Berichte

Grosses Neujahrsfest der Elbengemeinschaft ‚Ilfirin Gwaith‘ im verträumten ‚Falathlorn‘ begangen!

Am vergangenen Freitag, hatte die höchst aktive Elbensippe 'Ifrin Gwaith' in die Siedlung 'Nan Agor', in Falathlorn, geladen, um mit ihren Mitgliedern, Freunden und Schaulustigen, das elbische Neujahrsfest, in ihrem ureigenen Sippenheim zu feiern. Anführer, Elbenherr Ahilleth, hatte den Beginn der Veranstaltung für die achte Abendstunde anberaumt und liess es sich nicht nehmen, jeden einzelnen Gast, höchstpersönlich an der reichverzierten Tür des Anwesens, zu begrüssen.

Als ich ankam, befand Herr Ahilleth sich allerdings grad im grossen Saal und so wurde ich stattdessen, von Empfangschef, Herrn Faenare und den Zwergen von ‚Durins Faust der Gerechten‘, mitsamt deren Anführer, Fürst Kriso Sturmschild, begrüsst. Ich freute mich sehr, ihre mir wohlbekannten Gesichter an diesem exotischen Ort zu sehen und fühlte mich sogleich heimelig.

Als ich dann auch noch Fräulein Moosglöckchen, die an diesem Abend fürs Zubereiten der Verpflegung verantwortlich zeichnete , an der Getränkeausgabe traf, war ich schliesslich vollständig angekommen. Elbenfräulein Vahalla versorgte uns rasch mit zwei Krügen Honigbier, sodass wir ersteinmal zünftig anstossen konnten.

Kaum waren die Humpen geleert, enterte Gastgeber, Elbenherr Ahilleth, die weitläufige Bühne und eröffnete das Neujahrsfest mit einigen warmen Worten, ganz offiziell.

Ahilleth: ‚So liebe Freunde, Gäste und auch Ihr, die euch hierher verlaufen habt. Ich heiße euch herzlichst zu unserem Neujahrfest willkommen! Mein Name ist Ahilleth und im Namen aller von Ilfirin Gwaith, sage Ich euch danke, dass Ihr den Abend mit uns hier verbringen möchtet. Es ist für reichlich Unterhaltung gesorgt. Es spielen auf ‚Ellisandre und die Caput Draconis‘, sowie ‚Durins Faust der Gerechten‘. Mit Köstlichkeiten wird euch Moosglöckchen versorgen. Und Getränke gibt es bei Vahalla hinter der Bar. So lasst es euch gut gehen und feiert schön mit uns den Beginn des neuen Jahres, 4319. Möge es ein Jahr der Neuanfänge sein. Ein Jahr in dem nicht nur die Freundschaft zwischen Elben und Zwergen neu geschrieben wird. So habt Spaß, genießt den Wein, den Gesang und die köstlichen Speisen die euch noch erwarten werden. Zu Beginn des Abends wird euch Ellisandre mit ihren ‚Caput Draconis‘ musikalisch einheizen!‘

Das taten Ellisandre und ihre Mitmusiker – Boureedir, Oristar, Lokistar und Sinforiol – dann auch mit grosser Spielfreude und Enthusiasmus und brachten die Anwesenden, von Beginn an, zum Mitklatschen und Tanzen.

Am Büffet hatte Moosglöckchen schon die Vorspeisen aufgetragen, die aus Lachspastetchen und Rapunzelsalat mit in dunklem Essig und Honig gebratenen Birnenschnitzen bestanden. Natürlich traf ich ‚Essperte‘, Bango Gerstfeld, dort an, der sich mit beiden Händen, die Pasteten einverleibte, aber auch das Fräulein Uilosgil und Fürst Kriso, bedienten sich heisshungrig und freimütig, an den köstlichen Leckereien.

Den Fäusten schienen die Melodien von ‚Caput Draconis‘ sehr zu gefallen, so wild wie sie darauf abtanzten und auch der leicht verspätet eingetroffenen ‚Farbenelb‘, Herr Olodriel, hielt beeindruckt und mit offenem Mund inne, als er die Noten von Fräulein Ellisandre und ihrer Kapelle vernahm. 

Gastgeber Herr Ahilleth, wuselte aufmerksam hin und her und sah zu, dass überall auch alles glatt ablief. Trotzdem liess er sich die Nervosität nicht anmerken, welche er ob des Gelingens dieser ersten grossen Feierlichkeit von ‚Ilfirin Gwaith‘, mit Sicherheit empfinden musste. Stets mit einem Lächeln und einwandfreier elbischer Eloquenz, begrüsste er alle neuen Gäste und half aus, wo Not am Mann, beziehungsweise ‚am Elben‘, herrschte.

Auch Meisterköchin, Moosglöckchen Finkenfeder, hatte zwischendurch auch einmal eine kleine Atempause und konnte ihre Elbenfreunde – hier das Fräulein Lyndlian – begrüssen und mit kleinen Extrahappen aus der Küche versorgen. Mit ihrer Kochkunst hatte sie die Elben von ‚Ilfirin Gwaith‘ quasi im Sturm erobert, welche sie – wohl auf einen Tipp von Hobbitherrn Samolin hin – vom Punkt weg, für ihre Treffen und Feste engagiert hatten.

Zwischendurch durfte ich zum Abschmecken des Rotkohls, der Bestandteil der Hauptspeise war, auch einmal einen Blick ins ‚Allerheiligste‘, die Küche des Sippenhauses, werfen! Der Rotkohl war eine Wucht und hatte mit seinem köstlichen Duft, auch das Elbenfräulein Parisha angezogen. Natürlich kredenzte Moosglöckchen auch ihr eine Kostprobe der geschmackvollen Beilage, welche ihr sichtlich mundete und sie sogleich, nach mehr verlangen liess.

Alle Köpfe wandten sich plötzlich der Bühne zu, als Herr Ahilleth die Musik unterbrach und die Elbendamen, Uilosgil und Methildis, zu sich auf die Bühne bat. Die beiden waren überrascht und schienen nicht zu ahnen, was ihr Anführer da im Schilde führte.

Ahilleth: ‚Ich möchte jetzt um Aufmerksamkeit bitten. Es gibt ernste Themen zu bereden. So möchte Ich Brennil Uilosgil sowie Brennil Methildis zu mir auf die Bühne bitten. Eine zu meiner Linken, eine zu meiner Rechten, bitte. Ihr beide seid uns eine große Hilfe in der Sippe. Zwei die Vieles für uns tun und so möchte Ich im Namen unserer Sippe, euch beide in den Rang des Offiziers befördern! Hiermit ernenne Ich euch, Brennil Methildis, zum Offizier von Ilfirin Gwaith! Hiermit ernenne Ich euch, Brennil Uilosgil, zum Offizier von Ilfirin Gwaith! Habt Dank, für eure Dienste und auf noch viele Gemeinsame Jahre in der Gemeinschaft!‘

Das war natürlich eine Überraschung für alle und dementsprechender Jubel brandete für die beiden beförderten Elbendamen auf! Dieser setzte sich dann quasi nahtlos fort, als Ahilleth dann auch Moosglöckchen zu sich winkte und sie zur ‚Ehrenelbin von Ilfirin Gwaith‘ kürte! Das Hobbitfräulein errötete leicht, nahm den Titel dann zögerlich, aber auch mit sichtlicher Freude, entgegen.

Hernach folgte dann noch der romatische Höhepunkt des Festes, als Elbenherr Laimoth die Gunst der Stunde nutzte, auf die Bühne kletterte und vom eingeweihten Ahilleth, das Wort erbat.

Laimoth: ‚Liebe Festgemeinde, liebe Freunde und neue Freunde. Es weitet sich mein Herz beim Anblick der so zahlreich erschienenen Gäste. Mir wird erst jetzt die Freundschafft unserer Volker vor Augen geführt, und ich bin stolz ein Teil dieses Verbundes zu sein. Nun will ich euch nicht lange vom Feiern abhalten doch bringe ich frohe Kunde von solcher Größe, dass mein Herz nicht länger zu schweigen vermag. Gestern erst wurde mir ein Geschenk, wertvoller als jeder Goldschatz, zu teil. Hiril Uilosgil hat sich bereit erklärt den nun vor ihnen stehenden Elb zu ehelichen! Hiermit verkünde ich voller Stolz die Verlobung zwischen meiner Wenigkeit und dem Wunderschönen Wintermorgen den man Uilosgil nennen darf!‘

 

Ein Seufzen der Freude ging durchs Publikum, das erneut aufbrandete, als Laimoth auf die Knie ging und seiner angebeteten Uilosgil, einen wertvollen Ring an den Finger steckte! Mit so einem Antrag hatte nun wirklich niemand an diesem Abend gerechnet!

‚Caput Draconis‘ liessen sich nicht lumpen und spielten spontan, ein Ständchen für die beiden frisch Verlobten, während am Büffet, zeitlich perfekt, nun der Hauptgang aufgetragen wurde. Hirschbraten mit passender Bratensoße, zusätzliche Preiselbeersoße, Salztöften, Klöße, Rotkohl, Schwarzwurzeln in Rahmsoße und Flammkuchen mit Lauch und Zwiebeln, bildeten das ‚mundwasserzusammenlaufenlassende‘ Menü, das dann – logischerweise – auch sofort stark umlagert war. Das dann dort aufklingende Schmatzen, übertönte zeitweise sogar die Musik der Kapelle!

Ellisandre und ihre Mitmusiker, zeigten Verständnis und konnten über diese ‚Lärmbelästigung‘ nur herzhaft lachen. Sie stimmten einfach ein sehr schmissiges Stück an, welches das ‚grosse Schmausen‘ perfekt begleitete und dem, seit Alters her, verdauungsfördende Eigenschaften zugeschrieben wurden! Ob es einigen der Gäste wirklich geholfen hat, wurde leider – oder zum Glück – nicht überliefert!

Die Musik hielt uns alle derart in ihrem Bann, dass die voranschreitende Zeit völlig vergessen wurde und Ahilleth, das eigentlich angedachte ‚Elbenrätselspiel‘, ausfallen lassen musste, da es draussen schon dunkel geworden war. Für das geplante, grosse Feuerwerk, war die Dunkelheit natürlich sehr wichtig, sodass der aufmerksame Gastgeber, uns alle rasch vor die Tür des Sippenhauses bat.

Dort kraxelten die Musiker von ‚Durins Faust der Gerechten‘, die sogenannten ‚Fäustlinge‘, auf die Freiluftbühne und untermalten das grosse Neujahrsfeuerwerk, mit ihren traditionell-tanzbaren Stücken, was eine ganz besondere Athmosphäre generierte. Die Böllerei selbst war ein wahrer Augenöffner und beinhaltete alle bekannten Raketen- und Krachertypen, die in sämtlichen Farben des Regenbogens, am nächtlichen Himmel detonierten. So wurde das neue elbische Jahr 4319, adäquat und würdig eingeläutet, während die fleissige Moosglöckchen, still und leise, eine fulminante Nachtischauswahl, auf den Gartentischen platzierte!

Nachdem der letzte Böller abgefeuert war, konnte man dann die Musik der ‚Fäustlinge‘ erst so richtig wertschätzen und hörte, dass, Kriso, Skuldori, Diargi, Nirofaraz und Gollorin, wiedermal alle Register ihres musikalischen Könnens zogen und auch im neuen Jahr, für beste Unterhaltung sorgen würden!

Zwischendurch liessen alle sich den leckeren Nachtisch schmecken, der aus Apfelmus, Pfannkuchen, Pfirsichlikör und Zitronenpudding, bestand und Moosglöckchens Haupt- und Vorspeise, in Nichts nachstand! Diese Köstlichkeiten bildeten das zweite Feuerwerk des Abends, nur das es diesesmal eine Geschmacksexplosion auf unseren Zungen und Gaumen war!

Hernach hiess es dann ‚Feierabend‘ für Moosglöckchen, sodass sie mit mir letztendlich, auch noch ein paar schmissige Tänze aufs Parkett legen konnte!

Als der Morgen graute, war es dann Zeit für mich, wieder aufzubrechen. Die ‚Fäustlinge‘ spielten noch tapfer weiter, als ich mich von allen verabschiedete und Ahilleth für die wunderbare Feier, meinen Dank ausdrückte! Frohes Neues Jahr, allen Elben, wünsche ich und: Gratulation, zu diesem gelungenen Neujahrsfest, Ilfirin Gwaith!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Das muss ja ein wundervolles Fest gewesen sein und dazu Essen von Moosglöckchen! Danke für den Bericht lieber Beuno

  2. Anonymous

    wir fäuste haben uns dort wohlgefühlt
    es war ein feiner abend
    sehr schön geschrieben herr beuno

  3. Tunvil Wintermond

    Lieben Dank Beuno für den wundervollen Bericht. So konnte ich doch noch etwas von dem herrlichen Fest mitbekommen.
    Leider waren ja die Mondbarden ins ferne Landroval gereist und konnten so diesem Fest nicht beiwohnen ….
    Wie schade …

  4. Auch wenn ich nicht bis zum Schluss bleiben konnte war es eine sehr schöne Feier. Danke nochmal für die Einladung.

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