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Grenzerbericht: Ruhige ‚Vorjul-Plauderei‘ im Grenzersmial abgehalten!

Reportage. In der Vorjulzeit, haben auch Gauner, Diebe und sonstige Kleinkriminelle, besseres zut un, als auf Beutefang zu gehen, weswegen die Grenzersprechstunde, der ‚Grenzer des Auenlands‘, am letzten Dienstag, auch sehr ruhig ausfiel und – ab der achten Abendstunde – keinerelei Anfragen zu bearbeiten hatte.

 

Als ich frühzeitig auf dem Grenzergelände eintraf, wurde ich musikalisch von Werro Hanfstengel begrüsst, der noch eher, als ich, am Grenzerhauptquartier aufgeschlagen war. Das Begrüssungsständchen kam sehr überraschend, doch keineswegs ungelegen und ich legte dazu sogar ein kleines Tänzchen auf den Rasen, was bei den kühlen, vorherrschenden Temperaturen, auch nicht das Schlechteste war, das man zum Aufwärmen machen konnte.

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Nach dem Lied, riet ich Werro aber, seine Laute lieber wieder in den Rucksack zu stecken, wusste ich doch, dass Kälte für solche Präzisionsinstrumente, garnicht förderlich war. Werro pflichtete mir bei und schien nun, nach meinen Worten, die eisige Luft, erst so richtig wahrzunehmen, sodass er zitternd, einen dicken Pelzumhang aus seinem Bündel kramte und ihn sich überwarf. Als kurz danach, die Hauptmänner, Sundo und Kelko Breitfusz, mitsamt Bango Gerstfeld im Schlepptau, im Garten ankamen, mussten wir alle schmunzeln, da Bango nahezu, einen gleichartigen Pelzmantel trug, wie ihn Werro sich soeben übergestreift hatte und die beiden nun, wie zwei ungleiche Brüder aussahen!

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Die beiden echten Brüder, Sundo und Kelko, hielten die Aufmachung der beiden allerdings, für leicht übertrieben, da es soooo kalt nun doch noch nicht sei, baten uns alle dann aber dennoch, an den warmen Kamin ins Grenzersmial hinein. Doch zunächst ging es natürlich zum Kochfeuer, wo Kelko für uns alle, einem grossen Topf Linsensuppe mit Balgfurtern, am Köcheln hatte. Wir alle schlugen dankbar zu, wobei natürlich, ‚Essperte‘ Bango, wieder den ‚Vogel abschoss‘ und sich in kürzester Zeit, drei riesige, dampfende Schüsseln voll Eintopf, einverleibte!

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Hernach am Kamin, wurden dann ersteinmal die wenigen, grenzerrelevanten Neuigkeiten erudiert, wobei Grenzerhauptmann Sundo, das Fehlen von Grenzerrekrut ‚Fuchsflaum‘ und dessen Ausbilder, Grenzer Faroweis Birnhaag, negativ auffiel. Der neue Rekrut hätte an diesem Abend, eigentlich zu den Vorkommnissen der ‚Bildbeschlagnahmung‘ in Wegscheid – wir berichteten in der letzten Ausgabe davon – befragt werden sollen, wobei Grenzerausbilder, Faroweis, der ja die Verantwortung für seinen Auszubildenden trägt, eine gewisse Mitschuld angerechnet werden musste. Grummelnd winkte Sundo ab, da nun nichts mehr zu ändern war und hörte interessiert zu, als Kelko berichtete, dass der ‚plagiatsverdächtige‘ Instrumentenbauer Zwergenherr, Strackdi Vardi, auf dem Winterfest des ‚Stammtisch zum Efeubusch‘, zugegen gewesen war und dort wieder versucht hatte, seine Theorben an den Mann – beziehungsweise ‚den Hobbit‘ – zu bringen!

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Dies verbesserte Sundos Laune nicht gerade, da man dem windigen Bartträger, bisher nie etwas hatte nachweisen können. Auch diesesmal war es ihm wieder gelungen, in der Menge unterzutauchen, bevor Hauptmann Kelko ihm auf den Zahn fühlen konnte. Seufzend schüttelte der Altgrenzer nur das ergraute Haupt, atmete mehrmals tief durch und beschloss, seine Gedanken einfach auf etwas Positiveres zu richten. Da die nächstwöchige Grenzerstunde, die letzte vorm Julfest sein würde, beschloss Sundo nun spontan, dass am nächsten Dienstag, zu einem gemütlichen Angelausflug eingeladen wird, anstatt eine normale Sprechstunde abzuhalten! Dies stiess auf einstimmige Zustimmung in unseren Reihen und Jubel und Beifall brandeten auf, waren die meisten von uns, doch schon länger nicht mehr zum Fischfang gekommen!

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Sundo und Kelko, möchten hiermit, alle interessierten Angelfreunde, zum nächsten Sprechstundentermin einladen! Von Fuchskleve aus, wird es dann zu den geheimen ‚Angelgründen‘ gehen, die Sundo für uns auswählen wird. Vergesst nicht, eure Angeln und ein Reittier mitzubringen, da es durchaus etwas weiter weg gehen könnte! Notiert euch den Termin und Treffpunkt, liebe Leser: Am nächsten Dienstag (19.12.), am Grenzersmial, in der Bachuferstrasse, in der Hobbitsiedlung ‚Fuchskleve‘! Erscheint zahlreich, Fischfreunde, die Grenzer freuen sich über jeden Teilnehmer!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuß

    Schöner Bericht lieber Beuno

  2. Klingt nach einem gemütlichen Abend.

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