freundlicher und hilfsbereiter Nachbar bekannt bin, geh ich hinüber zu ihm.

Ich rage wie ein Baum über ihm, der ihm, wie er auf dem kleinlich kurz geschnittenen Rasen liegt, Schatten spendet. Ich beuge mich zu ihm herab und rüttle an ihm. Gredowin rührt sich nicht. Als erstes schoss mir schnell wie ein Elbenpfeil, der Gedanke durch den Kopf, oh nein, er ist doch nicht etwa tot umgefallen?

Ich sehe mich um, neben ihm liegt ein Stein. An seinem Kopf erblicke ich einen kleinen roten Kreis auf der Stirn. Es machte den Eindruck, als sei Gredowin bewusstlos. Beim weiteren Umsehen, erblickte ich… Es wird mir plötzlich soooo dunkel vor den Augen…

Hallo! Ich bin Samolin und um es etwas genauer zu sagen, von Geburt an sogar noch ein Schwarzfuß. Wir aus dem Stammbaum eben dieser Schwarzfüße waren schon immer sehr kreative und aufgeweckte Hobbits. So ist es kaum wunderlich, dass die Musik und das Schreiben für uns einen enorm hohen Stellenwert haben. Es ist beides ein Bestandteil meines Lebens und ich bin hier um diese mit Euch zu teilen.

  1. Beuno Willowtree

    Huch! Was ist denn da am Ende passiert? Auf jeden Fall, toll und spannend geschrieben, lieber Samo! 🙂

  2. Ohwei! Hat da jemand einen Stein nach deinem Nachbarn geworfen und seinen Kopf getroffen?

  3. Tulpeline

    Da war Samolin sehr unvorsichtig. Da muss ich ihm noch einiges beibringen jaja.

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