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Man munkelt … Im Auenland

Es ist wieder viel passiert in der letzten Woche. Die Rebsteigs sind auf dem absteigenden Ast, in der Dachsbautener Wachstube geschieht Kurioses und das Binsenmoor ist nun auch Schauplatz schauerlicher Gerüchte. Aber am 30. Wedmath solltet Ihr auf jeden Fall in den Efeubusch gehen. Warum? Lest selbst, denkt aber daran: Nicht jedes Wort ist geeignet, der Wahrheit Genüge zu tun.

 

Willkommen im Verein

Nun haben sie es tatsächlich getan, die Rebsteigs, Ihr eigener, privater Kartenspielverein zu Dachsbauten hat sogar bereits erste Spielabende ausgerichtet, so heißt es. Letzte Woche hieß es noch, dass die Gäste kulinarisch verwöhnt werden würden, doch die schienen das in der Praxis etwas anders zu sehen. Honoria Rebsteig soll sie nämlich energisch des Hofes verwiesen haben, da sie sich nicht dankbar genug für das Essen während der ausgiebigen Spielabende zeigten. War das Essen nun doch nicht so ein Hochgenuss, oder waren die Gäste nur schlecht erzogen?

Stiefelraub unter Unbekannten

Kurios! In der Dachsbautener Grenzerstube ging angeblich kürzlich eine Anzeige gegen Unbekannt ein. Anlass dieser Anzeige war ein Diebstahl von Stiefeln. Gleich zwei Dinge sind bei diesem Gerücht irritierend: Wer trägt in Dachsbauten Stiefel und wer hat überhaupt die Anzeige per Postschnelldienst in die Wachstube übersandt? Ganz recht, es gab keinen Absender, so dass Unbekannt eine Anzeige gegen Unbekannt aufzugeben versuchte. Kein Wunder, dass die Grenzer dieses Kuriosum schnell ad acta legten. Andererseits hätte man den Brief auch rahmen und aufhängen können.

Fleißiger Grenzerrekrut

Ein gewisser Rekrut aus den Reihen der Grünfeldbrigade erschien neulich beim letzten Grenzerkurs, obwohl er keinen Dienst hatte. Damit nicht genug, überreichte er der allseits bekannten Grenzerin Tulpeline Schweinepfote am nächsten Morgen einen ausführlichen Aufsatz zur notwendigen Ausstattung eines Grenzers. Ein besonderes Augenmerk soll darin dem Proviant gewidmet sein. Allein 20 Seiten des 37 Seiten starken Pamphlets soll sich damit befassen, mit etlichen Zeichnungen und Skizzen. Das klingt doch eigentlich nach einem fleißigen und dienstbeflissenen Rekruten. Ob sich Fräulein Schweinepfote das Werk schon gründlich durchgelesen hat, darüber munkelt man noch nichts.

Feuchte Zwipfel am Brandywein

Ungeheuerliches soll mit meinem Redakteurskollegen Beuno Willowtree geschehen sein. Zumindest nehme ich an, dass es sich um ihn dreht, denn die Munkeleien sprechen von einem gewissen Bockländer, der beim Auenländer Wochenblatt arbeitet und eine Zwipfelmütze trägt. Jedenfalls soll er angeblich während der Überfahrt von einem Ufer des Branda-nîns zum anderen von der Bockenburger Fähre gefallen sein, hinein ins gefährliche Grenzwasser! Unglaublich, dass die Schaulustigen an beiden Ufern den lebensbedrohenden aber auch peinlichen Unfall mit lautem Gelächter quittiert haben sollen. Offenbar ging aber doch alles gut, denn Herr Willowtree soll anschließend dabei beobachtet worden sein, wie er bis in die späten Abendstunden seine geliebte Zwipfelmütze ausgewrungen haben soll. Das ist wohl das kleinere Übel bei solch einem Sturz.

Lichtspiele im Binsenmoor

In den südlichen Ausläufern des Binsenmoores sind seltsame Lichter gesichtet worden, so sagt man. Anwohnende Hobbits hätten zudem des nachts ein seltsames Jaulen durch das Moor hallen hören. War da nicht vor kurzem etwas mit Wölfen und seltsamen Kreaturen im Schiefertonwald? Entweder hören jetzt alle wilde Bestien oder da ist tatsächlich etwas im Busch. Was sagen die Grenzer und Landbüttel dazu?

Stimmung im Efeubusch

Ein sehr vages Gerücht drang vor zwei Tagen zu mir durch. Da gibt es welche, die behaupten, dass am Dreißigsten dieses Monats im beliebten Gasthaus zum Efeubusch eine windige Vagabundenkapelle Halt machen soll, um ungezügelt aufzuspielen. Andere sind sich da nicht so sicher. Sie sind der Meinung, dass nur der Solokünstler Rainer Windhauch einige seiner Lieder zum Besten geben wolle. Vielleicht hat sich da auch jemand nicht genau an den Orchesternamen erinnert oder hat ihn falsch ausgesprochen. Wer es genau wissen will, sollte dann wohl am 30. Wedmath im Efeubusch erscheinen. Also mich macht das neugierig.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Beuno Willowtree

    Höchst interessant erneut, Herr Nordtuk, wenn auch wieder eniges nicht so stimmt! Ich bin mitnichten ‚gefallen‘, sonder freiwillig in den Brandywein gesprungen, eine ganz normale Beschäftigung für uns Bockländer! Ausserdem habe ich meine ‚Zwipfel‘ nicht ausgewrungen, sondern mit Bogüfett behandelt, das selbige wasserabweisend macht! 🙂

  2. Alegrio Harfenschlag

    Also ich komme am 30. jedenfalls. Den Windhauch lasse ich mir nicht entgehen. 🙂

    • Beuno Willowtree

      Ja, da werde ich auch dabeisein, Alegrio! Bin gespannt, wer da letztendlich wirklich aufspielt! 😉

  3. Tulpeline

    Ja ein fleissiger Rekrut haben wir. Aber das Erwarten wir bei uns in der Grünfeld Kompanie. Wir sind immerhin die besten. Wer bei uns Faul ist der fliegt aus der Truppe.

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