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[Laurelin] Jubiläumskonzert der „Songburrow Strollers“

Am Sonntage fand im Auenland [Server Laurelin] das Jubiläumskonzert zum fünfjährigen Bestehen der schon im Zuge des Weatherstock-Festivals vorgestellten Kapelle „Songburrow Strollers“ (Wanderer vom Lieder-Smial). Bericht.

Der Konzert-Abend begann mit etwas Verspätung um ca. Viertel nach sieben in Dachsbauten auf der dortigen Holztribüne, auf der im Frühjahr immer das Zaunlaufen beginnt. Anwesend waren im Laufe des Abends ca. 50 Zuhörer, meist Hobbits. Noch vor Beginn wurden unter dem Publikum Hüte verteilt, die offenbar als die traditionelle Kopfbedeckung der Musikgruppe gilt. Noch vor der Vorstellung gab es ein spontanes Feuerwerk der Zuhörer zu Ehren der Jubilare auf der Bühne.

Gegründet wurde die Kapelle quasi unbeabsichtigt auf einer Hochzeit vor fast genau fünf Jahren, als drei schüchterne Hobbits auf eine Bühne kraxelten und dem Brautpaare ein Ständchen spielten. Das Spiel des Trios kam so gut an, daß sie sich entschlossen, das weiterzuführen. Inzwischen spielt die Kapelle meist als Quartett.

Der erste Teil des Konzertes bestand meist aus Liedern, die, abgesehen von dem ersten Stück, das eine Vorstellung der Kapelle darstellte, von Dachsbauten und dessen Umgebung handelte. Eines war auch dabei das von einem Einwohner von Dachsbauten handelte, nämlich „Ruff“ dem Hirtenhund. Ganz besonders gut gefiel der Schreiberin dabei das zweite Stück, hatte in diesem doch die Theorbe, ein eher selten gespieltes Instrument ein langes Solo! Solcherlei hört man leider nur allzu selten! Ihrem Namen gerecht, handelte es sich bei diesem Konzerte um ein Konzert, verbunden mit einer Wanderung und so machte sich nach fünf Musikstücken der ganze Tross auf zur nächsten Station des Konzertes, nämlich Balgfurt.

Der zweite Teil des Konzertes fand in einer großen Schweinesuhle am Nordrand des Dorfes statt. Nach anfänglicher Überwindung betraten fast alle Zuhörer den ungewöhnlichen Ort für ein Konzert. Noch während die Musiker vor einem Schweinestall Aufstellung nahmen, wälzte sich schon ein sichtlich begeisterter Zwerge im Dreck. Zu Beginn des zweiten Teiles nahm das Horn eine prominente Stellung in der Kapelle ein, es mischten sich in Balgfurt Lieder mit und ohne Gesang, auch die Musik war abwechslungsreich, mal beschwingter, mal langsamer. Die Liedtexte handelten natürlich vor allem von Balgfurt und seinen hobbitischen und schweinischen Einwohnern.

Nach fünf Musikstücken ging es weiter nach Froschmoorstetten. Dort blieben die Musiker gleich neben der großen Oststraße in einem Kleefeld neben einer Weide stehen, die Zuhörer gruppierten sich natürlich um diese. Ich denke, die zahlreichen Füße aus Balgfurt kommend, düngten die Wiese dabei recht ordentlich. Die Musikstücke hatten nun zunehmend weniger Liedtexte, hatten aber passende Namen wie, „Flußufer“, „Weidenbaum“ oder eben „Froschmoorstetten“, ein Trinklied, bei dem die Zuhörer aufgerufen waren, wie Frösche zu hüpfen. Besonders die letzten Lieder dieses Teiles waren recht fröhlich und beschwingt.

Nach sechs Liedern ging es weiter zum vorletzten Teil der Konzertwanderung, nämlich an den Dreiviertelstein auf dem Gemeindegebiet von Wasserau an dem die Meute um ca. zwanzig vor neun eintraf. Dort angekommen, gönnten sich die Musiker erst eine kleine Pause, die manche Hobbits sofort nutzten um ihre mitgebrachten Würste, Törtchen und Kuchen zu verteilen. Derart gestärkt konnte das Konzert dann auch baldigst weitergehen. In diesem Teil wechselten sich wieder schnellere und langsamere Lieder ab, besonders witzig war das Lied über einen faulen Grenzer aus Stock. Beim letzten Lied dieses Teiles waren die Zuhörer aufgefordert, mitzuspringen, was dann auch fast jeder tat. Da am Ende dieses Teiles schon die Dunkelheit über das Auenlande hereinbrach, nutzten die Zuhörer die Atmosphäre um nochmals spontan mit einem langen Feuerwerk den Nachthimmel zu erleuchten.

Danach ging es weiter zum fünften und letzten Teil des Konzertes in das Gasthaus „Zum Efeubusch“ in Hobbingen. Waren die vorangegangenen Stücke eher traditionell hobbitisch gehalten, wurden in diesem letzten Teil eher modernere Stücke zum Besten gegeben. Diese waren dazu gedacht, den Tanzboden vor der Bühne im Gasthause zum Beben zu bringen und so waren die Stücke meist recht behende und frisch und alle ohne Gesang. Als Besonderheit traten beim vorletzten Stück noch einige Mitglieder der Gruppe, die diese inzwischen schon verlassen haben, gemeinsam mit den jetzigen Mitgliedern auf die Bühne, was zusammen sieben Musiker ausmachte. Bei diesem Stück waren natürlich fast alle Instrumente vorhanden. Doch auch das wurde noch übertroffen, als beim letzten Stück noch ein Sänger hinzukam und somit acht Leute auf der Bühne standen, um ein „Rauswerfer-Lied“ zum Besten zu geben, ein Lied über das fünfjährige Jubiläum der Kapelle.

Nach der Zugabe war der offizielle Teil des Abends über die Bühne gegangen, es wurde aber selbstverständlich noch lange weitergefeiert im Efeubusche zu Hobbingen.

So kann das Konzerte mit Fug und Recht als rundum gelungen bezeichnet werden! Die Kombination aus Wanderei und Musikerei wurde nicht nur dem Namen der Kapelle gerecht, sondern lockerte den Abend sehr gut auf. Die fünf Teile des Konzertes paßten hervorragend zu den Örtlichkeiten, die übrigens die Geburtsorte der Kapellenmitglieder darstellen. Die Musik war abwechslungsreich und gut ausgewählt, nur an manchen Stellen zog sich das Konzert, wenn auch nur für einige Minuten. Auch das Publikum trug seinen Teil zu einem unterhaltsamen Abend bei, indem es immer wieder Einlagen bot und bei allem mitmachte. Auch wenn es speziell in Balgfurt doch Überwindung brauchte, in die Suhle zu steigen und dort auch noch herumzutanzen. Das „Auenländer Wochenblatt“ jedenfalls gratuliert der Kapelle recht herzlich zum fünfjährigen Bestehen und hofft auf viele weitere Jahre.

I.S. für A.W.

  1. Beuno Willowtree

    Feiner Bericht! Aber seltsame Sitten herrschen da in der Fremde ja!
    Konzerte in Schweinesuhlen?! Also,sowas!!

  2. Schade wusste ich vorher nichts von dem Konzert. Sonst wäre ich wohl auch hingegangen

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