[Landroval] Andúnië

Am Stertag fand zur achten Abendstund’ ein weiteres Vorstellungskonzert im Rahmen des “Weatherstock” Festival statt. Es handelte sich dabei um die Kapelle “Andúnië”. Bericht.

Der Ort für diese Kapelle mit ausschließlich elbischen Mitgliedern, war malerisch gewählt. Neben dem Hafen von Celondim, auf der großzügigen Terrasse eines Privathauses, direkt am Wasser des Lhûn-Flusses. Das Konzert bestritten sechs Elbendamen und fünf Elbenherren.

Die einzelnen Stück wurden, wie bei “The Shades” auch, angesagt und mit einem Satz erklärt. So wurde auch zum Beispiel immer das Mitglied der Kapelle genannt, die das Stück geschrieben oder arrangiert hat. Bei Gesang wurde auch der Name des Sängers oder der Sängerin genannt, der oder die aber meist ident mit dem Schreiber war. Zu dem Konzerte kamen ca. 35 bis 40 Zuhörer.

Die Musik war sehr elbisch in einer relativ großen Gruppe umgesetzt. Sie reichte von sehr getragen bis beschwingt, aber nie richtig schnell. Ebenso wurde sehr viel gesungen. Die Stücke klangen durchwegs eher modern. Die Größe der Kapelle erlaubte eine große Bandbreite an Dargebotenem. So war natürlich auch die Bandbreite an eingesetzten Instrumenten sehr groß. Bei einem schnelleren Stück genannt “Fang an, das Zwielicht anzuziehen” wurde auch die Schalmei eingesetzt, die aber bei einem Orchester dieser Größe kaum negativ auffiel.

Das erste Stück “Einigkeit” stach schon etwas hervor. Schreiberin war Frau Phedelene. Bei diesem Stück wurden fast ausschließlich Tamburine verwendet, dazu Harfen und Laute sehr dezent im Hintergrund. Dementsprechend war das Stück natürlich sehr rhytmisch geprägt. Es klang fast wie das Zusammentrommeln der Gemeinschaft zum Kriege oder vielleicht auch zu einem großen Feste. Für mich ebenso hervorstechend war ein Stück von der selben Schreiberin genannt “Unter Wettern”. Bei diesem soll das Naturphänomen einer unbeständigen Wetterlage musikalisch beschrieben werden. So aufgewühlt wie das Wetter war dann auch das Stück selbst. Die Melodie, die stetig wechselte, lag meist in den Händen von Horn und Flöte, dazwischen gab es jedoch kleineres Soli, zum Beispiel von der Laute, ebenso wurde an einigen Stellen gesungen.  Ein gutes Beispiel an moderner und mitreißender Musik.

Im Publikum, das von der Darbietung sichtlich entzückt war, waren natürlich auch viel mehr Elben also sonst bei derlei Veranstaltungen, daneben noch viele Hobbits, einige Menschen, aber nur ein Zwerg. Diese erklatschten und erjubelten sich auch eine Zugabe, die “Wüstenbrise aus Khand” hieß. Das Stück klang sehr exotisch südländisch und ein Lautensolo war enthalten.

Auch nach diesem Konzert gab es, wie immer ein kleines Gespräch mit den Mitgliedern. Der Name “Andúnië” bedeutet so viel wie “Aus dem Westen”. Die Kapelle feierte dieser Tage ihr zweijähriges Bestehen und hat so zwischen acht und zehn Mitgliedern, das wechselt allerdings häufig. Sie werden nächste Woche das zweite Mal bei “Weatherstock” auftreten und sind Titelverteidiger der Kategorie “Licht in der Dunkelheit”. Bei diesem Preis werden an die Zuhörer drei Zeichen verteilt, die auch drei Stimmen darstellen. Bei Verwendung dieser Zeichen leuchtet ein Blitz auf, daher auch der Name. Diese werden dann gezählt, wer die meisten errungen hat, gewinnt diesem Preis, was letztes Jahr eben bei Andúnië der Fall war. Die Mitglieder waren laut ihrer Aussage allerdings sehr überrascht, diese Titel gewonnen zu haben.

Vom Festival erwarten sich die Mitglieder eine gute Weile zu verbringen, guter Musik anderer Kapellen zu lauschen, viel Spaß und einen harten Wettkampf. Die Kapelle komponiert vieles selbst, anderes wird für ihre Gruppe umgeschrieben. Dabei werden viele Stilrichtungen ausprobiert, sie wollen sich selbst keinerlei Grenzen aufsetzen. Die Texte schreiben sie zumeist selbst, manche stammen auch von bekannten Barden, wie zum Beispiel einem Menschenherrn namens Tolkien.

Da Andúnië auch heuer wieder als heißer Tip auf einen Titel angesehen wird, war ich von der Reaktion der Gruppe auf die Frage, ob sie denn “Mornie Alanti” kennen, doch etwas überrascht, stellten sie sich doch als wahre Anhänger unserer Mornies heraus. Sie würden sehr interessante und gute Musik spielen und hätten auch heuer auf jeden Fall wieder die Chance einen Preis mit nach Hause zu nehmen, trotz des harten Wettkampfes.

Mich jedenfalls überzeugte die Kapelle sehr wohl. Die Musik war erfrischend anders und künstlerisch auf sehr hoher Stufe. Für mich wies das Konzert eigentlich keinerlei Makel auf. Und so wünscht das “Auenländer Wochenblatt” auch dieses Kapelle das Beste für den Auftritt nächster Woche.

I.S. für A.W.

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