Klatsch & Tratsch
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Man munkelt … im Auenland

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Meldungen. Werte Leser, was für eine Woche. Es ist viel passiert und es wurde kräftig gemunkelt. Und auch wenn Euch das zu den Ohren herauskommt, werte Leser, die Verfasserin wird Euch den Hinweis nicht ersparen, dass Munkeleien eben nicht immer, vielleicht auch nur gelegentlich, wahr sind und daher bildet Euch selbst eine Meinung.

 

Eine angebliche Munkelei ist keine, auch wenn sich um das Ereignis noch einige andere Munkeleien drehen. Fräulein Schalotte Pfefferpott und Herr Filbu Buchsbaum haben beim Monatsmarkt in Lützelbinge am 20. Vorlithe den Schritt in die Ehe gewagt. Herzlichen Glückwunsch, möchte die Verfasserin auf diesem Wege sagen.

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Eine Ehe hält so stark, wie die Seile, die beide Partner ständig weiter weben.
Liebe ist kein Solo
Liebe ist ein Duett.

 

Nun dass das ganze Auenland über jenen denkwürdigen Tag munkelt, ist doch selbstverständlich werte Leser.

Die Munkelei, dass Schalotte Pfefferpott noch am Abend der Vermählung in die Stadthöhle gegangen ist, um ihren neuen Nachnamen (Buchsbaum) notariell beglaubigen und dokumentieren zu lassen, hält die Verfasserin nicht nur für wahrscheinlich, nein sogar für sicher zutreffend, da Frau Buchsbaum die personifizierte Ordnung ist, werte Leser.

Das Gerücht, dass die Hochzeit nur aufgrund einer Wette zustande gekommen ist und Herr Birkenheim Junior bei dieser Wette, weil Herr Buchsbaum „Ja“ gesagt habe, 100 Silberstücke verloren habe, ist nach Ansicht der Verfasserin an den Haaren herbeigezogen. Es mag sein, dass eine Wette der Anlass war, der Grund für die Hochzeit war es zumindest nicht, da diese beiden sich inniglich zugetan sind und ein wunderbares Paar sind, das ist ein Grund für eine Hochzeit.

Auch wird erzählt, dass Pontoweis Pfefferpott und Craaco Birkenheim sich bei der spontanen Hochzeit in Lützelbinge klammheimlich ins Trauzeugenamt begeben haben indem sie sich einfach links und rechts neben das Brautpaar postierten. Nun, werte Leser, Trauzeuge zu sein ist ein wichtiges Amt, wenn man so will und es ist doch ein Zeichen großer Anerkennung, wenn sich dafür so schnell Freiwillige finden.

Eine vollkommen abseitige, ja geradezu so lächerliche Munkelei, dass nicht einmal ein Langer dieser für wahr halten könnte, besagt, dass Schalotte Pfefferpott Craaco Birkenheim als persönlichen Eheberater eingestellt habe. Laut eigener Aussage ist Herr Birkenheim der beste Mann für Ehekonflikte und könnte der Frau bei Bedarf mit gutem Rat zur Seite stehen. Werte Leser, ein Junggeselle, der im betrunkenen Zustand ohne deren Zustimmung in der Öffentlichkeit Frauen küsst und sich noch nicht einmal entschuldigt, soll als Eheberater arbeiten, also bitte. Außerdem ist die Verfasserin der Überzeugung, dass das Ehepaar Buchsbaum keinen Eheberater brauchen wird.

Weitere Vorkommnisse auf dem Monatsmarkt

Es wird gemunkelt, dass manche Hobbits vom Lützelbinger Markt über Halluzinationen klagten. Man munkelt, dass Beuno Pastinaken in den Pfannkuchen verarbeitet haben soll und diese in Kombination mit den anderen Zutaten zu den Wahrnehmungsstörungen führten. Nun werte Leser, zu den Pastinaken später mehr.

Allerding erklärt diese Munkelei eine andere seltsame Munkelei, dass jemand auf dem Monatsmarkt den Hobbits sprichwörtlich einen Bären aufbinden wollte, weil ein Bär in Lützelbinge gesehen worden sein soll angeblich überall dort wo eine Lange mit lila Gesichtsbemalung auch war. Was Pastinaken alles so anrichten können, werte Leser, schrecklich.

Auch bei der folgenden Munkelei kann die Verfasserin nicht ausschließen, dass Sinnesstörungen im Spiel gewesen sein könnten, werte Leser. So wird erzählt, dass eine Jugendfreundin von Herrn Birkenheim etwas zu schelmisch war und den Verdacht erregte ein Feuer zu legen. Bubikopf soll beim Beobachten der jungen Frau gefolgt sein und einen Brandgeruch wahrgenommen haben. Daraufhin alarmierte er die verbliebenen Besucher des Monatsmarktes und ließ unter anderem Narcia und Tulpeline Wassereimer zu Herrn Faroweis bringen in dessen Nähe es verkockelt roch. Es stellte sich dann heraus, dass er lediglich einen etwas dunkeldunkelbraunen Pfannkuchen dabei hatte.
Bei späterem Nachfragen bei der Frau Antama wollte sie nicht erklären für was sie das Feuerzeug von der Kerzenhändlerin gebraucht habe und wohin sie genau damit weggelaufen war.

Eine, nun nennen wir es einmal romantische Munkelei, besagt, dass Pontoweis Pfefferpott mehr Interesse an der Kerzenzieherin hatte als an deren Produkte. Dürfen wir uns auf eine weitere Hochzeit freuen, werte Leser?

Beuno Willowtree und die Pastinaken

Nun werte Leser, dass die Verfasserin Pastinaken sehr kritisch gegenüber steht, ist keine Munkelei sondern ein offenes Geheimnis. Letzens hat sich die Verfasserin bei einer Redaktionssitzung dazu überreden lassen, von Beunos selbstgemachten Pastinakenchips zu probieren und sie schmeckten tatsächlich gar nicht schlecht, so etwa 4 Tört, würde die Verfasserin meinen. Allerdings hat die Verfasserin davon zwei Tage lang schreckliches Bauchweh bekommen und konnte das Smial nicht verlassen. Nun wird gemunkelt, dass .Beuno Willowtree nun plane – nachdem er die Unbekömmlichkeit diverser Pastinakenprodukte in seinem Freundeskreis beobachtet hatte -, eine Teemischung aus Sauerampferblättern und getrockneten Pastinaken zu erschaffen, welche den Magen ungeübter Pastinakenkonsumenten, schonend auf deren zukünftigen Genuss vorbereiten solle! Erste Brühversuche hatten allerdings angeblich, genau den gegenteiligen Effekt und sollen zu ausgiebigen Erbrechen geführt haben! Beuno, das wird nichts, wirklich nicht, manche vertragen dieses komische Gemüse und manche nicht.

Diese Munkelei wird auch noch unterstützt durch das Gerücht, dass Tulpeline langsam Angst bekommt etwas Essbares von Beuno anzunehmen weil überall Pastinaken enthalten sein könnten.

Nun, werte Leser, so sehr wie die Verfasserin Pastinaken ablehnt, so sehr liebt Beuno dieses Gemüse und daher hält die Verfasserin es für sehr wahrscheinlich, dass der Beuno alles tun wird, um anderen Hobbits von seiner Vorliebe zu überzeugen. Hm was Beuno wohl dazu sagen würde, wenn die Verfasserin das mit Käse versuchen würde, den Beuno wiederum verabscheut.

Waido Freyluft

Es geht die Munkelei um, dass Herr Waido Freyluft an einem Abend dieser Woche heimlich Besuch einer Elbe in seinem Smial gehabt hat. Als diese das Smial verlassen hat soll sie kopschüttelnd vor sich hin gemurmelt haben “Diese Quacksalber in Bree… so etwas unverantwortliches.“ Nun dieses Gerücht ist sehr mysteriös, werte Leser, zumal Herr Freyluft schon seit langem nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden sein soll. Was hat dieser Hobbit mit Elben zu tun und wieso Bree? Ist er krank? Fragen über Fragen, werte Leser.

Marblo Schleichfuß

Offensichtlich tut sich Herr Schleichfuß in der letzen Zeit dadurch hervor, Eier zu verkaufen, werte Leser und mehr als einmal ist das Gerücht aufgekommen, dass er entweder die Eier oder auch gleich die Hühner bei Herr Sandson entwendet haben soll.

Diese ungeheuerliche Vermutung, Herr Schleichfuß ist weder überführt noch verurteilt, werte Leser, wird durch die Munkelei unterstützt, dass Bauer Sandson in letzter Zeit über eine deutlich verringerte Hühnereiproduktion klage.

Auch über die „Verkaufmethoden“ des Herrn Schleichfuß ist eine Munkelei im Umlauf werte Leser, die die Verfasserin besten falls als unappetitlich bezeichnen kann.  Es wird gemunkelt, dass Marblo Schleichfuss eins seiner angepriesenen Eier mit Spucke sauber gemacht haben soll, woraufhin niemand mehr ein Ei von dem umtriebigen Wegscheider kaufen wollte. Angeblich habe er daraufhin die Eier frustriert fallen gelassen und so für eine riesige Sauerei auf dem Dorfplatz gesorgt. Nun es würde zu Herrn Schleichfuß passen, das Weite zu suchen ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, wenn man ihm auf die Schliche gekommen ist, werte Leser.

Eine Munkelei gibt jedoch Anlass zur Hoffnung, werte Leser. Herr Bubikopf Glüxschmied hat bekanntlich ein großes Herz. Es wird erzählt, dass Bubikopf angeboten habe sich Marblo anzunehmen inklusive Anstellung und Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen. Aus Mitleid und Nächstenliebe natürlich. Herrn Bubikopf soll daraufhin gesagt worden sein, dass Marblo mit seinem Leben in Wegscheid glücklich wäre, was Bubikopf nicht glauben können. Nun werte Leser, lasst uns für Marblo hoffen, dass das Angebot nicht nur eine Munkelei ist.

Lange in Lindental

Es ist keine Munkelei, werte Leser, dass ein Langer nach Lindental gezogen ist. Allerdings ranken sich Munkelein darum, wie sich dieser Herr beträgt, werte Leser. So befürchtet wohl ein Landbüttel den Untergang des Auenlandes, wie gemunkelt wird. Auch wird erzählt, dass der Menschenherr Testhor und seine Pflegetochter, die ins schöne Lindental gezogen sind, entgegen ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft, nicht von allen Hobbits herzlich willkommen geheißen worden sein sollen! Besonders ein hoch-cholerischer Landbüttel und der bekannte Geschäftsmann, Craaco Birkenheim, hätten sich aufgrund von Nichtigkeiten, sehr echauffiert und immer mehr hochgeschaukelt, sodass es beinahe zu Handgreiflichkeiten gekommen wäre! Der zufällig anwesende Anrainer, Herr Frarbras Birnhaag – Vater des bekannten Grenzers und Backstubenbesitzers, Faroweis Birnhaag – habe spontan als Mediator fungiert und hätte somit, noch das Schlimmste verhindern können! Nun dazu kann die Verfasserin nur eins sagen, gerichtet an meine Mithobbits: SCHÄMT EUCH! Ja er ist ein Langer, na und? Tuni ist auch Lang und der Herr Hammersund, ein guter Freund der Verfasserin auch. Und ja Vorsicht ist gut, Paranoia nicht. Herr Testhor hat sich als Gast des Stübchens geradezu mustergültig benommen, anders als gewisse Hobbits. Nur weil er ein Langer ist, ist er deswegen keine schlechte Person und die Regeln der Gastfreundschaft gebieten eine gewisse HÖFLICHKEIT.

Diese Munkelei wird durch ein weiteres Gerücht ergänzt. Es wird erzählt, dass der “Lindentaler Lange” sich die Warnungen und Rügen des Oberlandbüttels des Südviertels Palinas Buckler zu Herzen genommen hat. Seit längerer Zeit verhält er sich zurückhaltend und unauffällig. Buckler soll auf eine Nachfrage hin gesagt haben: “Das ist ein Resultat meiner langjährigen Erfahrung als Landbüttel: Väterlich streng, aber nicht ohne Milde!”. Nun, derjenige, der diese Munkelei in die Welt gesetzt hat, verwechselt nach Ansicht der Verfasserin einiges. Herr Testhor ist ein freundlicher Herr, siehe auch das Gespräch der Verfasserin mit ihm in der heutigen Ausgabe. Es bedurfte keinerlei Warnungen eines Landbüttels dazu, werte Leser.

M.W. für A.W.
Kategorie: Klatsch & Tratsch

von

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

8 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Eine schöne Zusammenstellung der dieswöchigen Munkeleien, liebe Mai! :) Waido gibt sich mit Elben ab? *tztz* Also, dass mit meinem Tee wird schon noch! Ich scheine da nur etwas verwechselt zu haben! *grmpf* Und die ‘Pikanten Pastinaken Pfannkuchen’ auf dem Markt, waren von Faroweis authorisiert und haben keine Wahnvorstellungen ausgelöst…die Sache mit Schalotte und Filbu war ja schliesslich real! ;)

    • Mibi W. sagt

      Thihihi, die Anti-Pastinaken-Kampagne hat mit meinem Liedel begonnen. Uno das wird nix mehr! *grins*

      • Beuno Willowtree sagt

        Grmpf! Das Lied war eine Frechheit, obwohl es, wie alle deine Kompositionen, ganz hervorragend getextet war, Mibi! :(

  2. Hobbits sollten immer freundlich sein, auch zu Langen, die in unsere Nachbarschaft ziehen. Erst wenn sie unfreundlich sein sollten, darf man ihnen gegen dis Schienenbein treten. Aber nicht vorher schon.

    Ich mag Pastinaken auch nicht. Aber ich finde es toll, wie sich Beuno anstrengt, für sein bevorzugtes Gemüse zu werben, um es anderen näher zu bringen. Ich habe ihn ja auch schon veralbert, als ich meinte, daß es schlimmer schmecken würde, als Laramees Pupsfisch. Aber seine unermüdlichen Bestrebungen, dieses Gemüse zu verbreiten finde ich beachtlich. Und dis mit dem Pupsfisch war nur ein Spaß. Nichts, wirklich nichts schmeckt so… äääm… WÜRZIG, wie der Pupsfisch meiner Zwillingsschwester. Aber im Gegensatz zu Pastinaken ist man beim Pupsfischgenuß mit einer Halluzinationen noch gut bedient.

    Die Munkeleien, daß Eier oder gar Hühnchen stibitzt werden, machen mir wirklich Sorgen. Ich weiß wie dis ist, wenn einem sein Hühnchen weggenommen wird. Laramee bewacht jetzt unseren Hühnchenstall sehr aufmerksam.

  3. Kirgon Stahlhammer sagt

    Höchst interessant was da so alles gemunkelt wird. Bin nur grummelig, dass mir keiner was von der Hochzeit vom guten Filbu gesagt hat. Nun ja, bin halt nur ein Zwerg der zufällig da wohnt….. hehe

  4. Tulpeline sagt

    Also ich habe Herr Testhor bisher auch nur als netter Mann kennengelernt.

    Und die Pastinkanengeschichte von Beuno nimmt wirklich langsam unschöne Züge an.

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