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Immobilien-Skandal: eiskalte Schweinerei in Ferkelkleve

Liebe Leserinnen und Leser! Also der vorige Woche von einer gewissen Sahma Flinkwiesel hier in diesem Blatt veröffentlichten Anzeige von wegen: „Flinkwieselhof: Gemütliches Freizeit-Smial zu vermieten!“ also da muss ich an dieser Stelle aber mal ganz entschieden widersprechen! Und erst von wegen „der Vorbesitzer ist ein älterer Herr“ – das stimmt alles nicht! 

 

Das zur Miete ausgeschriebene Smial in Ferkelkleve gehört immer noch MIR, Torbol Prallwams, und das ist NICHT zu vermieten! Und irgendwelche Sonntagsangler sind bei mir auch nicht willkommen, ja wo kommen wir denn da hin! Fische sind außerdem im Teich von Ferkelkleve sowieso etwas rar zur Zeit, was ja angeblich und von Amtswegen behauptet meine Schuld sein soll – DAS IST ABER AUCH ALLES FALSCH!

Wie kam man nun von amtlicher Stelle zu dieser ungeheuerlichen Aussage und wie kann besagte Flinkwiesel die Dreistigkeit besitzen ganz unverfroren mein Grundstück zu vermieten? Wobei unverfroren passt in diesem Fall eigentlich gar nicht!

Alles fing damit an das ich wegen einer amtlichen Willkürmaßnahme dazu gezwungen wurde, mein neu gebautes Klohäuschen wieder abzureißen und noch Strafe zu zahlen, weil da so ein bisschen Jauche in den angrenzenden Teich gesickert und ich so angeblich die armen empfindlichen Fischlein umgebracht hatte.

Der harmlose Klo-Hausbesitzer wie ein Schwerverbrecher von Büttel-Hundertschaft umstellt!

Na ihr könnt euch ja wohl vorstellen wie ich mich gefreut hab, als meine Nachbarin, besagte Sahma Flinkwiesel, anbot mir kostenmäßig unter die Arme zu greifen, und ein tadellos aussicker-sicheres Innenklo würde sie mir auch noch einbauen lassen, auf ihre Kosten! 

Im Nachhinein schon verdächtig, ja sicher, aber immerhin waren wir da ja nicht nur Nachbarn sondern auch noch Freunde, und ich dachte mir noch: Die gute Sahma hat bestimmt ein schlechtes Gewissen, immerhin hat sie dich ja erst bei den Bütteln wegen deinem Außenklo verpetzt, wegen dem angeblichen Gestank und so…

Nur einen Vertrag müssten wir vorher aufsetzen, meinte sie, der ihr irgend so ein „Mitnutzungsrecht“ geben würde. Ich dachte mir noch damals: Komisch, warum einen Vertrag, als Freundin kann sie doch selbstverständlich bei mir das Klo benutzen, wenn sie zu Besuch ist? Aber nein, es musste sein mit dem Vertrag, einer ihrer ach so guten Geschäftspartner hätte ihr dazu dringend geraten. Ich hatte ja vermutet, sie will sich nur wieder mal wichtig machen, da mit den dollen Geschäften von ihrem kleinen Eier-und-Geflügelhandel den sie betreibt. Aber das war ein folgenschwerer Irrtum!

Ich kann mir also auch an die eigene Nase packen, wenn man so blöd ist wie ich! Weil gehe ich Schafskopf also her und unterschreibe arglos diesen Mitnutzungs-Vertrag, ohne mir das überhaupt durchzulesen. Und damit hatte ich dem Unheil  nun im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor geöffnet!

Zuerst wurde ich noch im Guten von der Flinkwiesel dazu überredet, eines meiner Zimmer an einen herumwandernden Hausier-Barbier unterzuvermieten. Gut denk ich mir, das steht eh leer und das Geld kannst du gut gebrauchen. Soll Sahma auch ruhig die Hälfte der Mieteinnahmen haben, es war ja ihre Idee und sie hatte dir ja auch vorher mit dem Umbau geholfen.

Serge Schönhaar, angeblicher Meisterbarbier aus Bree (dort bestimmt steckbrieflich gesucht),  nach begangener Tat

Von den Haarschneide-“Künsten“ des Herrn Barbiers war Sahma überaus angetan, ich und die meisten seiner Kunden eher gar nicht. Aber wie ich diesen Stümper also wieder aus meinem Smial rausschmeißen will, hält mir Sahma auf einmal den vorher abgeschlossenen Vertrag unter die Nase: mit dieser komischen Mitnutzungs-Klausel hatte ich ihr gestattet mein gesamtes Smial nach Lust und Laune mitzubenutzen, und nicht etwa nur das Klo!!!! So was einem Freund unterzujubeln, das ist doch unsittlich oder sittenwidrig oder etwa nicht? 

Aber gut, als friedliebender und gutmütiger Hobbit hab ich Sahmas Forderung, das der doofe Barbier zur Miete bleibt, akzeptiert. Übung macht ja bekanntlich den Meister, irgendwann bleiben die Ohren der Kunden bestimmt mal dran, haha. Und zur Not könnte der Herr im Frühjahr bei der Schafschur bestimmt gutes Geld verdienen, fege ich dann eben öfter mal durch.

Doch es sollte noch viel schlimmer kommen: Wie ich nun neulich nach einer mehrtägigen Reise zurück komme und mach die Tür auf, da läuft es mir eiskalt den Rücken herunter, aber so wirklich: Hatte die Flinkwiesel doch in meiner Abwesenheit alle Möbel aus dem großen Wohnzimmer in die Ecke räumen lassen und dann mit Massen von Schnee von Sonst-Woher aus dem Raum eine Art Eiskeller gemacht. Voll gestellt mit Kisten voller Lebensmittel und was nicht alles!

Und so muss ich nun in den eigenen vier Höhlenwänden leben: immer dick eingepackt, und wenn ich nach Feierabend mal ein Bier trinken möchte, muss ich immer erst eine Stunde lang mühsam das Bierfass auftauen.

Und an Schlafen ist auch kaum noch zu denken: ständig ist man in Gefahr durch das eigene Schnarchen von Eiszapfen erschlagen zu werden

Das war knapp!

Und schwere Transportkarren rumpeln bei mir durch den Garten und machen meinen Rasen kaputt, wenn neue Lieferungen gebracht oder nach sonst wo in den Süden weggeschafft werden. 

Ja sicher bin ich hingegangen zu der Frau Unternehmerin, um mit ihr im Guten zu reden! Wie ich ankomme, treff ich sie grad  an, wie sie mit einem ihrer feinen Menschen-Geschäftspartner die Köpfe über den Kontobüchern zusammensteckt. 

Also nichts gegen die Großen Leute, und ich habe auch wirklich nichts gegen diese ganzen Ausländer –  aber wie der schon aussah, so ein gemein aussehender, schielender Knochenbrecher war das! Wer mit so jemand Geschäfte macht, na da kann sich wohl jeder seinen Reim drauf machen… aber ich will nichts gesagt haben!

Jedenfalls sag ich: Also meine liebe Sahma – WEIL ICH TROTTEL WAR IMMER NOCH PER DU MIT DIESER PERSON!!! – liebe Sahma, sag ich, so geht es doch nun wirklich nicht weiter mit deinen Kühl-Kapriolen, ständig bin ich verschnupft! Und mit diesem Mitbenutzungsvertrag, also da haben wir doch damals einen Fehler gemacht! Da grinst mich doch dieser große Kerl neben ihr an und sagt frech zu mir: „Was heißt denn da „Wir“, du kleine Kröte?“ Und die Sahma, die steht einfach dabei und guckt seelenruhig zu! 

Da wusste ich dann aber auch woher der Wind pfeift, und mir ist der Kragen geplatzt! Und das kann die feine Dame hier auch ruhig nochmal hören und auch jeder hier lesen: Ich lasse mich nicht von meinem Grund und Boden weg vereisen! Und ich werde mich bei allerhöchster Stelle beschweren, und notfalls nehme ich mir auch wieder einen Advokaten! DEN BESTEN ADVOKATEN WEIT UND BREIT!!! UND DANN FÜHRE ICH EINEN PROZESS DAS DIE FUNKEN SPRITZEN!!!!!

Auch im Salon auf dem Frisierstuhl oder dem Örtchen halten es die Kunden oft nur noch mit Kapuze und einer Fackel als Wärmequelle aus – das macht des Meisters Arbeit nicht gerade leichter!
  1. Beuno Willowtree

    Oha, das wusste ich alles so garnicht, Torbol! Das ist natürlich schon ein kleiner Skandal! 🙁

    ((*kicher* Klasse Artikel, lieber Torbol! 😀 ))

  2. Eiszapfen als Damokles-Schwert? Klowurst als Schoko-Eis? Alldaah, wass gädd abb … =D

  3. Tulpeline

    Ohje der arme Torbol hat sich von Sahma voll vereisen lassen.

  4. Anonymous

    Ja ja da hat sie ihn ganz schön aufs Glatteis geführt..

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