Berichte

Man munkelt … Im Auenland

Nun werte Leser, kaum hat die Verfasserin einmal besseres zu tun wie Hochzeit feiern und den Gatten der Verfasserin versorgen, wie es sich gehört, wird gemunkelt auf „Ork komm raus“, wie man in den Blauen Bergen so sagt. Und natürlich wäre dies nicht die Rubrik der Verfasserin, wenn nicht der obligatorische Hinweis erfolgte, dass Munkeleien eben genau das sind und nur weil jemand etwas erzählt es noch lange nicht wahr sein muss.

 

Maiglockli und Farabas

Man munkelt, dass der Herr Farabas von Anfang an ein falsches Spiel mit dem Fräulein Maiglockli getrieben haben soll. Sein Plan sei es gewesen, sie an die Kröten im Moor zu Froschmoorstetten, seinem Heimatort, zu verfüttern. Nachdem er die nichts ahnende Hobbit-Dame ins Moor gelockt habe, soll sogleich eine hungrige Kröte daher gehüpft sein. Fräulein Maiglockli habe sich jedoch, zum großen Erstaunen des Herrn Farabas, erfolgreich zur Wehr gesetzt. Das habe den Herrn derart begeistert, dass er nun wahre Gefühle für das Fräulein Maiglockli hege und sie sogar bereits seiner Familie vorgestellt habe. Seit dem Sonntag trägt das Fräulein Maiglockli eine Silberkette, die angeblich als Verlobungsgeschenk dienen soll.

Werte Leser, also die Verfasserin mag ja einiges glauben aber dass der gutmütige Farabas der jungen Dame nach dem Leben trachtet, nein, das ist Unsinn.

Munkelwahrscheinlichkeit: 0

 

Außerdem munkelt man, dass Fräulein Maiglockli vorhabe, vor der geplanten Vermählung mit dem Herrn Farabas zu flüchten. Sie sei dabei beobachtet worden, wie sie gemeinsam mit einer Elbenfrau ihre nötigsten Habseligkeiten zusammengepackt habe und dann mit besagter Elbenfrau gen Westen gezogen sei. Dort soll die Hobbitdame mittels Stelzen als Elbin verkleidet unter den anderen Elben leben wollen.

Nun werte Leser, die Verfasserin hat Fräulein Maiglockli als junge Dame kennen gelernt, die sich zu benehmen und zu behaupten weiß. Sollte sie also tatsächlich Herrn Farabas nicht ehelichen wollen, dürfte dies kein Grund sein, zu flüchten, sondern ein Anlass, ihm dies mitzuteilen. Daher ist diese Munkelei in den Augen der Verfasserin maßlos übertrieben.

Munkelwahrscheinlichkeit: 2

 

Fausthiebe bei den Fäusten?

Es wird erzählt, dass ein gewisser Zwergenherr bei Durins Faust kein Seneschall mehr ist und dieser gewisse Zwerg in Sippenstreik gegangen ist. Vehement weigere er sich seine Seneschall-Tracht abzulegen und nur noch die Mitglieder-Tracht zu tragen. Er habe auf die Frage, warum er nicht die Tracht anzöge, geantwortet: „Einmal Seneschall, immer Seneschall. Nur über meine Leiche bekommen sie die Seneschal-Tracht zurück!“.

Was soll die Verfasserin dazu sagen, werte Leser. Die Söhne Durins sind stolz, sehr stolz und eines Amtes enthoben zu werden, darauf reagiert schon mancher Hobbit mit Trotz. Es mag also durchaus sein, dass der Seneschall, der nun kein Seneschall mehr ist, diese Entscheidung nicht nachvollziehen kann und will. Es ist an Fürst Kriso, es dem widerspenstigen Sohn Durins zu erklären.

Munkelwahrscheinlichkeit: 7

 

Fürst Kriso auf Freiersfüßen?

Es wird gemunkelt, dass eine Zwergin hinter Fürst Kriso her sei, dieser sich aber ständig vor ihr verstecke ,da die Dame ihn in den Ehehafen schupsen will,  was er nie … niemals will.

Also werte Leser, Fürst Kriso ist ein staatlicher Sohn Durins und immerhin ist er Fürst und die Verfasserin war selbst dabei, als die gute Sarumba von den Bärtigen Musen verkündete, dass sie Fürst Kriso ehelichen wolle und werde. Dass sich nun eine andere Tochter Durins in diesen strammen Zwerg verguckt haben soll, kann man doch nun wirklich nicht ausschließen.

Munkelwahrscheinlichkeit: 10

 

Musik auf der Hochzeit

Auch wird erzählt, dass die Fäustlinge bei der Hochzeit von Faroweis und Mairad als Ersatz für die Grünfinken einspringen mussten. Weil die Lindentaler Grünfinken unpünktlich waren und der Hobbit-Herr Bango immer wieder von der Bühne ging um das Büffet nach zu schauen, soll es somit zu einem musikalischen Chaos bei den Grünfinken gekommen sein.

Chaos ist ein großes Wort, werte Leser. Richtig ist, dass die Fäuste so freundlich waren, die Finken so lange zu vertreten, bis diese so vollzählig waren, wie es möglich war, da ja die Verfasserin und auch ihr Gatte ebenfalls bei den Finken spielen. Und ja, dass Bango immer wieder das Buffet kontrollierte, um sich zu vergewissern, dass für ihn nach dem Auftritt noch genug Torte übrig war, ist ja nur allzu verständlich, werte Leser.

Munkelwahrscheinlichkeit: 9

 

Geht der Verein stiften?

Es wird auch berichtet, dass der Verein zur Rettung der Backstube Oberbühl in eine Stiftung umgewandelt und der Vorstand aufgelöst werden soll. Da sollen Distelgard Grünblick-Tuk und Hortensia Tuk ihre Finger im Spiel gehabt haben.

Dazu kann die Verfasserin sich keine Meinung erlauben, werte Leser. Warum eine Stiftung besser oder schlechter sein soll als ein Verein, da müsste die gute Idda Goldkerze mal etwas dazu sagen.

Munkelwahrscheinlichkeit: 8

 

Eine Hochzeit geht schief?

Es wird gemunkelt, dass die Hochzeit zwischen dem jungen Bäckermeister Herno Holzinger und Hollunderweiß Kleinbau in einem absoluten Fiasko geendet sein soll.

Werte Leser, die Hochzeit sollte der schönste Tag im Leben sein, oh ja und deswegen wird die Verfasserin diese Munkelei niedrig bewerten in der Hoffnung, dass es eine der Munkeleien ist, die nicht stimmen!

Munkelwahrscheinlichkeit: 1

 

Wir sammeln Mathom

Einige Munkeleien ranken sich um das Mathomhaus des Südviertels und dessen Verwalter, Herr Bubikopf Glüxschmied.

So wird gemunkelt, dass die Mathomhausverwalter aufgrund großer Nachfrage mehrere zusätzliche Termine zur Besichtigung anbieten wollen, das habe man vom Stadtausrufer in Bree erfahren, der eine Lieferung Flugblätter aus dem Auenland erwartet

Das ist ja einmal eine schöne Munkelei, werte Leser. Die Ausstellungen des Mathomhauses des Südviertels sind also schon jenseits des Brandyweins bekannt. Das ist schön zu hören!

Munkelwahrscheinlichkeit: 10

 

So soll Herr Bubikopf weitere Aufträge an die Zwerge der blauen Berge zum anfertigen exotischer Waffen verteilt habe, da er aufgrund ihrer Qualität durchweg überzeugt ist. Auch wird berichtet, dass eben jene Waffen teil einer weiteren Ausstellung oder zumindest eine Erweiterung der bestehenden sein könnten, da sie nach gleichen Vorbild gefertigt worden seien.

Unser Bubi ist immer bestrebt, nur das Beste und sehenswerteste für das Mathomhaus und das Beste für seine Sippe zu erhalten und zu erwerben. Es wundert also gar nicht, dass er mit den Söhnen Durins aus den Blauen Bergen in Kontakt ist und die Ausstellung ausbauen möchte.

Munkelwahrscheinlichkeit: 9

 

Es wird gemunkelt, dass letzte Woche Besuch nach Entenbrügge gekommen sei und es etwas feucht-fröhlich-lauter wurde. Seitdem soll man wieder mehr Leute in diese äußerst südlich liegende Siedlung gehen sehen, die nach wie vor viele anständige Hobbits meiden.

Dass „anständige Hobbits“ diese Siedlung meiden würden, ist Unsinn, werte Leser. Das mögen Hobbits tun, die sich für anständig halten, wie diese Sackheim—Beutlin! Wirklich anständige Hobbits freuen sich, einen so vortrefflichen Nachbarn wir Bubikopf zu haben, jawohl.

Munkelwahrscheinlichkeit: 7

 

Essperten Entwicklung?

Auch wird gemunkelt, dass  an einer neue Köstlichkeit in dem Gasthaus Efeubusch gearbeitet würde. Diese solle den Name Törtchen im Schlafrock im Schlafrock im Schlafrock tragen und soll Teil einer ganzen Reihe von Gerichten „Schlafrock im Gesang“ sein.

Hm da tun sich ja Möglichkeiten auf, werte Leser. Würstchen im Schlafrock, Apfel im Schlafrock und andere Leckereien.

Munkelwahrscheinlichkeit: 8

 

Silberlöffel

Mehrere Munkeleien besagen, dass der Auenländer Feinschmecker-Verein „Die Silberlöffel“ angeblich mit allen Wirten im Auenland in Verhandlung steht, um für ihre Vereinsmitglieder ermäßigte Sonderpreise auszuhandeln. Demzufolge soll es dann genügen, die Vereins-Anstecknadel – in Form eines kleinen, silbernen Löffels an einem blauen Band – vorzuzeigen. Im Gegenzug für die vergünstigten Speisen wollen „Die Silberlöffel“ dann gute Kritiken und Empfehlungen für die jeweiligen Wirtschaften schreiben. Jedoch ist nicht recht nachvollziehbar, warum der Verein dies nötig haben sollte, denn fast alle seine Mitglieder – bis auf einzelne Ausnahmen – gehören wohlhabenden und alteingesessenen Familien an.

Das hört sich sagen wir einmal nach Nötigung an so wie damals bei den Freitörtlern, als diese Sackheim-Beutlin Großmampf wurde und die Regel aufgestellt wurde, dass man den Großmampf auf jeden Fall immer zum Essen einladen müsse. Die Verfasserin wird die Entwicklung dieser Sache genau im Augen behalten, werte Leser.

Munkelwahrscheinlichkeit: 6

 

Goldwerts sind Gold wert?

Auch wird gemunkelt, dass die allseits unbeliebten Gebrüder Goldwert in mehreren Ortschaften Grundstücke aufgekauft hätten und dort nun angeblich große Produktions- und Handwerksstätten errichten lassen wollten wie Werkzeug- und Kesselschmieden, Sägewerke und Töpfereien. Ein zufälliger Lauscher will gehört haben, wie die beiden Bockländer darüber philosophierten, dass nur mit Miet- und Pachteinnahmen derzeit nicht mehr viel zu verdienen sei. In vielen Dörfern und Weilern fürchtet man nun um den Verlust der Wohnqualität aufgrund Schmutz- und Lärmbelästigung.

Das würde zu diesen „ehrlichen Geschäftsleuten“ die eine Schande für das Bockland sind, passen, werte Leser und wir alle müssen darauf achten, dass die gierigen Goldwerts nicht unser schönes Auenland verunstalten, jawohl.

Munkelwahrscheinlichkeit: 9

 

Wegscheid in Panik?

Böse Zungen berichten, dass Grenzer der Grünfeld-Kompanie in Wegscheid eine Razzia durchgeführt haben sollen, weil eine angesehene, ältere Dame (die namentlich nicht genannt werden möchte) aus einer der 12 Edelhobbit-Familien des nachts gesehen haben will, wie Wegscheider prall gefüllte Säcke, etliche Kisten und Fässer zu ihrer Wohnwagensiedlung geschafft und dort versteckt haben sollen. Sollte dies stimmen, stellt sich allerdings auch die Frage, was eine ältere Dame aus einer der altehrwürdigen Familien nachts auf der Straße tut.

Nun, wir alle meinen zu wissen, dass es in Wegscheid nicht mit rechten Dingen zu geht, werte Leser. Und die Grünfeld Kompanie ist berühmt für die Durchsetzung des Rechts und die Rechtschaffenheit, jawohl. Eine ältere Dame, die in etwas Zwielichtiges verwickelt ist? Für Oma Tagetes und Oma Grumhilda legt die Verfasserin ihre Hand ins Feuer, werte Leser. Für gewisse Damen, die vor kurzem Beutelsend gekauft haben, nicht so.

Munkelwahrscheinlichkeit: 8

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

  1. Beuno Willowtree

    Ohui, wahrhaft wieder jede Menge Munkeleien! Toll gesammelt und kommentiert, liebe Mai! 😀 Bei Maiglockli und Fara, weiss man garnicht mehr, was man glauben soll! Und das mit dem ‚Musiker-Chaos‘ auf der Hochzeit, hatte man eigentlich garnicht bemerkt. 😉

    • Mairad Flinkfuss

      Danke lieber Beuno. Ich war sowieso viel zu aufgeregt, um so was zu bemerken und dann die vielen Gratulanten und Geschenke

  2. Ui feini, da habbich ja wieder die neusten Neuigkeiten für die nächste Woche, tolli.

  3. Tunvil Wintermond

    Hahahahaaaaa, herrliche Munkeleien, liebe Mairad

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