Berichte

‚Guruth Gig‘ von ‚Frische Brise‘ entführte folkloristisch in viele Länder Mittelerdes!

Am letzwöchigen Freitag, gab das Musiker-Septett 'Frische Brise', wieder einen vileumjubelten 'Guruth-Gig', in der gleichnamigen alten Festungsanlage in den 'Einsamen Landen', zum Besten. Das Thema lautete diesesmal 'Musikalische Weltreise - Folklore aus vieler Herren Länder' und wurde dann, ab der zehnten Abendstunde, auch konsequent und mit viel Herzblut, umgesetzt.

‚Frische Brise‘ starteten erneut sehr pünktlich in ihr Konzert, wie sie es immer tun, egal wieviele Zuhörer zu diesem Zeitpunkt, bereits vor Ort sind. In ihrer quasi Stammformation, als Septett, mit den Damen, Melrid, Vidu und Belcantia, sowie den Herren, Bufinn, Viebo, Ivrinuil und Alegrio, begannen sie mit der schönen Eröffnungsnummer ‚Bard der Bogenschütze‘, welcher sie gleich das anrührende ‚Lothlorien‘ folgen liessen und damit gleichmal – wie angekündigt -, zwei ganz unterschiedliche Herkunfstländer abgedeckt hatten.

Anfangs waren wir tatsächlich nur zu dritt im Zuschauerareal. Die Menschenherren, Ignas und Ramodan und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, verloren uns fast auf der weitläufigen Fläche, gaben jedoch alles, um den ‚FriBris‘ unsere Ehrerbietung für ihre wunderbare Musik zu zeigen und entboten ihnen, zu so episch-anrührenden Liedern, wie ‚Die Barden von Amargh‘, ‚Jüngchen Danny‘ (‚Danny Boy‘) und ‚Der neblige Hochland-Tau‘ (‚The Foggy Dew‘), gleich mehrmals den respektzollenden ‚Schwertgruss‘.

Mit den, kurz darauf, heranziehenden Gewitterwolken, traf dann auch das Hobbitfräulein Sahma, vor der alten Festungsmauer ein, wobei die Wolken aber wohl nicht im Zusammenhang, mit dem Erscheinen von Sahma – die ja eher als kleiner ‚Sonnenschein‘ gilt – gesehen werden durften. Die ‚FriBris‘ lächelten der kleinen Halblingsdame jedenfalls freundlich zu und spielten mit ‚Bilbos Wanderlied‘, gleichmal das passende Begrüssungslied, bevor sie dann in einen fernöstlichen Liederblock, mit gleich drei sehr exotischen Melodien übergingen. Die Stücke, von denen eines wohl den Titel ‚Ankh cha lea duwe‘ trug, kamen überraschend gut, beim immer weiter anwachsenden Publikum an!

Während Ignas und Ramodan, erstmal eine Tanzpause einlegten und sich am nahen Lagerfeuer ausruhten, waren mit den Fräuleins, Azaline, Elsiria, Leyrimey und Tunvil, sowie Elbenherrn Thorwien, gleich mehrere Neuankömmlinge hinzugekommen. Die verspäteten Zuhörer, liessen sich sogleich von der wunderbaren, breitgefächerten Musik einfangen und tanzten ausgelassen zu Weisen wie, ‚Hans Gerstenkorn‘ (‚John Barleycorn‘), dem schwungvollen ‚Rast und Safari‘ (‚Rastafari‘) und einer genialen Version von ‚Mit Dir ohne dich‘ (‚Within you without you‘) von der bekannten Kapelle ‚Die Pilzköppe‘!

Als dann die ersten Tropfen vom Himmel fielen, griffen wir Zuhörer trotzig auf Gruppentänze zurück, liessen uns die gute Laune nicht ‚verhageln‘ und genossen weiterhin unverdrossen, die musikalische Weltreise, die uns ‚Frische Brise‘ so famos ‚vor Ohren‘ führte. Das höchst tanzbare Lied über einen Herrn von den südlichen Inseln ‚Sir Taki‘ (‚Sirtaki‘) und das wohlklingende ‚Shenandoah‘, sowie die ‚Ballade vom Kätzchen Balou‘ (‚The Ballad of Cat Balou‘), waren auch – trotz des Regens – sehr gut zum Träumen von fernen Ländern geeignet.

Zwergenherrn Bragomur, der gerade ankam, schienen die Wetterbedingungen auch egal zu sein, da die Regentropfen ohnehin einfach an seinem nackten Leib abzuperlen schienen! Er absolvierte seine Begrüssungsrunde und stieg dann gleich ins wilde Tanzgeschehen mit ein, was die Stimmung nocheinmal zusätzlich anheizte. Es war aber auch wirklich eine Freude, den ‚Oberhemdverachter‘ zu so schmissigen Stücken, wie ‚Der betrunkene Seemann‘, ‚Das indische Fangspiel‘ (‚Kashmir‘), oder dem, danach folgenden Lied-Trio aus dem fernen Harad, wild abhotten zu sehen!

Der Regen liess dann zum Glück wieder etwas nach, sodass Haare, Kleidung und ‚Zwipfel‘, im ‚Fahrtwind‘ der schnellen Tanzbewegungen, wieder schnell trockneten, wofür einige traditionelle Lieder, von einer ganz bestimmten ‚Grünen Insel‘, wie ‚Cathleen‘, ‚Grüner Irrwisch‘ (‚Irish‘) und ‚König des Tanzes‘ (‚Loch na Cailli‘), natürlich bestens geeignet waren! Dabei musste das stimmungsvolle ‚Cathleen‘ sogar zweimal angestimmt werden, da Fräulein Vidu sich beim ersten Mal, mit den noch regennassen Stöcken, leicht ‚vertrommelt‘ hatte.

Auch der Steinparkettboden erwiess sich noch als gefährlich rutschig, weswegen das ankommende Fräulein Teadora, ersteinmal davon absah, das Tanzbein zu schwingen. Das wunderschöne ‚Lilie aus dem Bruch‘, welches soeben von Herrn Alegrio gesungen wurde, lud aber ohnehin mehr zum sehnsuchtsvollen Zuhören, als zum heftigen Schwofen ein und ist sowieso bereits zu einem ewigen ‚Kapellenklassiker‘ der ‚Brislinge‘ mutiert, der bei keinem ihrer Auftritte fehlen darf!

Auch ich, euer Schreiberling, amüsierte sich wiedermal ganz prächtig, wie Euch an dieser Skizze deutlich werden dürfte, liebe Leser! 

Passend zur einbrechenden Dämmerung und dem Eintreffen von Zwergenherr Kirgon, stimmten ‚Frische Brise‘ dann das gänsehauterzeugende ‚Der kalte Nebelberg‘ (‚Misty Mountain Cold‘) an, was niemanden der Anwesenden kalt liess und perfekt zum Lichtspiel der Natur zu passen schien, wenn auch der besungene Nebel fehlte!

Nach weiteren drei grossartigen Liedern – zuletzt der Immergün ‚Bogümilch im Glas‘ (‚Whiskey in the Jar‘) -, war es dann leider Zeit für mich zu gehen. Ich verabschiedete mich herzlich bei allen noch Anwesenden und ging in der Gewissheit, erneut einem legendären ‚Guruth-Gig‘ beigewohnt zuhaben! Danke, für dieses beeindruckende und stimmungsvolle musikalische Ereignis, liebe ‚FriBris‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den wunderbaren Bericht lieber Beuno. Leider ist die Feste Guruth so weit weg *seufz*

    • Beuno Willowtree

      Nicht zu danken, liebe Mai! 😀 Ja, die Anreise ist leider immer etwas mühsam.

  2. Viebo Tuc

    Wir Danken dir Beuno für die schönen Zeilen, auch wir hatten unseren Spass euch allen ein Musikalisches Erlebnis zu bereiten

    Euer Viebo

  3. Alegrio Harfenschlag

    Danke Beuno, für den, wie immer, tollen Bericht. 🙂
    Am kommenden Donnerstag gibt es wieder ein „normales“ Konzert in Bree.
    Leider steht rechts vom Artikel, das die Mondbarden spielen, dem ist aber nicht so.

    • Beuno Willowtree

      Danke, für dein Lob, Alegrio und den Hinweis auf euer Konzert! 😀 Da ist uns wohl etwas durcheinandergeraten! 🙁

  4. Kirgon Stahlhammer

    Ja, ich habe erst bei den Ziehenden Musikanten mitgewirkt und musste danach erst noch Waffen schmieden und ausliefern bevor ich es zum Konzert geschafft habe…..
    Aber was ich mitbekam war gelungen wie auch der in gewohnt guter Qualität verfasste Artikel des guten Beuno.

    • Beuno Willowtree

      Vielen Dank, lieber Kirgon! Schön, dass Du trotzdem noch vorbeigeschaut hast! 😀

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