Berichte

Grenzerbericht: Rückkehr der Hauptmänner und Begrüssung einer neuen Rekrutin!

Am letzten Dienstag, war, mit der Rückkehr der Hauptmänner, Sundo und Kelko, wiedermal eine normale Grenzersprechstunde angesetzt und so harrten die Grenzbeamten, an ihrem Grenzersmial in 'Fuchskleve', aller Besucher, die da kommen mochten und sich - wie immer, ab der achten Abendstunde - Rat und Tat von den 'Grenzern des Auenlandes' erhofften.

Eine Besucherin, mit der ich garnicht gerechnet hatte, war an diesem Abend, die Grenzerrekrutenanwärterin, Fräulein Necha Kleinfuss, die sich zusammen mit den Grenzern, Sundo und Faroweis, bereits vor Ort befand, als ich am Grenzergelände ankam. Ich freute mich sehr, das aufgeweckte Fräulein begrüssen zu dürfen und auch Faroweis und der wiedergekehrte Sundo – der sich ja zusammen mit seinem Bruder auf einer dreiwöchigen Fortbildung befunden hatte -, wurden von mir natürlich herzlichst Willkommen geheissen. Kurz darauf stiess dann auch Hauptmann Kelko zu uns, der – genau wie sein Bruder Sundo – seltsam erholt und braungebrannt daherkam.

Bevor Grenzerausbilder Faroweis Birnhaag sich mit seiner neuen Rekrutin in spe befassen konnte, musste er den Grenzerbrüdern ersteinmal Rede und Antwort stehen, hatte er doch bei den vergangenen drei Grenzersprechstunden die alleinige Leitung innegehabt und sollte nun darüber Bericht erstatten. Dies tat er dann auch in knappen Sätzen, jedoch ehrlich und offenherzig, da die Grenzerberichte dazu ja eh hier im ‚Auenländer-Wochenblatt-Archiv‘ zu finden sind und es somit nichts zu Beschönigen gab. Sundo und Kelko, zeigten sich sehr zufrieden mit dem, was sie da zu Gehör bekamen und von mir, als Leumund und Zeuge, vollständig bestätigt werden konnte. Augenzeuge wurde dann auch ‚Essperte‘, Bango Gerstfeld, der just unsere kleine Gruppe vervollständigte, als Hauptmann Kelko dem verduzten Faroweis, für seine gute Arbeit, den güldenen Orden des ‚Grenzergruppenleiters‘ ans grün-weiss-gestreifte Wams heftete!

Diese Beförderung wurde dann mit einer heissen Schüssel ‚Grenzereintopf‘ im Innern des Grenzersmial gefeiert, welche der frischdekorierte Grenzerausbilder, mit stolzgeschwellter Brust, an alle Anwesenden austeilen durfte. Nachdem alle gespeist und Faroweis ausgiebig gratuliert hatten, wendete sich Kelko der leicht eingeschüchterten Necha zu, die begierig darauf war, ihren Rekrutendienst antreten zu dürfen. Der Junghauptmann stellte gleichmal die alles entscheidenden Einstellungsfragen.

 

Kelko: ‚Frau Kleinfuss, warum möchtet ihr bei den Grenzern arbeiten?‘

Necha: ‚Uhm… Ich will meine Familie beschützen können! Meine Eltern und meinen Großpapa und meine kleine Schwester, auja!‘

Kelko: ‚Seid ihr auch bereit, harten Dienst an den Grenzen zu machen?‘

Necha: ‚Natürlich! Ich habe mich vorher selbstverständlich informiert und weiß, dass es nicht einfach sein wird, aber ich bin mehr als bereit dazu, auja!‘

 

Diese Antworten reichten beiden Hauptmännern, sodass sie zufrieden nickend, die neue Rekrutin offiziell in die Obhut von Grenzerausbilder Faroweis übergaben, der Necha ja schon in der letzten Woche, im ‚Efeubusch‘ kennengelernt und über die Aufgaben und Pflichten eines Grenzers, ins Bilde gesetzt hatte. Die Formalitäten waren somit quasi erledigt, sodass Kelko feierlich die Insignien des Rekrutentums – Uniform und Keule – an Fräulein Kleinfuss übergeben konnte, während Sundo noch grübelte, ob er Necha nicht schon von früher her kannte.

 

Sundo: ‚Aber wenn wir beide aus Michelbinge kommen müssen wir uns ja irgendwie kennen. Wir sind uns ja bestimmt auch schon ein paarmal über den Weg gelaufen, als ich jünger war, war ich ja viel bei den Schmieden. Aber ich kann ja auch nicht jeden kennen.‘

Necha: ‚Nun, ausschließen würde ich es nicht, wir waren bestimmt schon auf Geburtstagen von gemeinsamen Bekannten, oder so, auja!‘

 

Nachdem Necha dann umgezogen, in Uniform, aus dem Nebenzimmer wiederkehrte, schlug ihr nur Lob und Anerkennung entgegen – selbst Bango stiess zwischen zwei Löffeln Tüfteneintopf, ein lobendes ‚Toll!‘ hervor -, sodass die junge Hobbitdame erneut errötete und sich nur leise bei allen Anwesenden bedanken konnte.

Sundo versprach, ihr auch noch einen echten ‚Bockländer Nerz‘ für ihre Ausrüstung anfertigen zu wollen, bevor dann ersteinmal gemeinsam mit einem Gläschen ‚Pastinakenschnaps‘ – welchen ich extra zu diesem Anlass mitgebracht hatte – angestossen wurde. Ab der nächsten Woche wird es dann ernst für Necha und die richtige Ausbildung zur Grenzerin beginnen. So endete diese Grenzerstunde durchweg positiv und am Ende blieb uns anderen nur noch auszurufen: ‚Willkommen, liebe Necha!‘ und ‚Willkommen zurück, Sundo und Kelko!‘

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Juhu toll! Der Eintopf war lecker, oja. Das erste was man in der Grenzerausbildung lernt is hoffentlich das Eintopf kochen, jammi.

  2. Tulpeline

    Pastinakenschnaps? Das wird ja immer schlimmer.

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