Berichte

Man munkelt … Im Auenland

Da ‚Munkelexpertin‘, Fräulein Mairad Flinkfuss, noch immer verhindert ist, sich aber trotzdem einige Munkeleien über die letzten Wochen angesammelt haben, möchte ich selbige hier einmal unkommentiert abdrucken, sodass ihr Euch, liebe Leser, eine eigene Meinung darüber bilden könnt. Am Ende einer jeden Munkelei wird eine ‚Munkelei-Wahrscheinlichkeit‘ angegeben und zwar von 1, wie ‚totaler Unsinn‘, bis 10, wie – nach Ansicht des Verfassers – ‚total wahr‘. Und natürlich nicht vergessen, eine Munkelei ist eine Munkelei und nicht mehr, auch wenn der Verfasser die Einzelne für wahrscheinlich halten mag.

… dass Mikho Buchsbaum lang nicht mehr gesehen wurde. Manche behaupten er würde bis zum Lebensende in der Dachsbautener Wachstube festgehalten werden. Andere wiederum sagen dass ihm eine Strafe aufgebrummt wurde, die dafür gesorgt habe, dass er sofort nach seiner Freilassung nach Angmar ausgewandert sei. Angeblich habe er nämlich als Wiedergutmachung für seine Vergehen, beim nächsten Bockländischen Braunflutfest bei den Vorbereitungen mit anpacken sollen. Witzelnder Weise wird unter vorgehaltener Hand auch von einer „Scheiß Strafe“ gesprochen. Eine handvoll Hobbits aus dem Westviertel haben im Zuge dessen, angeblich, zu einem Protestmarsch aufgerufen um dem jungen Buchsbaum beizustehen. Ihr Motto laute. ‚Kein Vergehen, noch in Schwere oder Fülle, darf man bestrafen mit bockländischer Gülle.‘

Es wird sogar berichtet dass sich die Protestierenden, Schlamm ins Gesicht geschmiert haben um die Zustände beim immer wiederkehrenden Fäkalfest der Bockländer anzuprangern.

Eine ältere Dame, angeblich handele es sich um Irmgard Hüttinger aus Lützelbinge, habe beim Anblick der gebräunten Protestler, einen schweren Schock erlitten und musste zum Haus der Heilung gebracht werden.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 3

 

… dass Filbu Buchsbaum beim Spaziergang durch Sprotten gesehen wurde. Angeblich habe er eines der Smials ganz genau unter die Lupe genommen. Manch einer behauptet dass der Zweite Vorsitzende des Stammtisches nach seiner kurzzeitigen Inhaftnahme von seiner Gattin vor die Tür gesetzt wurde und nun nach einer neuen Behausung Ausschau halte.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 5

 

… dass sich Sahma Flinkwiesel verfolgt fühlt. Angeblich habe sie sogar schlimme Albträume von einer bestimmten, gar nicht so unbekannten auenländischen Persönlichkeit. Ob sich ihr angeschlagenes Gemüt auch auf die Legefreude ihrer Hühner niederschlägt, bleibt abzuwarten…

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 7

 

… dass Torbol Prallwams, beim vergangenen Viehmarkt, lediglich runderneuerte Hufeisen verkauft haben soll. Angeblich habe er diese beim letzten Keilermarkt von einem breeländischen Bauern für ein paar Kupferstücke gekauft. Von Auenländischer Qualität könne also nicht die Rede sein.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 6

 

… dass Craaco Birkenheim aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden sei. Allgemein verbreitet, gibt es das Gerücht dass er sicher nur die nächste Großveranstaltung plane. Mancherorts wird, vermutlich von Erfolgsneidern, das Gerücht verbreitet, Herr Birkenheim sei in seinem Angelladen eingeschlafen und würde erst erwachen wenn er von einem Karpfen wach geküsst werde. Vermutlich eine etwas überzogene Anspielung auf sein unverheiratetes Dasein.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 1

 

… dass Fredoberdt Beifuss lange nicht mehr gesehen wurde. Böse Zungen behaupten er sei auf Urlaub bei Verwandtschaft in Bree. Das Gerücht, dass Herr Beifuss von Bree-Hobbits abstamme, hält sich schon seit Jahren und taucht, besonders in gerüchtearmen Zeiten, immer wieder aus der Versenkung auf.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 8

 

…die Leute munkeln, dass seit langem mal wieder eine Feierlichkeit weit im Süden des Südviertels sich anbahnt, man vermutet in Entenbrügge, da die dort ansässige Sippe ‚Glüxschmiede‘ ein Jubiläum hatte und dies sicherlich noch feiern möchte. Jedenfalls sind viele Feuerwerkspakete gekauft und auch Karren mit anderen Dingen die man so zum feiern, kochen, brauen, backen, dekorieren usw. braucht, in diese Richtung unterwegs gewesen. Verwundert sei man allerdings über die vielen Kleidungsstücke, die ihren Weg dorthin suchten. Ob das wohl damit zusammenhängt?

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 9

 

…man munkelt auch, dass ungewohnt viele fremdländische Personen und Waren in der letzten Zeit an den südlichen Grenzen auf Durchreise sind. Man fragt sich ob das vielleicht auch etwas mit dem Mathomhaus zu tun haben könnte, welches ja genau dafür bekannt ist, wenn es wieder mal Zeit wird für eine neue Ausstellung. Aufgrunddessen munkelt man, dass derzeit besonders viele Eintrittskarten noch gekauft würden, bevor die alte Ausstellung zuende ist.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 10

 

… das Bango Gerstfeld vorletzten Merstag das dritte Frühstück hat ausfallen lassen. Diese Vermutung stütze sich auf die Beobachtung, dass er gegen Mittag in Dachsbauten gesehen wurde, wie er sich auf der Straße darüber beschwert hat, dass sein Hose rutschen würde. Und dann hat er den Gürtel enger geschnallt. Die Familie Gerstfeld hat auf die Nachfrage besorgter Nachbarn hin alles abgestritten, aber dennoch versichert dem ‚Kleinen Bango‘ am nächsten Morgen eine extra Portion Butter zu verabreichen. Außerdem stünde bald der Geburtstag seiner lieben Oma an und da könne er sich mal wieder so richtig satt fre .. äh, essen.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 2

 

…dass sich der Zwergenherr Tholmund vom Handelshaus Schwarzhand wieder auf die lange Reise vom Erebor Richtung ‚Blaues Gebirge‘ auf den Weg gemacht hat, um seine Handelsgeschäfte zu intensivieren und um die nahe Verwandtschaft dort wiederzusehen. In diesem Zusammenhang wird an der Grenze zum Auenland darüber getuschelt, dass seltsam schimmernde Tinkturen und kostbare Edelsteine von seiner Handelskarawane mitgeführt werden. Angeblich hätte der Grenzer-Rekrut ‚Beriamond‘ ein solches Gerücht erst kürzlich aufgeschnappt, als er seinen Vetter in Nadelhohl einen Anstandsbesuch zu dessen Namenstag abstattete.

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 8

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Toll gemunkelt, Beuno!

    Am besten gefällt mir der küssende Karpfen, der so dringend erwartet wird.

  2. Bubikopf

    Danke fürs veröffentlichen Beuno, habe die Munkelecke doch tatsächlich ein bischen vermisst ^^

  3. Tulpeline

    Hui viele Munkeleien dieses mal. Gut geschrieben Beuno.

    • Beuno Willowtree

      Danke, Tulpi, aber ich habe nur gesammelt, geschrieben haben die Munkeleien die verschiedenen ‚Munkler‘! 😉

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