Berichte

Grenzerbericht: Kulinarisch angehauchtes Grenzertreffen abgehalten!

Vergangenen Dienstag, trafen sich die 'Grenzer des Auenlandes', einmal mehr zu einer ihrer Sprechstunden, welche stets allen Bürgern, mit Problemen, Anzeigen, oder Fragen, offenstehen. Ab der achten Abendstunde, standen die Beamten im - oder vor dem - 'Grenzersmial' im beschaulichen Weiler 'Fuchskleve' bereit, um jedem ein offenes Ohr zu leihen.

Geleitet wurde die Grenzerstunde diesesmal, von Hauptmann, Kelko Breitfusz, der alleine, zusammen mit seinem Bruder, Sundo, ‚durch den Abend führte‘, da sich Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, noch auf einer dienstlichen Reise befand. Zu Gast waren, Werro Hanfstengel, Bango Gerstfeld und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, die wir gespannt der Berichte harrten, die da kommen mochten.

Das gesamte ‚Dreigestirn‘ der ‚Grenzer des Auenlandes‘ einmal komplett zu Gesicht zu bekommen, ist momentan allerdings sehr schwierig, da in letzter Zeit, viel zu tun war. So war Sundo Breitfusz, in der letzten Woche abgängig gewesen, da es in Schären ‚Dachsprobleme‘ gegeben hatte. Ein tolldreistes Exemplar dieser Gattung, hatte wohl das dortige Nutzvieh – in speziellem ‚Schafe‘ – verschreckt, sodass die Grenzer, in Form von Kelkos Bruder, zu Hilfe gerufen worden waren. Sundos Bericht darüber, wurde – wie es gute Tradition unter Hobbits ist – natürlich sogleich, humoristisch ‚verbrämt‘ und scherzhaft kommentiert.

Da waren Fragen wie ‚Isst man in Schären Dachse?‘, oder ‚Ist der Dachs nach deinem Besuch in Schären gefallen?‘, nur wenig verwunderlich und ich fühlte mich unwillkürlich, an das zahme Haustier meines Onkels, Broncoric Willowtree, erinnert, welches er dereinst ‚Donald Dachs‘ genannt hatte. Über das Thema ‚Haustiere‘, zu welchem Kelko, seinem Frust über Sundos neuerworbene Ziege – die ja den vielsagenden Namen ‚Lass-das‘ trägt – mal so richtig Luft machen konnte, kamen wir fünf Hobbits, unvermeidbar, auf Essen und Essenszubereitung zu sprechen, was Kelko gleich einmal dazu anregte, uns zum ‚Gartenkochfeuer‘ hinüber zu bitten, wo ein selbstgekochter ‚Hühnchen-Möhren-Eintopf‘ auf uns wartete. So wurde es erstmal still, als wir alle uns das köstlich-deftige ‚Konglomerat‘ munden liessen und für einige Zeit – neben Schmatzen und Kauen – lediglich Lobpreisungen auf den Koch, aus unseren fetttriefenden Mündern drangen.

Danach, da keine  hilfesuchenden Bürger aufgetaucht waren und nur noch Bango am Futtern war, schwärmten uns Sundo und Kelko, von leckeren Nachtischgerichten, wie ‚Karamellcreme‘ und Schokoladenkuchen vor, die zu diesem Zeitpunkt, genau das Richtige gewesen wären, welche aber natürlich, keiner der beiden mitgebracht hatte. Um dies zu kompensieren, erbot sich Sundo, uns wenigstens die Zubereitung der besagten Süssspeisen, näher zu bringen und verriet uns, mit Kelkos Hilfe und Korrekturen, die Rezepte von Creme und Kuchen. Zwar haben wir für Rezepte eine eigene Rubrik hier im ‚Auenländer Wochenblatt‘, doch möchten wir Euch diese kostbaren Anleitungen, an dieser Stelle, dennoch nicht vorenthalten.

 

Salzige Butterkaramell-Creme

460 g Zucker
200 ml Schlagsahne
250 g salzige Butter, tiefgefroren, in Würfeln (wichtig!)
Meersalz, gute Qualität
einen Topf mit dickem Boden, für gleichmässige Erwärmung

 

Man nehme den Zucker, nimmt 150g und schmilzt ihn. Dann nach und nach den Rest einrieseln lassen, schmelzen und karamellisieren. Darauf achten, dass er nicht anbrennt, zur Not Temperatur reduzieren.

Dann, wenn alles hellbraun ist, den Becher Sahne reingeben. Rühren bis sich alles gelöst hat, es ist eine blubbernde brodelnde braune Masse. Dann die eiskalten Butterwürfel reinwerfen, vom Feuer nehmen. Rühren bis sich alles gelöst hat und es eine gleichmässige Masse gegeben hat. Es ist nun wegen der Butter etwas heller geworden. In Gläser füllen und abkühlen lassen.

Wenn es nicht so wie Marmelade die Gläser schliesst: Egal das wird sowieso schnell gegessen!

 

Schoko-Cremekuchen (einfaches Rezept)

3 Tafeln dunkle Schokolade
3 Becher Sahne
3 Sahnesteif
einen guten Bisquitboden vom Bäcker (oder selber machen)

 

Schokolade im Topf erhitzen, schmelzen. Sahne rein und gut vermischen. Abkühlen lassen. Mit Sahnesteif aufschlagen. Dann die Creme auf, zwischen und um den Boden herum verteilen. Einen kleinen Rest zur Dekoration verwenden.

 

Die Grenzer wünschen viel Erfolg beim Nachmachen und viel Spass beim Verzehr!

So endete eine ruhige, gemütliche Grenzerstunde, die zwar mehr einer ‚Kochstunde‘ geglichen hatte, aber nach den Aufregungen der letzten Wochen, eine geruhsame Abwechslung für die Beamten und deren Besucher, gewesen war.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Hui machen die Grenzer mir jetzt die Kochrubrik abspenstig *kicher* Wer so viel arbeitet darf auch gut essen ja ja

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