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Grenzerbericht: Unerwartetes Lob und ein absenter Rekrut!

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Reportage. Zum immer noch etwas ungewohnten Wochentag, dem letzten Dienstag, trafen sich die ‘Grenzer des Auenlandes’, wie gewohnt, wieder in ihrem Hauptquartier in ‘Fuchskleve’, um die Ereignisse der vorangegangenen Woche zu besprechen und natürlich auch wieder hilfesuchenden Mitbürgern, zur Seite zu stehen. Ab der achten Abendstunde, standen allen Besuchern und Anliegern, die Tore des ‘Grenzersmial’ weit geöffnet.

 

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Bei meinem Ankommen, traf ich zunächst nur auf Grenzer Faroweis Birnhaag, den ich herzlich begrüsste und welcher mir berichtete, dass er etwas Schönes, das ihm in Bree widerfahren war, zu erzählen hatte, er aber erst noch auf die anderen Grenzer warten wollte, bevor er ‘die Katze aus dem Sack’ lassen würde. Ich zeigte mich daraufhin sehr überrascht und skeptisch, da ‘Schönes’ und ‘Bree’, für mich bisher immer zwei Worte gewesen waren, die so überhaupt nicht zusammenpassen wollten!

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Doch Faroweis blieb eisern, mein neugieriges Nachhaken betreffend, schüttelte nur energisch den Kopf und wies mich an, noch etwas Geduld zu bewahren. Nach und nach, trudelten dann schliesslich, Werro Hanfstengel, Kelko und Sundo Breitfusz und natürlich auch Stammgast, Bango Gerstfeld, ein, woraufhin uns die beiden Hauptmänner – nachdem Faroweis ihnen von seinem Anliegen, eine Neuigkeit vortragen zu wollen, berichtet hatte – ersteinmal ins Grenzersmial baten, wo ein zünftiger Eintopf auf uns wartete. Mit vollem Bauch, kann man besser zuhören und ist allgemeinhin aufmerksamer, sagten wir uns und stürmten geradezu – Bango natürlich vorweg – das Kochfeuer, über dem der grosse Eisentopf köchelte und einen ‘magenknurrenerzeugenden’ Wohlgeruch verströmte.

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Sundo behauptete, dass es sich bei der Einlage, diesesmal um Pferdefleisch handeln würde, doch waren wir uns letztendlich nicht sicher, ob er es ernst meinte, oder nur zu Scherzen beliebte. Auf jeden Fall, schmeckte der Eintopf köstlich, sodass uns die verkochte Fleischart, ziemlich egal war! Grenzerausbilder Faroweis, der den Eintopf nicht anrührte, scharrte derweil ungeduldig mit den ‘Hufen’ und bat uns sodann – nach angemessener Wartezeit für unseren Imbiss – an den Kamin herüber, wo wir es uns gemütlich machten und einen klassischen ‘Geschichtenerzählkreis’ bildeten, um den Worten des ungeduldigen Grenzers, adäquat Lauschen zu können.

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Faro berichtete, dass er eine Hobbitdame, namens ‘Phina Apfeltau’, in Bree getroffen hatte und mit ihr ins Gespräch gekommen war. Dabei sei die Rede auch auf die Grenzertruppe gekommen, woraufhin die reisende Schneiderin – denn das war ihr Beruf – bemerkte, dass den ‘Grenzern des Auenlandes’, viel zu wenig Wertschätzung entgegengebracht würde und sie bald einmal, das Grenzerhauptquartier in ‘Fuchskleve’ aufsuchen wolle, um den tüchtigen Beamten, zum Dank für ihren unermüdlichen Einsatz, einen Korb voller selbstgebackener Törtchen vorbeizubringen! Wir alle staunten bei diesen Worten, nicht schlecht, war es doch wirklich selten, dass die Grenzer für ihre Arbeit gelobt wurden. Sundo und Kelko freuten sich besonders über Faroweis Bericht, verliehen seine Worte den beiden doch neuen Ansporn, weiterhin ihren Beruf mit einhundert Prozent Einsatz, angehen zu können!

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Wir alle merkten auch, dass Faroweis die besagte Schneiderin, wohl ganz gut leiden konnte und warfen uns vielsagende Blicke zu, hatte der Grenzerausbilder doch erst vor kurzem, eine Trennung verarbeiten müssen. Wir alle waren einhellig der Meinung, dass ihm eine Ablenkung – wie vage auch immer – zu diesem Zeitpunkt, nur gut tun könnte. Sundo und Kelko nickten sich kurz zu und gaben dann ihr Einverständnis, für einen Besuch, des Fräulein Apfeltau, an einer der nächsten Grenzerstunden.

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Bango hätte die versprochenen Törtchen zwar lieber sofort gesehen und Werro hatte den Namen der Dame erst falsch verstanden und gemutmasst, ob ‘Diese Frau ‘Apfelklau’, garkeine Schneiderin, sondern vielleicht eine ‘Auf-Schneiderin’ sein könnte!’, doch ansonsten wurden keinerlei Einwände gegen ein Treffen mit Fräulein Phina laut, sodass Faroweis symbolisch, die ‘card blanche’ überreicht wurde, um ein solches zu vereinbaren. Man darf also gespannt sein, ob den Grenzern, schon am nächsten Dienstag, ein grosser ‘Törtchenschmaus’ ins Smial stehen wird! Es wäre auf jeden Fall, ein Grund mehr, der ‘Grenzerstunde’ einen Besuch abzustatten!

b.wi. für A.W.
Kategorie: Hiesige Nachrichten

von

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

2 Kommentare

  1. Mairad Flinkfuß sagt

    Wieder ein feiner Bericht lieber Beuno…. Dieser neue Rekrut scheint ja nicht der zuverlässigsten Einer

    • Beuno Willowtree sagt

      Danke, liebe Kollegin! :) Ja, aber vielelicht macht sich der Rekrut ja noch, mit der Zeit. *skeptisch schau*

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