Berichte

Man munkelt … Im Auenland

  • Nun, werte Leser, lange Zeit hatte die Verfasserin keine Gelegenheit, Euch mit Munkeleien zu unterhalten oder zu verstören oder zu verärgern. Familiäre Verpflichtungen haben die Verfasserin davon abgehalten neben der Arbeit in der Goldschmiede eine umfassende Tätigkeit für das Wochenblatt auszuüben. Nun, es ist wie es ist und die Verfasserin hatte Zeit zum Nachdenken. Daher wird die Verfasserin diese Rubrik ein wenig umstellen. Am Ende einer jeden Munkelei wird nunmehr eine Munkelei-Wahrscheinlichkeit angegeben und zwar von 1 wie totaler Unsinn bis 10 wie nach Ansicht der Verfasserin total wahr. Und in der Ausgabe in 2 Wochen wird dann berichtet, ob es zu den Munkeleien neue Erkenntnisse gibt. Und natürlich nicht vergessen, eine Munkelei ist eine Munkelei und nicht mehr, auch wenn die Verfasserin die Einzelne für wahrscheinlich halten mag.

 

Oma Tagetes

Eine Munkelei besagt, dass die Großmutter der Verfasserin, Tagetes Flinkfuss, einem gewissen zwipfelbemützen Hobbit, dessen Name nicht genannt werden soll, beim letzten Treffen des Stammtisches zum Efeubusch gehörig „den Marsch geblasen“ habe. Wie die Verfasserin erfahren hat, Oma spielt ja ausser Laute kein Instrument, handelt es sich dabei wohl um eine Redewendung aus dem Bockland für „die Meinung sagen“ oder ausschimpfen. Nun dieser bezwipfelte Hobbit, den wir alle natürlich ganz und gar nicht kennen, ist ja deswegen auch vollkommen unbekannt für seine große Klappe und Oma hingegen ist sehr bekannt dafür, ihre Meinung zu so ziemlich allem zu sagen, insbesondere zu dem, was Ihr nicht gefällt. Daher kann es sehr wohl sein, dass die Oma der Verfasserin sagen wir einmal, sehr deutlich geworden ist, werte Leser. 

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 9

 

Tragischer Verlust

Auch geht das Gerücht um, dass ein herausragendes Lied „das Törtchen von Kuchenheim“ Opfer eines unglücklichen Umstandes gewesen sein soll. Das Lied wurde auf Esspappier geschrieben. Es gibt kaum Hoffnung auf Überreste. Nun, werte Leser, wann immer einen Hobbit die Muse „überfällt“ – Musen sollen in der Mythologie der Zwerge und Elben gute Geister sein, die Ideen als Geschenk mitbringen, muss er den Einfall sofort aufschreiben, daher ist es durchaus vorstellbar, dass ein Musikus gerade nur sogenanntes Esspapier zur Hand hatte. Und wenn dieses dann in der Nähe eines gewissen Bango Gerstfeld herumgelegen haben sollte, so ist es kein Wunder, wenn das Musikstück unwiederbringlich verloren ist. 

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 5

 

Rund um „Smialtörtchen“

Auch wird gemunkelt, dass die „Bäckerei Smialtörtchen“ und damit auch ihr Besitzer, Faroweis Birnhaag, eine größere Summe Geld, an der Michelbinger Steuerbehörde, „vorbeigeschleust“ haben soll! Bürgermeister Willi Weissfuss, habe angeblich, bereits eine Gruppe von Sonderermittlern, auf die Backstubenmannschaft angesetzt, die Ermittlungen einleiten soll. Auch eine Geldspende an die „Grenzer des Auenlandes“, sei dabei in den Fokus geraten! Das sogenannte „Gehirn“ der Backstube – Beuno Willowtree – wäre allerdings nicht Gegenstand der Untersuchungen, da dieser zum besagten Zeitpunkt der „Unregelmässigkeiten“ noch beurlaubt gewesen sei. Auch wird erzählt, dass „Vordenker“, Beuno Willowtree, vom Backstubenchef, Faroweis Birnhaag, begnadigt worden sei und wieder – ab sofort – seine Position in der „Bäckerei Smialtörtchen“ bekleide. Die ohnehin recht fragwürdige Suspendierung, ist damit nur noch eine böse Erinnerung, an einen lächerlichen Zwist, zwischen den beiden Hobbitfreunden. „Grenzerküsse“ – eine süsse Sahnefüllung auf Waffelboden, mit Vanille- und Waldmeistersirupstreifen überzogen – werden aber dennoch nicht in das Programm von „Smialtörtchen“ aufgenommen…wird gemunkelt!

Nun, werte Leser, das „Gehirn“ also unter Beuno und Faroweis, der Verlobte der Verfasserin, hatten sich tatsächlich verkracht aber dass Faroweis Birnhaag, ein Musterhobbit, wie er im Buche steht, Steuern hinterzogen haben soll, das ist eine dreiste Lüge nach Ansicht der Verfasserin. 

Daher möchte die Verfasserin hier die Munkelei-Wahrscheinlichkeit aufteilen. 

Steuerhinterziehung

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 0

 

Streit zwischen Beuno Willowtree und Faroweis Birnhaag 

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 10

 

Seltsames

Es wird gemunkelt, dass ein mysteriöser Geschäftsmann, namens „Farohaag Birnweis“, vorhabe, in Anlehnung an die umstrittene Tradition des „Grenzerkusses“, einen sogenannten „Händlerkuss“ einzuführen! Durch selbigen sollen sich befreundete Verkäufer, angeblich, quasi via „Zungenschlag“ und Stärke des „Speichelflusses“, geheime Preisabsprachen und Handelskniffe übermitteln können! Also mal ernsthaft, werte Leser, es gibt einfach Hobbits, die viel zu viel Zeit haben, um sich solch einen Unsinn auszudenken, der dazu noch sagen wir einmal ganz offen EKELIG ist. 

Munkelei-Wahrscheinlichkeit: 0

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

  1. Beuno Willowtree

    Willkommen zurück, zu den Munkeleien, liebe Mai! 😀 Aber Oma und ich, haben nur ganz zivil miteinander diskutiert, da ist eine Wahrscheinlichkeit von 9, völlig übertrieben! 🙁 Aber ansonsten, finde ich das neue Bewertungssystem für sehr sinnvoll! 🙂

    • Mairad Flinkfuss

      Nun das hat Oma anders erzählt lieber Beuno. Danke für Dein Lob. Dann muss ich sie beim Abendessen noch mal fragen

      • Beuno Willowtree

        Ach, lass das lieber mit dem Fragen..sie erinnert sich sicher nicht mehr dran..*hüstel*

  2. Vielleicht sollten die Grenzerküsse einen anderen Namen bekommen. Vielleicht wäre Beunoknutschi ein guter Name. Dann kann doch Faroweis nichts mehr dagegen haben.

  3. Ich finde das neue System sehr gut. Eine tolle Idee.

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