Berichte

Man munkelt … Im Auenland

Wieder haben sich Munkeleien angesammelt, die ich hier für Euch abdrucken möchte. Trotz meiner Kommentare, solltet sich jeder Leser, aber natürlich auch eine eigene Meinung über das Gemunkelte bilden. Am Ende einer jeden Munkelei wird eine ‚Munkelei-Wahrscheinlichkeit‘ angegeben und zwar von 1, wie ‚totaler Unsinn‘, bis 10, wie – nach Ansicht des Verfassers – ‚total wahr‘. Und wie immer nicht vergessen: eine Munkelei ist eine Munkelei und nicht mehr, auch wenn der Verfasser die Einzelne für wahrscheinlich halten mag.

 

MONATSMARKT

Es wird gemunkelt, dass demnächst ein Monatsmarkt im Westviertel zu erwarten ist. Oder doch eher im Ostviertel? Da scheiden sich die Geister. Die ehrenwerte Rosalia Pausbacken ist sich aber sicher, dass es weitere Märkte geben wird, da sie ein daraufhin deutendes Gespräch im Michelbinge belauscht haben soll.

Wir glauben, dass beides – ein bald stattfindender Monatsmarkt und das Frau Pausbacken Gespräche belauscht – sehr wahrscheinlich ist und tatsächlich der Wahrheit entspricht.

Munkelwahrscheinlichkeit: 9

 

LINDENTAL

Es wird gemunkelt, dass in Lindental seltsame Gerüche aus dem ehemaligen ‚Kupferkessel‘ zu vernehmen sind. Werden dort neue Kochrezepte entwickelt, oder etwa Heilsalben gebraut?

Nun, dies wäre wahrhaft eine Neuigkeit, da das Geschäft – der ‚Kupferkessel‘ – seit langem quasi ‚brach‘ lag. Aber wer, oder was, soll denn dort wieder aktiv geworden sein? Höchst mysteriös!

Munkelwahrscheinlichkeit: 4

 

DIE MAGD AUS BREE

Es wird gemunkelt, dass eine gewisse Magd aus Bree, nach langen Ansuchen es endlich geschafft hatte eine Anhörung vor dem Bürgermeister zu bekommen. Dort gestand ihr ehemaliger Arbeitgeber, dass alles wohl ein großes „Missverständnis“ war und sie erhielt ihren zustehenden Lohn und den Lohn für einen Monat Dienstentgang auf die Hand. Aber ob sie wohl nach dieser Aktion noch irgendwo im Umland eine Stelle bekommen wird? Sehr unwahrscheinlich, unter Arbeitgebern spricht sich sowas meist sehr schnell herum! 

Manchmal geschehen doch noch Zeichen und Wunder, weswegen diese Munkelei durchaus der Realität entsprechen könnte. Leider ist die Vermutung der ‚Munklerin‘, die sie am Ende nennt, ebenso wahrscheinlich.

Munkelwahrscheinlichkeit: 8

 

BACKSTUBE HOLZINGER

Es wird gemunkelt, dass die alte Backstube der Familie Holzinger in Oberbühl, kurz vor dem Aus stehe und jene wohl in wenigen Wochen, die Türen für ihre Kunden für immer schließen wird und das kurz nach bekannt werden dieser traurigen Meldung, sich einige engagierte Gäste im allbekannten und stets beliebten Gasthaus „Zum Efeubusch“ in Hobbingen, zu einem Verein zusammenschliessen wollten, um den Konkurs dieses auenländischen Stück Kultur-und Traditionsgeschichte, zu verhindern.

Wer die grosse Hilfsbereitschaft von uns Hobbits kennt, den dürfte es wenig wundern, dass die Kunden des ‚Efeubusch‘ sofort mit einem Plan zur Rettung des Geschäfts der Holzingers um die Ecke kamen, als sie von der drohenden Pleite hörten, zumal es dabei um eine alteingesessene Bäckerei geht!

Munkelwahrscheinlichkeit: 8,5

 

SIGIMUND STARKFUSS

Es wird gemunkelt, dass Sigimund ‚Der Schöne‘ Starkfuss gesehen wurde, wie er mit einem breiten Lächeln und einem feinen Stück Faden, den Juwelier in Hobbingen aufsuchte. Wird gar ein Verlobungsring angefertigt und wenn ja, an welchen zarten Finger – der Faden lässt Aufschluss darüber – wird er schlussendlich passen? Die Auenländer Damenwelt hält den Atem, wie auch den Appetit an. Wie schnell kann man wohl an den Fingern abspecken?

Das der gute Sigimund sich im heiratsfähigen Alter befindet, ist kein Geheimnis, sodass es durchaus sein könnte, dass er sich mittlerweile ein potentielles Eheweib ausgeguckt hat, bei welchem er mit den besagten Ring, um dessen Hand anhalten möchte. Das aber die auenländischen Hobbitdamen extra deswegen fasten sollen, ist allerdings als eher unwahrscheinlich anzusehen.

Munkelwahrscheinlichkeit: 6,5

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Ui, dis wäre aber schön, wenn die Magt für den entgangenen Arbeitslohn entschädigt würde. Aber nachdem ihr so unrecht getan wurde, müssten die Täter ermittelt und bestraft werden und sich zumindest bei ihr in der Öffentlichkeit entschuldigen.

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