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Man munkelt … Im Auenland

Da sich wieder einige Munkeleien angesammelt haben, möchte ich selbige hier wieder – weitestgehend kommentiert – abdrucken. Trotz der Kommentare, solltet ihr Euch, liebe Leser, aber natürlich auch eine eigene Meinung über das Gemunkel bilden. Am Ende einer jeden Munkelei wird eine ‚Munkelei-Wahrscheinlichkeit‘ angegeben und zwar von 1, wie ‚totaler Unsinn‘, bis 10, wie – nach Ansicht des Verfassers – ‚total wahr‘. Und wie immer nicht vergessen: eine Munkelei ist eine Munkelei und nicht mehr, auch wenn der Verfasser die Einzelne für wahrscheinlich halten mag.

GRENZER DES AUENLANDS

Es wird gemunkelt, dass zu später Stunde einen Grenzereinsatz im Efeubusch beobachtet wurde. Es wurde eine Frau gesichtet, die fluchtartig das berühmte Gasthaus verließ und in einer unbekannten Richtung verschwunden sei. Die Rede sei von einer vereitelten Straftat bis hin zu unbezahlten Strafzetteln. Ob die Grenzer dabei Hilfe von der Bevölkerung benötigen, bleibt es abzuwarten.

Nun, das ist eine sehr vage Munkelei, wobei solche Einsätze unserer Grenzbeamten durchaus immer mal wieder vorkommen. Vielleicht handelte es sich auch um eine einfache ‚Zechprellerei‘, oder einen ‚Mundraub‘?

Munkelwahrscheinlichkeit: 8

 

Ausserdem wird gemunkelt, dass die Grenzer überlegen, mindere Straftaten mit „Salzgurken einlegen“ zu bestrafen.

Das Einlegen von Salzgurken ist sicher keine sehr angenehme Arbeit und kann deshalb schon als eine Art Bestrafung angesehen werden..je nachdem, wie lange diese Tätigkeit vom Delinquenten ausgeführt werden müsste. Trotzdem erscheint die Anwendung einer solchen Massnahme, doch eher fragwürdig.

Munkelwahrscheinlichkeit: 4

 

EFEUBUSCH

Es wurde gemunkelt, dass die Kochmesser im Efeubusch so scharf geworden sind, dass sie mittlerweile fast der spitzen Zunge einer gewissen Dame – *mit gesenkter verschwörerischer Stimme* ihr wisst, von wem die Rede ist – ähneln sollen.

Natürlich kann sich jeder Auenländer vorstellen, wer damit gemeint sein soll, doch fällt diese Aussage wohl eher unter die Rubrik ‚Gasthaus-Tratsch‘, oder gar ‚Üble Nachrede‘, sodass wir hierfür keine Munkel-Punkte vergeben können.

Munkelwahrscheinlichkeit: 0

 

ZWERGE

Es wird gemunkelt, dass ein Zwergenschmied sich im Auenland niederlassen möchte und seinen Unterhalt mit der Herstellung und Schärfung von Messern und Scheren zu sichern gedenkt. Seinen erster Auftrag soll er mit großem Können und Hingabe erledigt haben.

Wir alle wissen vom handwerklichen Geschick unserer bärtigen Freunde und deren Zuneigung fürs schöne Auenland, sodass es uns leicht fällt, die Munkelei für bare Münze zu nehmen. War der genannte Zwerg vielleicht sogar im Efeubusch zu Besuch? Die vorangegangene Munkelei liesse sowas jedenfalls vermuten.

Munkelwahrscheinlichkeit: 9

 

CRAACO BIRKENHEIM

Es wurde gemunkelt, dass ein Elb in Efeubusch gesichtet wurde, wie er geheimnisvolle Gespräche mit Herrn Birkenheim führte und das selbiger Herr Birkenheim, sämtliche Geschäfte und Läden im Auenland übernehmen möchte. Sein Ziel sei es als „Grossherr Birkenheim“ angesprochen zu werden.

Nun, dass Herr Birkenheim wieder höchst aktiv in Erscheinung getreten ist und auch im Efeubusch einige konspirative Unterredungen abgehalten hat, kann der Verfasser dieses Artikels höchstselbst bestätigen, da er teilweise Augen- und Ohrenzeuge jener Gespräche war. Ob allerdings die zweite Hälfte dieser Munkelei so ganz der Wahrheit entspricht, dürfte doch eher angezweifelt werden. Immerhin trägt Herr Craaco bereits den Titel ‚Angelgrossmeister aller Fischklassen und Prinz der Molusken‘!

Munkelwahrscheinlichkeit: 10 / 3,5

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

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