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Man munkelt … Im Auenland

Nach dem Lenz neigt sich nun auch der Sommer neigt sich dem Ende zu und es wird kühler. Doch es scheint, als wolle man sich im Auenland die Frühlingsgefühle bewahren. Diese Woche steht auch bei den Munkeleien ganz und gar im Zeichen der Liebe. Die einen lieben, die anderen werden geliebt und wieder andere lieben vor allem sich selbst. Ob da nun immer etwas dran ist, weiß man nicht, aber nach all den unangenehmen Gerüchten der letzten Woche, tun die dieswöchigen Küchennachrichten der Seele gut – zumindest teilweise.

 

Die Tradition des Grenzerkusses

Das Auenland ist bekannt dafür, seine Traditionen zu bewahren und pflegen. Manchmal geraten Rituale aber auch in Vergessenheit. Und manchmal tauchen sie später wieder auf. So soll Beuno Willowtree überall im Fuchsklever Grenzersmial Mistelzweige aufgehängt haben, um die Tradition des Grenzerkusses wieder aufleben zu lassen.

Der Grenzer Sundo Breitfusz hat, so munkelt man, einen ganz konkreten Plan mit dieser Tradition. Er will angeblich den Mistelzweig in seinem Büro hängen lassen, um einer bestimmten Dame den Grenzerkuss zu entlocken: Schalotte Buchsbaum. Er soll schon eifrig darüber nachdenken, wie er den Besuch dieser traditionsbewussten Dame in seinem Büro einfädeln kann. Ich zerstöre ungern Träume, aber Frau Buchsbaum ist nicht gerade für ihre Freizügigkeit und Kussfreude bekannt, werter Herr Breitfusz.

Die alte Frau und der Grenzer

Auch wenn sich der Grenzer Sundo Breitfusz wohl für die zugeknöpfte Frau Buchsbaum zu interessieren scheint, hat er wohl das Interesse einer anderen frau geweckt. Man munkelt, dass seine heimliche Verehrerin etwa 40 Jahre älter ist als er und in ihrer Nachbarschaft despektierlich als „alte, bucklige Vettel“ bezeichnet wird. Als wäre das noch nicht schlimm genug, lauere sie dem schneidigen Grenzer wohl allmorgendlich vor dem Grenzersmial auf und versuche, ihm mit ihrer „speichelfeuchten Knoblauchzunge“ einen beherzten Schmatzer zu verpassen. Bei dem Gedanken fallen mir die Fußhaare aus, kein Wunder also, dass Herr Breitfusz mittlerweile mit den Nerven am Ende sein soll. 

CB7 und sein Buch

Die Veröffentlichung von Craaco Birkenheims neuestem Buch mit dem Titel „Sieben Ideen für geschäftlichen Erfolg“ hat den Autor und Geschäftsmann wohl dazu inspiriert, sich den Künstlernamen „CB7“ zu geben. Zumindest soll er nun verlangt haben, nur noch so angesprochen zu werden. Ist das jetzt Ausdruck von Genialität oder von Wahnsinn?

Ich bin Frodeweis Nordtuk, 42 Jahre alt und wohnhaft in Langcleeve, einem beschaulichen Weiler an den Ausläufern der Weißen Höhen im Nordviertel. Immer wieder wurde und wird in unserer Familie die Geschichte unseres Stammvaters Bandobras Tuk erzählt und besungen. Das weckte mein Interesse am Erzählen und Niederschreiben ebenso, wie am Recherchieren in alten Archiven. Eine Weile schrieb ich deshalb regelmäßig Hintergrundberichte für den Langcleever Curier und Artikel als Gastautor für das Dachsbautener Tageblatt. Nun möchte ich mich beim Auenländer Wochenblatt überregional betätigen. Und wie es sich für einen Tuk gehört, reise ich auch gerne. Deshalb arbeite ich noch als Hilfspostbote bei der Nordviertel-Post und komme so im ganzen Auenland und dem südlichen Evendim herum.

  1. Beuno Willowtree

    Danke, für die neuerlichen Munkeleien, Herr Nordtuk, obgleich wohl nur die Hälfte wirklich der Wahrheit entsprechen dürften. Die Sache mit dem Grenzerkuss, stimmt so auch nicht ganz, obwohl ich dessen Wiedereinführung, durchaus unterstützen würde. Ich bin auch ein Freund von Abkürzungen, aber Craacos neue Namensgebung, halte selbst ich, für reichlich gewöhnungsbedürftig! Immerhin ist er ja kein Hobnanigans-Spieler, oder so! 🙂

  2. Tz die Munkelei über den Grenzerkuss ist so absurd. Sowas gab es nie. Das ist wieder nur eine Erfindung von Beuno.

    • Beuno Willowtree

      Pfft! Garnicht, Tulpi, steht alles in den Archiven! *murr*

    • Auch ich bin der Meinung dass diese Geschichte des Grenzerkusses wohl im Bockland entstanden sein muss. Ob nun die vom Herrn Willowtree oder einem anderen Bockländer kann ich nicht beurteilen.
      Ich hab ältere Aufzeichnungen und Protokolle gelesen, da war nie die Rede von einem Kuss der Grenzer oder ähnlichem.
      Also muss diese Munkelei aufs schärfste dementiert werden.
      Beim Grenzertreffen beim Weissfuss würden ja die Grenzer nix zu Essen mehr abbekommen bis sie mit dem Geknutsche fertig sind.

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