Berichte

Grenzerbericht: Ruhige Grenzerstunde nach letztwöchiger Jubiläumsfeier abgehalten!

Wie an jedem normalen Dienstag, hatten die ‚Grenzer des Auenlandes‘, auch in der letzten Woche, ihr Grenzerhauptquartier im beschaulichen Weiler ‚Fuchskleve‘, für die Allgemeinheit geöffnet, um – ab der achten Abendstunde – der Bevölkerung, mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.

 

Nach dem grossen Grenzerjubiläum in der vorangegangenen Woche, zeigte sich Grenzerhauptmann Kelko noch sehr mitgenommen und musste den bereits anwesenden, Fräulein Irmeline Schraubstock, Bango Gerstfeld, Faroweis Birnhaag, Torbol Prallwams und meiner Wenigkeit, Beuno Willowtree, dann auch mitteilen, dass sein Bruder, Sundo Breitfusz, noch mit den ‚Nachwehen‘ des ‚Zehnjährigen‘ zu kämpfen hatte und sich zudem noch, um den kranken Opa Wotho kümmern musste. So übergab der müde Gastgeber, die Leitung der Grenzerstunde, erstmal an Grenzerausbilder Birnhaag, der sich als sehr eifrig erwiess und uns Gäste, sogleich in ‚Reih und Glied‘ antreten liess, bevor er uns einige rudimentäre Verhaltensregeln zu vermitteln versuchte.

Faroweis: ‚Willowtree, vortreten! Zwei Schritte! Willowtree mal angenommen ich raube dich aus, wie reagierst du?‘

Beuno: ‚Ich zucke zurück!‘

Faroweis: ‚Und dann?‘

Beuno: ‚Dann rufe ich laut ‚GRENZER‘!‘

Faroweis: ‚Gut, Willowtree.‘

So wurden von Faroweis, der Reihe nach, verschiedene Szenarien durchexerziert, was darin gipfelte, dass er mit Herrn Torbol, einen Niederschlag mittels Fausthieb nachahmte, was sehr echt herüberkam und den jungen Bango sehr erschreckte. Als der bekannte ‚Essperte‘ dann an der Reihe war und der Grenzerausbilder an ihm einen typischen ‚Mundraub‘ nachstellen wollte, verfiel Bango in eine Panik und rannte vor Faroweis davon. Wir alle versuchten natürlich sogleich, den Gerstfeld-Spross zu beruhigen und ihm zu erklären,dass alles nur ein ‚Rollenspiel‘ gewesen war, doch liess sich der echauffierte Junghobbit, selbst mit dem Versprechen auf Törtchen, nicht wieder herunterbringen.

Torbol: ‚Bango, ich glaub, Faro wollte dir nur beibringen, keine Kekse von Fremden anzunehmen.‘

Bango: ‚Warum will er mich dann hauen?‘

Torbol: ‚Wir tun doch nur so, es ist praktisch ein Spiel.‘

Faroweis: ‚Ich haue dich niemals, Bango!‘

Bango: ‚Das find ich gemein, das Spiel.‘

Irmelinchen: ‚Ja, ist es auch Herr Gerstfeld.‘

Wir kamen dann auf die Idee, uns einfach rund um die Picknicktafel im Garten zu platzieren, auf dem Kelko für uns die Reste von der Jubiläumsfeier aufgetischt hatte, damit Bango sich erstmal selbst beruhigen konnte. Tatsächlich kam er nach wenigen Minuten zu uns rüber und schloss sich uns, beim köstlichen Zwischenmahl an. Wir warfen uns vielsagende, zufriedene Blicke zu und lenkten das Tischgespräch auf das letztwöchige Grenzerjubiläum und der Tatsache, dass, sowohl Bango – der leider hatte arbeiten müssen -, als auch Fräulein Irmeline, dort durch Abwesenheit geglänzt hatten. Die rüstige Pensionistin, entschuldigte sich mit der Begründung, dass sie mitten in der Renovierung ihres Smial gesteckt hatte und deshalb leider, nicht hatte teilnehmen können. Dabei kam auch heraus, dass sie derweil im ‚Grünen Drachen‘ logierte, da sie bisher noch kaum Möbel ihr eigen nannte.

Irmeline: ‚Ich muss mir mal eindlich ein Bett zulegen, damit ich in meinem Smial schlafen kann und nicht mehr im ‚Drachen‘!‘

Bango: ‚Is die Speisekammer schon eingerichtet?‘

Beuno: ‚In welcher Siedlung hast du dich denn niedergelassen?‘

Irmeline: ‚Ich wohne gleich dort drüben!‘

Es erstaunte uns doch sehr, dass Irmeline hier in ‚Fuchskleve‘ ihren Alterswohnsitz gewählt hatte und es war dann nur logisch und – wortwörtlich – ’naheliegend‘, dass wir allesamt einmal, zum Smial der resoluten Rentnerin hinüberpilgerten, um uns den Fortschritt der Arbeiten einmal höchstpersönlich anzusehen. Draussen begrüsste uns gleich erstmal der Geruch von frischem Schweinekot, da Irmeline ihren eigenen Schweinekoben im Garten errichtet hatte. Bango zeigte sich garnicht angewidert und prüfte gleich, wie gut die schweinischen Bewohner, denn wohl im Futter standen. Im Innern zeigte sich dann, dass Frau Schraubstock durchaus die Wahrheit gesprochen hatte und sich uns die Räume, wirklich nahezu unmöbliert präsentierten. Ein Schränkchen, ein Wandteppich und Irmelines robuste ‚Rentenkasse‘, waren die einzigen Objekte, die in der weiten Leere auszumachen waren.

Kelko: ‚Imeline, falls du Möbel brauchst, ich denke, wir alle haben noch welche übrig.‘

Torbol: ‚Schön geräumig hast du’s, wird bestimmt schön wenn alles drin ist. Ich hab jede Menge Möbel mit gaaaanz leichten Wasserschäden, die könnt ich dir zum Freundschaftspreis überlassen, Irmi.‘

Beuno: ‚Man kann sich schon vorstellen, wie es aussehen wird, Irmi.‘

Irmeline: ‚Im früheren Smial, hatte ich von jedem der freien Völker Mobiliar!‘

So verblieben wir derart, dass jeder daheim nach übrigen Möbelstücken schauen und diese der guten Irmeline anbieten wollte. Frau Schraubstock zeigte sich sehr gerührt, ob dieser freundschaftlichen Geste und bedankte sich noch bei jedem einzelnen Hobbit, bevor sie uns langsam ‚hinauskomplimentierte‘, da die Grenzerstunde, ohnehin wiedermal ihr Ende erreicht hatte. Auch Kelko schlug dann in die selbe Kerbe und verabschiedete uns für diese Woche.

Kelko: ‚Ich wünsche Euch allen, einen guten Heimweg und eine gute Nachtruhe!‘

Beuno: ‚Ja, kommt alle gut heim… ausser Irmi… die ist ja schon zu Hause!‘

So endete eine eher ruhige und gemütliche Grenzerstunde, die dennoch mit reichlich interessanten Geschehnissen hatte aufwarten können.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den Bericht und ein wenig Ruhe tut den Grenzern bestimmt Mal gut oh ja

  2. Braucht die gute Frau Schraubstock denn immer noch ein Schlaflager auch bekannt als Bett? Ich bin sicher, ich hab in Entenbrügge noch mehrere auf Lager

  3. Ein besorgter Bürger

    sowas kommt eben dabei raus, wenn man den Grenzern das Trinken im Dienst verbietet! Eine kleine Jubiläums-Feier und fast die ganze Truppe fällt verkatert für eine Woche aus. Das ist eine eindeutige Sicherheitslücke die dringend geschlossen gehört. Sonst wird das von Ganoven noch gnadenlos ausgenutzt! Spendet Freibier für das Trinkfestigkeits-Training unserer Grenzer!

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