Berichte

Grenzerstunde: Ausfall aufgrund bürokratischer Spitzfindigkeiten in Dachsbauten!

Am vergangenen Dienstag, sollte eigentlich, wie jede Woche, eine reguläre 'Grenzersprechstunde' im schönen Weiler 'Fuchskleve' stattfinden, doch wurden die Hauptmänner, Sundo und Kelko Breitfusz, kurzfristig zur Wachstube von Dachsbauten gerufen, sodass sie nicht, wie gewohnt, ab der achten Abendstunde, vor Ort sein konnten.

Leider kam diese Abberufung, die mit gesetzlichen Problemen, die Inhaftierung des Menschengauners, Aardwulf Dinkelstein, zu tun hatte, derart kurzfristig, dass nicht alle Besucher der Grenzerstunde, rechtzeitig davon erfahren hatten. Wie wir in der letzten Ausgabe berichtet hatten, war besagter Delinquent, in einer spektakulären Verfolgungsjagd, quer durchs Auenland, von den Grenzern an der ‚Brandyweinbrücke‘ gestellt, am Überschreiten der Grenze gehindert und schliesslich gen Dachsbauten eskortiert worden, wo er nun in Untersuchungshaft gehalten wurde.

Bürokratische Probleme, die zweifelsohne von Aardwulf selbst initiiert worden waren, hatten die dortigen Beamten dazu veranlasst, gleich beide Hauptmänner der ‚Grenzer des Auenlandes‘, zu sich zu zitieren, weswegen, Werro Hanfstengel und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, uns an besagtem Dienstag, ganz alleine vor dem Grenzerhauptquartier stehend wiederfanden und, ob der Situation, quasi ersteinmal ‚Maulaffen feilboten‘!

Trotzdem es bereits deutlich nach der achten Abendstunde war, setzten wir unsere Hoffnung in Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag – dem ja auch die Lizenz eine Grenzerstunde leiten zu dürfen, zueigen war – und verkürzten uns die Wartezeit mit etwas Musik. Pensionist und Pfeifenkrautbauer, Werro Hanfstengel, hatte kürzlich, erfreulicherweise, einige Seiten seines, gänzlich verloren geglaubten, Liederbuchs wiederentdeckt und gab nun einige der ‚Fundstücke‘ auf seiner mitgebrachten Laute, zum besten.

Bei den feinen Klängen und dem Gesang des schlitzohrigen Senioren, legte ich einige flotte Tänze aufs ‚Grün‘, sodass die Zeit tatsächlich nur so dahinflog und wir uns wunderten, wie spät es mittlerweile schon geworden war und nicht minder erstaunt darüber waren, dass weder Grenzer Faroweis, noch einer der sonstigen Stammgäste, wie zum Beispiel, Bango Gerstfeld, aufgetaucht waren. So zählten wir ‚eins und eins‘ zusammen und mutmassten, dass uns da wohl eine Absage ‚durch die Lappen‘ gegangen sein musste. Schulterzuckend und – da wir selbst ja keine Grenzer waren – uns keiner Verantwortung bewusst, beschlossen wir daraufhin das Areal zu ‚evakuieren‘ und uns auf den Heimweg zu begeben.

In der Gewissheit, sicher beim nächstwöchigen Grenzertreffen, vollständige Aufklärung zu erfahren, verabschiedeten Werro und ich uns herzlichst voneinander und zogen frohgemut – wenn auch immer noch leicht verwirrt – unserer jeweiligen Wege.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den interessanten Bericht lieber Beuno

    • Beuno Willowtree

      Naja, nicht zu danken…war ja quasi mehr nur eine ‚Momentaufnahme‘. *hihi* 😀

  2. Tulpeline

    Na ja so kann das manchmal gehen im Grenzerdienst. Man weiss nie was passiert.

    • Beuno Willowtree

      Da sprichst Du einen wahren Satz, gelassen aus, liebe Tulpi! *seufz*

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