Ratgeber

Kochrezept der Woche: Flusskrebse im Kräutersud

Heute möchte ich, Krudo Krummzeh, Euch wiederum, ein sehr einfaches, wenn auch etwas spezielles Rezept präsentieren, dass ich von den bockländischen Fischern am Brandyweinufer aufgeschnappt habe. Speziell ist es deswegen, weil die Hauptzutat – die Flusskrebse – lebend in das Kochwasser geworfen werden müssen, was natürlich nicht jedermanns Sache sein dürfte. Wer zu starke Hemmungen hat, kann statt der Krebse auch bereits tote Garnelen mit Kopf (circa 36 Stück), beim Fischhändler seines Vertrauens erwerben und diese benutzen. Dann viel Spass, beim Nachkochen und Ausprobieren, liebe Leser!

 

Zutaten & Utensilien:

(für 6 Personen, oder 4 Hobbits)

Salz
3 kg lebende Flusskrebse (beim Fischhändler vorbestellen, oder direkt von den Fischern holen)
1 Zitrone
90 g grobes Meersalz
3 El Zucker
1 Bund Dill
1 Bund Petersilie (glatte)

 

Zubereitungsanleitung:

(1) In einem sehr großen Topf Salzwasser aufkochen. Immer nur so viele Krebse gleichzeitig kopfüber in das sprudelnd kochende Wasser geben, solange es kocht. Zugedeckt 1 Minute kochen lassen, die Krebse mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in eine Schüssel geben. Wichtig: die nächsten Krebse erst dann ins Wasser geben, wenn es wieder sprudelnd kocht! Fortfahren, bis alle Krebse gekocht sind.

(2) Sechs Liter Wasser aufkochen. Zitrone in Scheiben schneiden. Grobes Meersalz, Zucker, Dill, Petersilie und Zitronenscheiben in den Topf geben und aufkochen lassen. Krebse dazugeben, aufkochen und 10 Minuten offen sieden lassen. Die Krebse im Sud lauwarm abkühlen lassen und servieren.

Im Sud mit Zitrone, Dill und Petersilie bekommen die Krebse ein feines Aroma. Dazu servieren wir Fenchelmayonnaise, fetten Kräuterschmand (Kräuter-Creme-fraîche), Algenbutter und selbst gebackene Brötchen.

 

Hier noch einige Tipps, um an das Krebsfleisch ranzukommen:

(1) Krebse aus dem Kochtopf nehmen und kurz abkühlen lassen. Schwanzteil vom Kopf trennen, indem man Schwanz und Kopf in entgegengesetzte Richtung dreht. 

(2) Den Schwanz von beiden Seiten längs zusammendrücken, bis er knackt. 

(3) Jetzt lässt sich der Panzer ganz einfach nach außen hin aufbiegen… 

(4) …und das Schwanzfleisch kann vorsichtig aus dem Panzer herausgelöst werden. Braune Darmfäden entfernen. 

(5) Zuerst die beiden Scheren vom Kopfstück abbrechen… 

(6) … dann die kleine von der großen Schere abbrechen und das Fleisch aus der Schale herausziehen. 

(7) Die Schale der großen Schere mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, bis es knackt… 

(8) … jetzt kann das Krebsfleisch mit den Fingern oder mit dem Mund herausgenommen werden.

Lasst es Euch schmecken!

 

Hinweis in eigener Sache:

Ihr wollt Euer Lieblingsrezept im Wochenblatt lesen? Schreibt mich an, werte Leser über den Postschnelldienst oder über meinen Postkasten beim Wochenblatt: m.flinkfuss@auenlaender-wochenblatt.de
  1. Bestimmt würde das gut schmecken, gäbe es da nicht das Bockländer Braunflutfest. *schüttelt das Köpfchen*
    Die Krebse aus dem Anduin halte ich für geeigneter zum verzehren.

  2. Tulpeline

    hui scheint ja kompliziert beim Essen zu sein.

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