Berichte

Grenzerbericht: Verspätungen und vorzeitige Abreisen!

Am Dienstag letzter Woche, sollten sich eigentlich wieder die 'Grenzer des Auenlandes' versammeln, um den Sorgen und Nöten ihrer Mitbürger, ihr Ohr zu leihen. Ab der achten Abendstunde stand allen, Tür und Tor des 'Grenzersmial' in Fuchskleve, geöffnet, obwohl es nur ein Grenzer pünktlich zu Erscheinen geschafft hatte.

Zu Beginn traf ich nur auf Grenzer Faroweis und die Besucher, Fräulein Hazelnuss Kleinbau und Herrn Bango Gerstfeld, wohingegen die beiden Hauptmänner, Sundo und Kelko Breitfusz, seltsamerweise noch nicht vor Ort waren. Nach der Begrüssung und einer Schüssel des berühmten Grenzereintopfs, waren dann bereits zwanzig Minuten der Grenzerstunde vergangen, sodass Fräulein Hazelnuss, die wohl mit einem der Hauptmänner hatte sprechen wollen, aber auch noch einen anderen Termin wahrzunehmen hatte, sich bereits wieder verabschieden musste.

Wir anderen drei blieben etwas ratlos zurück und Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, sprang schliesslich in die Bresche und übernahm die Leitung der Grenzerstunde, die ziemlich ereignislos verlaufen sollte. Als Fräulein Kleinbau dann gerade aufbrach, erschien Grenzerpensionär, Opa Hanglo, im Grenzersmial und wurde vom erleichterten Faroweis, sogleich mit der Führung des Grenzertreffs betraut, da seine Erfahrung in durchaus dazu berechtigte und er zudem noch, nur ganz leicht angetrunken erschienen war. Nach einer weiteren Viertelstunde fruchtloser Diskussionen und Streitereien, stiess Grenzerhauptmann Sundo schliesslich doch noch zu unserer Gruppe hinzu und entschuldigte sein Zuspätkommen mit einer unerwünschten Begegnung.

Sundo: ‚Ich hab den Weg hierher falsch eingeschätzt, vor allem da die Gardenia Lochheimer mich aufgehalten hat. Die hat sich über die Maulwürfe beschwert, die der Nachbar zu ihr rüberjagt. Ihr Nachbar Logno habe Maulwürfe gezüchtet und diese dann bei ihr ausgesetzt. Logno widerrum beschwert sich, dass sie versucht seine Würmer im Kompost zu vergiften, indem sie dort was drauf wirft.‘

Auch Sundos Bruder, Kelko Breitfusz, erschien dann letztendlich doch noch und bekam brühwarm mit, wie der Grenzerhauptmann sich weiter über seine Nachbarn echauffierte.

Sundo: ‚Nein, die Gardenia hat mich aufgehalten und der Logno. Die beiden treiben mich in den Wahnsinn! Letztes Mal ging es darum, dass die Gardenia Vögel abrichtet, um ihn morgens früher zu wecken. Sagt mal, die Lochners und die Lochheimers die mögen sich doch alle nicht, oder? Ich würd ja gerne das Ganze untersuchen, weiss aber nicht mit welchem Vorwand ich Einsicht bekommen sollte. Ausserdem gelte ich als potentieller Heiratskandidat… und das will ich bei keiner der Familien werden!‘

Leider musste ich mich dann auch vorzeitig verabschieden, sodass ich nicht mehr mitbekam, was die Diskussion über ‚Lochners und Lochheimers‘ noch erbrachte. So endete für mich eine eher unbefriedigende Grenzerstunde und ich ging in der Hoffnung, dass der nächstwöchige Treff wieder etwas ’normaler‘ ablaufen wird.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Geomee schämt sich wohl ein wenig, weil sie letztens so kurzentschlossen nach Bree aufgebrochen war. Die Gefangenen dort haben sich aber über ihre Schindkrötensuppe sehr gefreut. Wenngleich sie die beiden Hobbits, wegen denen sie aufbrach, nicht antraf. Nur Lange Übeltäter.

    Manchmal gehen mit uns Flauschis die Ponys durch, wie man so sagt.

    Zum Glück hat sie nichts wichtiges verpasst, weil sie ja beim letzten Grenzerteffen nicht dabei war.

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