Berichte

Huugo Haarfuss hielt Hof: Gemütliche Geburtstagsnachfeier geschmissen!

Am gestrigen Samstag, hatte Tausendsassa, Huugo Haarfuss, zur Nachfeier seines Geburtstages, in die Südviertelsiedlung ‚Bierstock‘ geladen. Dort im Sippensmial der Haarfussens, erwartete die Gäste, ab der halbachten Abendstunde, gutes Essen, feine Musik und eine zünftige Schneeballschlacht.

 

Hier einige bildliche Impressionen der gemütlichen Feierlichkeiten.

Als ich pünktlich zur halbachten Abendstunde in Bierstock eintraf, begrüsste mich lediglich der Gastgeber, Huugo Haarfuss, mit seiner treuen Luchsdame, Mietzie, da bisher noch keine Gäste eingetroffen waren. Anscheinend war man allgemeinhin, zu sehr auf einen Beginn zur achten Abendstunde eingestellt, zu welcher ja die meisten Veranstaltungen hierzulande, gewöhnlicherweise anfangen zu scheinen.

Huugo und ich vertrieben uns die Wartezeit mit einigen Bierchen, Feuerwerk und etwas Musik, bis dann – wie gedacht, rund um acht Uhr – der erste Schub weiterer Gäste auf dem Gelände eintrafen. Mit den Elbendamen, Fräulein Vahalla, Fräulein Uilosgil und den Elbenherren, Laimoth und Kieren, sowie Hobbitherr, Bango Gerstfeld, konnte die Feier dann aber erst richtig starten.

Als kurz danach, dann auch noch das Hobbitfräulein Moosglöckchen und Elbenherr Ahilleth, zu uns stiessen, wurde kurzerhand beschlossen, das üblicherweise am Ende einer Feier stattfindende Feuerwerk, sofort abzufackeln! Dieas machte Sinn, da es zu dieser Zeit, gerade schön dunkel war und die farbenfrohen Böller und Raketen, besonders gut zur Geltung kamen.

Das zu Ehren von Huugo gezündete Feuerwerk, war dann auch wirklich ein wahrer Augenöffner und bildete einen perfekten Start in diese gemütliche, kleine Nachfeier, des beliebten Halblings, der sich sichtlich über die wilde ‚Kracherei‘ freute! Herr Faroweis war derweil leider etwas zu spät eingetroffen, um sich noch an der bunten Farbenpracht erfreuen zu können..schade!

Natürlich durfte auch das obligatorische ‚Fröhlicher Geburtstag‘ nicht fehlen, das Herr Ahilleth, nachdem die letzte Rakete verglüht war, auf seiner Laute anstimmte. Wir alle fielen in den bekannten Text mit ein und liessen den guten Huugo, auf diese gesangliche Weise, nocheinmal so richtig Hochleben!

Erst dann kam der gerührte Gastgeber dazu, die Gartenbühne zu besteigen und eine kleine Begrüssungsrede vom Stapel zu lassen. Er fand trotz aller Emotionalität, die passenden Worte und eröffnete damit seine Feier nun auch offiziell, was mit heftigen Beifall und lauten Jubel, von uns Gästen beantwortet wurde.

Der Jubel nahm kein Ende, als Huugo dann zum Grillfeuer herüber bat, wo seine Schwester Josefenia und Opa Hanglo – die fast das ganze Fest über im Smial zu tun hatten -, fette Haxen, frisches Gerstenbrot und süffiges Bier, bereitgestellt hatten. Alle – selbst die meisten Elben – griffen dann erstmal herzhaft zu, wobei ‚Essperte‘, Bango Gerstfeld, hernach kaum noch vom Grillgut fernzuhalten war.

Grosse Freude brach dann in unseren Reihen aus, als plötzlich das Fräulein Josefenia Haarfuss auf der Bühne erschien. Sie hatte sich kurz von ihren Aufgaben freigenommen, um ein Gedicht für ihren Bruder und uns Gäste zu rezitieren.

 

 ‚Des Hobbits Tage sind verflochten, die schönsten Güter angefochten,

es trübt sich auch der frei’ste Blick; du wandelst einsam und verdrossen,

der Tag verschwindet ungenossen in abgesonderten Geschick.

Wenn Freundesantlitz dir begegnet, so bist du gleich befreit, gesegnet,

gemeinsam freust du dich der Tat. Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen,

mitwirken will er, mitgenießen; verdreifacht so sich Kraft und Rat.

Von äußerm Drang unangefochten, bleibt, Freunde, so in eins verflochten,

dem Tag gönnet heitern Blick! Das Beste schaffet unverdrossen;

Wohlwollen unsrer Zeitgenossen, das bleibt zuletzt erprobtes Glück.‘

 

Nachdem der Riesenbeifall für dies anrührende Gedicht verklungen war, wollte sich auch Opa Hanglo nicht lumpen lassen und liess seinerseits ein Gedicht vom Stapel, wobei er es allerdings etwas derber angehen liess, was wohl auch seinem sichtbar hohen Alkoholspiegel, zu schulden gewesen sein könnte. Elbenfräulein Nayel, die gerade eingetroffen war, bekam alles als ersten Eindruck, hautnah mit.

Hier die Worte des angetüddelten Ehrengrenzers:

 

‚Ich bin wohl weltgewandt und offen? Vor allem wenn ich jemand kenn…

Oder dann… wenn ich bin besoffen, dann bin ich ganz besonders offen und vollkommen ungehemmt!

Am nächsten Tag, da bin ich nüchtern, da bin ich dann sogar, ein wenig schüchtern, vielleicht sogar etwas verklemmt?

Doch glaubt mir, morgen bin ich wieder, in stetig fröhlich „Alt Manier“…vollkommen wild und ungehemmt,

ein fröhlich, lustig Kneipentier…

Nun Kneiper… wo bleibt denn mein Bier? Wir sind doch in ne` Kneipe hier…Nun lasst uns trinken, feiern, zechen,

denn feiern ist noch kein Verbrechen…Das Leben ist so arg und bitter, lasst uns vergessen alle Sorgen…

Wem kümmert heut, wem kümmert morgen? Dem Staat, den kümmert nicht der Armen Sorgen.

Ich trink mich frei von dieser Welt…die nur für Reiche ist bestellt!

Nun lasst mich trinken und auch feiern…zum Teufel mit der Brut von Geiern!‘

 

Lautes Gelächter war der Lohn dieses feinen Gedichts, über ein Thema, mit dem sich Hanglo gut auskannte. Auch Herr Ahilleth verfiel sodann ins Reimen und trug Huugo persönlich, ein kleines Geburtstagsgedicht vor.

 

‚Alles Liebe, alles Gute. Für dich gibt es heut nicht die Rute. Weil du immer lieb gewesen,

Will ich Für dich diese Zeilen lesen. Feiern sollst Du und auch singen,

Die Leute Solln Dir tausende Geschenke bringen. Verdient hast du’s Dir, das muss ich Dir lassen,

drum musst du dich nicht mit Sorgen befassen. Zum Geburtstag lieber Freund,

wünsch ich Dir alles wovon du je hast geträumt. Doch Schluss jetzt mit den lieben Worten,

’seh schon die Kuchen und die Torten. Lass uns essen bis wir platzen und dabei natürlich ganz laut Schmatzen.

Dann trinken wir und tanzen durch die Nacht, sodass es heut so richtig kracht!‘

 

Nach sovielen tollen Reimen und stillen Zuhören, stand allen dann aber der Sinn nach Musik und Tanz, was als Erster, Faroweis Birnhaag in Erfüllung gehen liess, indem er – unter anderem – die ‚Bühnentanzpolka‘ zu Gehör brachte. Die umgewandelte ‚Tischtanzpolka‘, hiess alle zum Tanze auf die Bühne steigen, sodass schon bald ein fröhliches ‚Kuddelmuddel‘ entstand, das von den erstaunten Elben, ausgiebig bekichert wurde!

Zögert enterten dann aber auch einige der Elben die Bretter und klatschten vorsichtig zum Takt der Musik mit. Selbst dem tauben Elbenlord, Kieren, wurde von Fräulein Uilosgil, der Rhythmus des Liedes mittels Handzeichen verdeutlicht!

Zum letzten Lied seines Kurzauftritts – der ‚Hymne der Valar‘ – holte sich Faroweis dann zur Verstärkung, den Texter und Komponisten dieses Stücks – Bango Gerstfeld – mit auf die Bühne. Die bekannte Weise, rührte nicht nur das Fräulein Moosglöckchen, welche diese Noten schon länger nicht mehr gehört hatte, zu Tränen der Freude und Melancholie.

Dann übernahm Ahilleth das musikalische Zepter und legte einen längeren Soloauftritt hin, da immer wieder Zugaben verlangt wurden, weil die stimmungsvollen Lieder des schwarzhaarigen Elbenbarden ganz wunderbar ankamen. Neben mundartlichen ‚Seemannsliedern‘, hatte ‚Ahi‘ auch ein ganz tolles Hobbitlied im Repertoire, das von Keksen handelte und uns alle unwillkürlich an den guten Bango denken liess.

Faroweis nutzte die Gelegenheit, sich nocheinmal bei Fräulein Moosglöckchen, für ihre Unterschrift bei der ‚Bäckerei Smialtörtchen‘ zu bedanken und titulierte sie nassforsch, als ihre ‚Lieblingsangestellte‘!

Kurz vor Einbruch der Dämmerung, verabschiedeten sich dann die Elben, Uilosgil, Laimoth und Kieren, die sich sehr auf dem Fest amüsiert hatten und mit einem Lächeln auf ihren hübschen Gesichtern, das Haarfuss’sche Anwesen verliessen und von Herrn Ahilleth mit einem Fanfarenstoss, heimgesandt wurden.

Beinahe wäre die angekündigte Schneeballschlacht vergessen worden, hätte ich selbige nicht beiläufig erwähnt. Trotz der vorgerückten Abendstunde, waren plötzlich alle Feuer und Flamme und rannten zum Schneefeld hinüber, wo dann sofort, eine lustige Schneewerferei vom Zaune brach! Herr Ahilleth verkleidete sich gar ganz spontan, als ‚Schreckgespenst‘ und gab damit ein wortwörtlich ‚hervorragendes‘ Ziel für alle ab. selbst Elbenfräulein Vahalla machte den Spass mit und bombardierte ihren Sippengefährten, nach allen Regeln der Schneeballkunst!

Zum Aufwärmen ging es danach ans prasselnde Lagerfeuer zurück, wo uns Ahilleth noch mit mehreren, gruseligen und lustigen, Geschichten unterhielt und auch Moosglöckchen noch einige lustige Witze in die Runde warf, sodass alle schliesslich bester Laune waren, als es letztendlich, an die Verabschiedung ging.

Es war eine gemütliche Geburtstagsnachfeier gewesen, wie sich alle Anwesenden einig waren. Wir verabschiedeten uns herzlich beim reichbeschenkten Gastgeber und dankten dem guten Huugo, für seine Einladung zu diesem kurzweiligen Miteinander. Alle hatten dieses Fest sichtlich genossen und auch Huugos Gesicht wiess ein zufriedenes Lächeln auf, als wir winkend unsere jeweiligen Heimwege einschlugen. Bis zum nächsten Jahr, lieber Huugo!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein toller Bericht über ein schönes Fest. Nachträglich alles Gute Huugo

  2. Huugo Haarfuss

    Hui…toller Bericht Beuni…ja das war doch eine schöne kleine Feier gewesen. In zwei jahren wird dann wohl das ganz grosse ding gefeiert…der Huugo wird dann 50…was einen da wohl dann erwarten mag…

  3. Beuno Willowtree

    Die ertsen drei Bilder gehören zum Grenzerbericht, da ist wohl etwas durcheinander gegangen! Wir versuchen dies schnellstmöglich zu korrigieren! 🙁

  4. Tulpeline

    Schade konnte ich bei dem Fest nicht dabei sein.

    Aber an dieser Stelle alles gute an Huugo.

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