Berichte

Guruthkonzert von ‚Frische Brise‘: ‚Joghurt statt Punsch!

Am letztwöchigen Freitag, enterten 'Frische Brise' wiedermal die imaginäre Bühne in der 'Feste Guruth', um eines ihrer beliebten 'Themenkonzerte', über selbige zu bringen. Der Auftritt war der mit dem äusserst mysteriösen Motto 'Joghurt statt Punsch' betitelt und startete, wie immer, zur obligatorischen, zehnten Abendstunde.

Um es vorweg zu nehmen, fand ich bis zum Ende des Konzerts, nicht heraus, was es mit diesem ‚Joghurt‘ auf sich hatte, was letztendlich, aber auch egal war, da ‚Frische Brise‘, wiedermal sämtliche Register zogen und ihr Publikum nicht enttäuschten. Die zahlreich erschienenen Zuhörer, bekamen eine Mischung aus klassischen Melodien und julfestlichen Liedgut, präsentiert, denen es, trotz des fehlenden Schnees in den ‚Einsamen Landen‘, mühelos gelang, alle Anwesenden, in eine ‚Gute-Laune-Stimmung‘ zu versetzen.

Während die ‚FriBris‘ – in der Besetzung, mit den Fräuleins, Piazinta, Melrid, Vidu, sowie den Herren, Burfinn, Alegrio, Viebo und Ivrinuil – zu Beginn, einen fünfteiligen Liederblock, des überaus bekannten Singspiels ‚Die Zauberflöte‘, des berühmten Komponisten, Amadeo Wolfzart, zu Gehör brachten, fand ich plötzlich ein zerknittertes Pergament in meinem Rucksack, das die Aufschrift trug: ‚FriBri spielt mit imposanter Klassikperformanz, an der altehrwürdigen Feste Guruth auf.‘ Kaum hatte ich die Worte gelesen und als ‚überaus passend‘ eingestuft, als ich das Kichern von Hobbitfräulein, Cescillilda, an meiner Seite vernahm und mir klar wurde, wer für das Geschriebene verantwortlich zeichnete.

Ich fiel in ihr Kichern mit ein und beglückwünschte sie, für ihre geschickte Fingerfertigkeit. Gemeinsam mit so illustren Gästen, wie den Zwergenherrn Krund, Bragomur und Arbrosch, den Wintermonds, Tunvil und Thorwien, den weiteren Musikerkollegen, Fräulein Reganilda, von ‚Ohrwurm‘, den Mitgliedern von ‚Struck by Moonlight‘ und Fräulein Ellisandre, von ‚Caput Draconis‘, welche heute leider nicht bei den ‚FriBris‘ mitwirkte, – um nur einige zu nennen -, lauschten wir den Stücken, die ansonsten im Singspiel, von einem ’schläfrigen Vater‘ – jemanden namens ‚Pappa Gähno‘ – intoniert werden, wie mir flüsternd versichert wurde. Noch grübelte ich über die erhaltene Information nach, als die ‚Brislinge‘ bereits mit einem weiteren Liederblock starteten, diesesmal mit rein julfestlichen Weisen, welche alle sofort verzauberten und einige sogar meinen liessen, sie würden, Schneeflocken und ‚weisser Hasen‘, gewahr werden!

Was allerdings keine Illusion darstellte, war das Elbenfräulein Feranwen, die zum Immergrün ‚Verrühr nie den Quark‘ (‚Feliz Navidad‘), hoch oben auf der Festungsmauer, gefährlich nah am Abgrund herumtanzte, was uns allen den Atem stocken liess! Zum Glück wusste sie, was sie tat und alles ging gut aus, als sie zum nächsten Auszug aus der ‚Zauberflötensinfonie‘, wieder zu uns heruntergetänzelt kam. ‚Frische Brise‘ interpretierten die klassischen Stücke, auf ihre ganz eigene Art und Weise und schafften es, die eher sperrigen Kompositionen, durchaus tanzbar zu gestalten. Jednfalls herrschte viel Bewegung im Zuschauerareal und auch die Damen, Maltira, Seneldreth, Edlawen, Rallina und Sebylla, schwoften mit Hobbitherrn Swithin, um die Wette, wobei jeder seinen eigenen Tanzstil aufs Parkett brachte.

Fräulein Cescillilda neckte derweil Herrn Bragomur, indem sie sich seine Axt aneignete und bediente sich ungeniert, an Belayas und Calnas Bretzeln, als das ‚Windige Septett‘, auch schon einen weiteren Liederabschnitt einleitete. Mit Klassikern, wie ‚Grünärmelchen‘ (‚Greensleeves‘), ‚Sieben Törtchen lang‘ (‚7 Tage lang‘) und dem ‚Lied vom Abendstern‘, hielten die ‚FriBris‘, alle weiterhin in ihrem musikalischen Bann und pflanzten mit ihren Notenfolgen, den ‚Samen des Julfests‘ in unsere Herzen. Überhaupt war der gesamte Konzertabend sehr gediegen und stimmungsvoll gehalten und ging dann – zum Erstaunen vieler – bereits in seine letzte Runde, als ‚Kapellensprachrohr‘, Herr Viebo Tuc, zum grossen ‚Herumwalzen‘ aufrief und anschliessen, auch ein Stück einer gewissen ‚Luthien Walross‘ (‚Luther Vandross‘) ankündigte.

Die Lieder sorgten für einen würdigen Abschluss, dieses ‚Joghurt-Punsch-Konzerts‘ und wurden ganz zum Ende, noch mit dem Schmachtfetzen ‚Her mit den Zwiebelringen‘ (‚Herr der Ringe’/’Lord of the Rings Theme‘) gekrönt, das quasi, die Sahnehaube auf dem tTörtchen darstellte! Unter lautem Jubel, Applaus und ‚Dankesfeuerwerk‘, verabschiedeten die noch Anwesenden Zuhörer, die sieben tapferen ‚Musikerlein‘ von ‚Frische Brise‘ und versprachen ihnen, in die hohle Hand hinein, auch beim nächsten ‚Guruth-Gig‘, wieder mit von der Partie sein zu werden! Es war eine wahrhaft besinnliche und ohrenschmeichelnde Musikerfahrung, dankeschön, liebe ‚FriBris‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Alegrio Harfenschlag

    Toller Bericht lieber Beuno, danke! 🙂
    Das mit dem Joghurt ist ein Insider aus Bree.
    Der liebe Sefko hat diesen Begriff für klassische Musik geprägt.
    Und so haben wir ihn verwendet. Mit Erfolg wie der gute Besuch des Gigs zeigt. 😀

    • Beuno Willowtree

      Danke, für dein Lob, lieber Alegrio! 😀 Ah, achso, ein Insider! Dann konnte ich es ja nicht wissen. 😉

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