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Man munkelt … Im Auenland

Diese Woche, liebe Leserinnen und Leser, ist wohl recht ruhig gewesen. Allerdings kamen mir dafür recht beunruhigende Munkeleien zu Ohren, die alle auf kriminelle Machenschaften hindeuten. Man kann nur hoffen, dass Grenzer und Landbüttel sich dieser Sachen annehmen und die Ordnung im Auenland wieder herstellen können. Andererseits bleibe ich bei meinem Appell: Nicht alles glauben, was geredet wird.

 

Smilodoc Goldwert im Efeubusch

Letzte Woche die Grenzerwachstube, diese Woche der Efeubusch. Herr Goldwert besuchte diese beiden Orte anscheinend aus ein und demselben Grund. Man sagt sich nämlich, dass er am letzten Merstag im Efeubusch mit den Grenzerinnen Tulpeline Schweinepfote und Monabella Zwilber gesprochen habe. Und wie ich schon letzte Woche vermutet hatte, wurde er wohl bestohlen. Er erstattete an dem Abend Anzeige gegen Unbekannt wegen Pony-Diebstahls. Die Grünfelder Grenzer ermitteln nun und es heißt unter der Hand, sie hätten bereits eine heiße Spur.

Pasteten-Diebesbande noch umtriebig

Draußen zu essen ist bei schönem Wetter ein Genuss, nicht nur wegen des gedeckten Tisches. Für Frau Kohlgruber aus Waldhof wurde daraus aber nichts. Ihr soll von den berüchtigten „Pastetenplünderern“ eine frisch gebackene Schimmelkäsepastete geradezu unter den Augen gestohlen worden sein. Sie hatte den Tisch bereits gedeckt und ging nur noch einmal ins Smial, um ein Messer zum Anschneiden zu holen. Als sie wiederkam, waren Pastete und Backform spurlos verschwunden. Was für ein Jammer für Frau Kohlgruber, ist der gute Waldhofer Blauschimmelkäse Waldozola doch eine ausgesprochene Delikatesse für Käseliebhaber. Ich habe ja den Verdacht, dass es sich um diese Buchsbaumbande handeln könnte, von der kürzlich Fräulein Dolde wieder auf freien Fuß kam.

Hilfe für den Nachbarsschaftsstreit

Kaum zu glauben, da versucht doch jemand, den neu entstandenen Nachbarschaftsstreit zwischen dem Bauern Rebsteig und Frau Turmalina Tuk-Dachsbau weiter anzustacheln. Anders ist wohl nicht zu erklären, warum Herr Rebsteig sich seines Geflügelgatters nicht mehr sicher sein kann, da nach wie vor ein Unbekannter des Nachts versucht, sein Federvieh freizulassen. Und nicht nur das, seine Gartengeräte wurden noch in Frau Tuk-Dachsbaus Garten getragen und in die dortigen Gemüsebeete geworfen, sagt man. Klar, dass die beiden sich angesichts ihres Streits gegenseitig dafür verantwortlich machen. Was soll nur damit bezweckt werden? Wem nützt dieser Streit? Oder haben die beiden selbst dieses Gerücht in die Welt gesetzt, um ihre Hände in Unschuld zu waschen?

Mikho Buchsbaum ist verschwunden

Letzte Woche war Herr Buchsbaum noch das Ziel vieler Munkeleien, aber tatsächlich wurde er seit dem Pferderennen noch nicht wieder gesehen. Und das nicht einmal in den Wirtshäusern, in denen er sich für gewöhnlich die Abende um die Ohren schlägt. Es wäre ihm nicht zu verdenken, nach all den Gerüchten erstmal unterzutauchen, bis sich das Gerede beruhigt hat. Aber vielleicht ist ihm ja auch jemand begegnet, der den Gerüchten zu viel Glauben schenkte und Herrn Buchsbaum dann mit Schimpf und Schande verjagt hat. Oder an den Gerüchten war doch etwas dran. Da kann man nur spekulieren, aber ich nehme an, dass die Familie Buchsbaum nötigenfalls die Landbüttel einschalten werden. 

Aufruf der Grünfeld-Kompanie

Weniger ein Gerücht, vielmehr etwas Offizielles: Die Grünfeld-Kompanie hat in drei großen Ortschaften ein Plakat mit einem Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger aufgehängt. Ich habe mir das Plakat mal am Michelbinger Marktplatz durchgelesen. Man sucht gestandene Bürger für einen getarnten Hilfseinsatz! Sehr mysteriös und es macht neugierig. Vielleicht wird hier ja sogar dem Mikho Buchsbaum geholfen, aber warum getarnt und warum braucht die Grünfeld-Kompanie dafür gestandene Bürger?

Ich bin Frodeweis Nordtuk, 42 Jahre alt und wohnhaft in Langcleeve, einem beschaulichen Weiler an den Ausläufern der Weißen Höhen im Nordviertel. Immer wieder wurde und wird in unserer Familie die Geschichte unseres Stammvaters Bandobras Tuk erzählt und besungen. Das weckte mein Interesse am Erzählen und Niederschreiben ebenso, wie am Recherchieren in alten Archiven. Eine Weile schrieb ich deshalb regelmäßig Hintergrundberichte für den Langcleever Curier und Artikel als Gastautor für das Dachsbautener Tageblatt. Nun möchte ich mich beim Auenländer Wochenblatt überregional betätigen. Und wie es sich für einen Tuk gehört, reise ich auch gerne. Deshalb arbeite ich noch als Hilfspostbote bei der Nordviertel-Post und komme so im ganzen Auenland und dem südlichen Evendim herum.

  1. Beuno Willowtree

    Das sind ja erschreckende Munkeleien diesmal, Herr Nordtuk! Danke, fürs Zusammentragen, Ihr könnt ja nichts dafür. 😉 Wenn ich da so drüberlese, komme ich nicht umhin zu Vermuten, dass diese Gerüchte, alle irgendwie zusammenhängen könnten! *grübel*

  2. Mairad Flinkfuss

    Danke lieber Frodeweis für die Munkelein, meine Güte, das sind aber schlimme dabei

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