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Grossartig: ‚Notenzauber‘ wirkten ihre musikalische Magie im Auenland!

Am gestrigen Samstag, gab sich die bekannte Kapelle 'Notenzauber' die Ehre und veranstalteten ein Konzert im Auenland, genauergesagt im Örtchen 'Michelbinge'. Ab der achten Abendstunde, liess das vielköpfige Orchester, seine Lieder, die diesesmal extra auf die 'Fiedel' gemünzt waren, vor der bekannten Gaststätte 'Adler und Kind' erklingen.

Bei bestem Frühlings-Abend-Wetter, nahm ‚Notenzauber‘ Aufstellung vorm ‚Adler und Kind‘, der altehrwürdigen Lokalität im schönen Michelbinge, die ja bekanntlich auch Heimstätte der ‚Gasthausliga‘ ist. Zunächst ’nur‘ zu neunt, in der Besetzung mit den Fräuleins, Gliridiel, Suziannah und Cherrybelle, sowie den Herren, Runglo, Brieco, Garbert, Deascaith, Hothro und dem hochelbischen Gastmusiker, Ellaquendy, platzierten sich die Musiker auf einer kleinen, ansteigenden Rasenfläche, die durchaus, als natürlicher Bühnenersatz gelten konnte und stimmten ihre Instrumente – darunter zahlreiche Fiedeln, Geigen und Violinen -, während immer mehr Besucher den ‚Biergarten‘ der Taverne bevölkerten.

Unter den Konzertbesuchern konnte man überraschend viele, von weither angereiste Gäste ausmachen, was deutlich zeigte, dass ‚Notenzauber‘ eine international berühmte Kapelle sind, deren ‚Hauptstützpunkt‘ wohl im Städtchen ‚Bree‘ verortet werden darf. Allerdings durfte man sich bei der Zusammensetzung der Musikgruppe, die ja an diesem Abend alleine, fünf Hobbits – später sogar sechs – in ihren Reihen aufwiess, fragen, warum sie nur so selten im wunderbaren Auenland auftritt. Aber, einerelei! An diesem lauschigen Samstagabend waren sie ja vor Ort und legten pünktlich, mit einem gefiedelten ‚Geigenintro‘ los, welches von Anfang an aufzeigte, was das musikalische Grundthema dieses Konzerts seien würde: ‚Quietschfidel im Auenland‘!

Das bunt gemischte Publikum, war sogleich hellauf begeistert, vom Klang und der perfekten Beherrschung der neuartigen Instrumente, durch die Hände der versierten Spieler, was ja zuletzt bei anderen Kapellen und Konzerten, nicht immer so der Fall gewesen war. Die ‚Notenzauberer‘ hatten anscheinend fleissig geübt und ihre Stücke mit grosser Sorgfalt einstudiert, sodass es eine wahre Freude war, ihrem Violinenspiel zuhören zu dürfen. Aber es kamen mitnichten nur Fiedeln zum Einsatz, nein, gleich bei ihrem zweiten Stück, trumpften die ‚Noties‘ gleich mit, sage und schreibe, gleich vier Dudelsäcken auf!

Schon jetzt stiegen einige Tänzer, auf die mit ‚Büffet-Happen‘ gedeckten Tische und legten eine kesse Sohle aufs improvisierte Parkett, was auch bei Liedern, wie ‚Michelbinger Fiedler‘, ‚Hundert betrunkene Bockländer‘ und ‚Die Rosen Tättowierung‘, keinen Abbruch fand. Zum ‚Oberbühler Schuplattler‘ stiess dann noch das Hobbitfräulein, Petaline, die extra aus dem fernen Landroval angereist war, mit zur Kapelle hinzu, was das ohnehin schon beeindruckende Notenvolumen, nocheinmal zusätzlich steigerte.

Die Zuhörerschaft zeigte sich begeistert und zeigte dies durch lang anhaltenden Applaus, lauten Jubel und immer mal wieder, durch das Abfeuern von Feuerwerksböllern und Raketen. Nach der allseits bekannten Nummer ‚Brandywein, bring mich heim!‘ (‚Country Roads‘), faszinierte das Fräulein Gliridiel uns alle, mit einer brandneuen Sangesnummer, deren Text sie selbst verfasst hatte und der vom sagenumwobenen ‚Wächter im Wasser‘ handelte, welcher von ihr kurzerhand, auf den Namen ‚Günter‘ getauft worden war! Ein wahrlich lustiges Lied, das gesanglich perfekt dargeboten wurde und einen der Höhepunkte des Abends darstellte.

Es folgten weitere Ohrwürmer und ‚Immergrüns‘, wie ‚Das Oma Tagetes Lied‘ (‚Miss Marple Theme‘), ‚Schlafende Satteltiere‘ (‚Sleeping Satellites‘) und ‚Ich trink 25 Bier‘ (‚In the year 25‘), bevor mit dem Lied ‚Ich mag Pando‘ (‚Quando‘), anscheinend eine Lobeshymne für die bekannte Theaterautorin, Fräulein Pandorradis, vom Stapel gelassen wurde. Hobbitherr Hebiadoc, ein Verwandter des bekannten Fräuleins, Mairad Flinkfuss, liess anschliessend, zu einer weiteren schmissigen Erstaufführung, seine unverkennbare Kuhglocke ertönen, was ihn viel Respekt seitens der Zuhörer entgegenbrachte, obwohl er selbigen, während des gesamten Liedes, lediglich seine Kehrseite präsentiert hatte.

Das letzte Drittel des furiosen Konzerts bildeten dann überwiegend klassische Stücke, die auf die unvergleichliche ‚Notenzauberart‘ interpretiert worden waren und ebenfalls mit reichlich Geigenklängen durchzogen daherkamen. Als Zuhörer konnte man dabei nur staunend, mit offenem Mund, dastehen und den wahrhaft magischen Melodien lauschen. Folgerichtig kündigte Kapellmeister, Elbenherr Deascaith, hernach auch an, dass ‚Notenzauber‘, in naher Zukunft, ein gesamtes Konzert ausschliesslich mit ‚Klassikmusik‘ aufzuführen planen! Diese Ansage erntete nochmals respektvollen Beifall, seitens des konsternierten Publikums, die sich soetwas wohl noch nicht so recht vorstellen konnten. Ebenfalls ungläubig reagierten die Zuhörer, als bereits das letzte Lied des Abends angesagt wurde, was allen viel zu früh erschien, da man sich doch gerade prächtig amüsierte.

Die ‚Notenzauberer‘ liess man dann auch nicht so einfach ziehen und nötigte ihnen noch weitere drei ‚Zugabestücke‘ der traditionell schmissigen Art ab, die das Konzert perfekt abrundeten und alle Gäste zufrieden zurückliessen.

Als Fazit dieser formidablen Darbietung, kann man nur ziehen, dass ‚Notenzauber‘ gerne öfter das Auenland ‚heimsuchen‘ dürfen, so wunderbar, wie sie am gestrigen Samstag in Michelbinge aufgespielt haben! Dankeschön, für diesen denkwürdigen Auftritt, liebe ‚Noties‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Deascaith von Notenzauber

    Herzlichen Dank Herr Beuno,
    eine minimale Korrektur habe ich nur.. HErr Ellaquendy ist mittlerweile vollwertiges Mitglied und nicht mehr nur Gastmusiker. Er hat es sich auch in den Kopf gesetzt in Zukunft eigene Stücke zu komponieren. Ob das was wird werden wir in Zukunft sehen, bzw hören.
    Aber vielen Dank für die sehr lobenden Worte der Auenländer Presse.

    • Beuno Willowtree

      Nicht zu danken, lieber Deas! 🙂 Das sind ja tolle Neuigkeiten, mit Herrn Ellaquendy! Danke, für den Hinweis! 😀

  2. Gliridiel von Notenzauber

    Danke für den wunderbaren Bericht Herr Beuno. Es war uns ein Vergnügen im Auenland spielen zu dürfen. Der junge Hebiadoc hat der Kapelle mit der Glocke den Takt vorgegeben, deswegen hat er den Zuhörern den Rücken zugewandt. Was in anbetracht seines losen Mundwerks auch besser war.

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